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Kammermusiksaal

Ich wollt' ich wär'...

Sprechkunstprojekt des dritten Jahrgangs
Sabine Bräuning, Regie
Sprechkunst

Die kleine Meerjungfrau sehnt sich nach einem anderen Leben. Nicht mehr "Eine Portion Wasser, ein halbierter Fisch und ein paar Krümel Mensch" zu sein, sondern ganz und eindeutig Mensch, davon träumt sie. Und sie lässt sich ein auf die schlimmst möglichen Schmerzen, um zu erreichen, wovon sie träumt. Eine Frau sein. Ohne Fischschwanz. Ohne Wässrigkeit. Mit einem Mann an ihrer Seite und der wirklichen Liebe, auch wenn sie dafür ihre Stimme opfern muss. "Quasselstrippen leben ganz verkehrt, doch an Land wirst du geküsst, wenn du nur klug und schweigsam bist." Sagt Ursula, die Meerhexe.
Und die kleine Meerfrau lässt sich ein.
Und wird nicht gewinnen.

Wie weit gehen wir, um dazuzugehören?
Wie sehr wünschen wir uns Eindeutigkeit, anstatt auszuhalten, dass es mehr gibt als schwarz und weiß, als Mann und Frau, als hübsch und häßlich?
Und welche Geschichten erzählen wir uns selbst, um nicht zu bemerken, dass wir uns immer mehr anpassen und verbiegen.

Sprechkunstprojekt des dritten Jahrgangs
mit Texten von Hans Christian Andersen, Kim de L'Horizon, Ulla Hahn, Gottfried Keller, Heinrich Heine, Sybille Berg, Elif Shafak, Elke Domhardt, Daniil Charms u.a.

Es spielen: Lena Jungermann; Andreas Glass; Pauline Ferber; Anja Lichtl; Numidia Bouharras; Ronja
Kriegshaber
und Julis Hoedtke
Sabine Bräuning, Regie

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