Symposium zum 60. Geburtstag Prof. Dr. Andreas Meyer
Am 19. September 2026 fand an der HMDK im OPR anlässlich des 60. Geburtstags von Prof. Dr. Andreas Meyer ein Symposium statt. Da die Veranstaltung für den Jubilar eine Überraschung sein sollte, konnte sie im Vorfeld weder öffentlich beworben noch im Veranstaltungskalender der Hochschule angekündigt werden. Dieser kurze Bericht soll daher auch die Hochschulöffentlichkeit im Nachhinein an dem Ereignis teilhaben lassen. Das Symposium wurde maßgeblich von Andreas Meyers ehemaligen Doktorandinnen und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen an der HMDK, Prof. Dr. Christina Richter-Ibáñez und Dr. Anna Magdalena Bredenbach, organisiert. An der HMDK wurde die Organisation von Prof.in Dr. Hendrikje Mautner und M.A., M.Ed., M.Mus. David Müller unterstützt.
Das Programm des Symposiums war vielseitig und brachte langjährige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter von Andreas Meyer ebenso zusammen wie ehemalige und aktuelle Promovierende. Nach einer musikalischen Eröffnung von Prof.in Anke Dill (Violine) und Prof. Florian Wiek (Klavier) mit Jane Vignerys Sonate pour violon et piano op. 8 sprach Christina Richter-Ibáñez in ihrem Vortrag über Vokalmusik im September 1966, der durch musikalische Einlagen von Angelika Luz (Stimme) und Prof. Cornelis Witthoeft (Klavier) ergänzt wurde. Frithjof Bömcke-Vollmer zeigte anhand eines Interpretationsvergleichs, wie frei Ella Fitzgerald in ihrer Aufnahme von „Mack the Knife“ mit dem Text und musikalischen Parametern wie dem Portamento umgeht. David Müller untersuchte, wie Hans Zender sein Konzept der ‚Gegenstrebigen Harmonik‘ mit historischen Vorlagen verbindet. Den Abschluss des Vormittags gestaltete Anna Magdalena Bredenbach mit einem Vortrag über bestimmte Erzählmuster und Inszenierungsstrategien von KI-generierter Musikgeschichtsschreibung.
Am Nachmittag präsentierte Marina Khorkova (Komposition) eine eigens für das Symposium konzipierte Performance, in der verschiedene ‚Klangstationen‘ mittels eines Frequenzrads angesteuert werden konnten. Lydia Jeschke stellte in Form einer Radiomoderation jüngste Blicke in den musikalischen Rückspiegel in der Liedkomposition vor, während Thomas Schipperges anschließend Hermann Scherchen als Komponisten in den Mittelpunkt seines Vortrags rückte. Dörte Schmidts Vortrag handelte von der Bedeutung von Musik am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Den Abschluss des Symposiums bildete ein künstlerisch-wissenschaftliches Experiment von Simone Heilgendorff (Viola) mit Interventionen von Angelika Luz (Stimme) und Claudius von Wrochem (Violoncello) mit dem Titel ‚Sphärenwechsel in den Zwischenräumen musikalischen Arbeitens‘. Prof. Dr. Tobias Robert Klein übersandte seine Geburtstagsgrüße aus Ghana: Er hatte den Seperewa-Spieler John Kwane Osei Korankye beauftragt, ein Geburtstagslied zu schreiben, das per Video eingespielt wurde. Bei einem gemeinsamen Ausklang im Ratskeller fanden das Symposium und die Feierlichkeiten ihren Abschluss. Die unterschiedlichen Beiträge und Formate fügten sich so zu einem vielfältigen Symposium anlässlich des 60. Geburtstags von Andreas Meyer.
Text: David Müller
Bild: Andreas Meyer mit seinen ehemaligen und aktuellen Doktoranden und Doktorandinnen




















