Rückblick Workshop „Zy­klus­ori­en­tier­tes Üben und Mu­si­zie­ren“

Rückblick Workshop „Zyklusorientiertes Üben und Musizieren“ am 18. Mai 2026 von 9-12 Uhr im Orchesterprobenraum

Der Workshop „Zyklusorientiertes Üben und Musizieren“ beschäftigte sich mit der Frage, wie der Menstruationszyklus Haltung, Bewegung und Belastbarkeit im musikalischen Alltag beeinflusst. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in körperliche Zusammenhänge, reflektierten eigene Erfahrungen und entwickelten individuelle Strategien für den Umgang mit zyklusbedingten Veränderungen. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Methoden der angewandten Musikphysiologie für Üben, Musizieren und Konzertieren.

Geleitet wurde der Workshop von Sophie Engel-Bansac (Violinistin, Bratschistin, Feldenkrais-Lehrerin und Dozentin für Musikphysiologie) sowie Verena Richter (Tanz- und Bewegungspädagogin, Physiotherapeutin für Musikerinnen und Dozentin). Beide verfügten über langjährige internationale Lehr- und Workshop-Erfahrung.

Das Angebot richtete sich hauptsächlich an Musikstudentinnen.

Die Teilnehmerinnen des Workshops empfanden die Zeit als sehr spannend, hilfreich und bereichernd. Besonders positiv hervorgehoben wurde zunächst, dass ein solches Angebot überhaupt stattgefunden habe und damit ein Thema Raum bekam, über das oft noch zu wenig gesprochen werde. Viele Teilnehmerinnen empfanden den offenen und sensiblen Umgang mit persönlichen Erfahrungen als sehr gelungen.

Besonders großes Interesse galt den biologischen und hormonellen Zusammenhängen sowie deren Auswirkungen auf Wohlbefinden, Belastbarkeit und Übeleistung. Vor allem der letzte Teil des Workshops wurde mehrfach als besonders spannend beschrieben. Themen wie Wassereinlagerungen, hormonbedingte Veränderungen der Leistungsfähigkeit oder die Frage, wie man mit dem eigenen Körper statt gegen ihn arbeiten könne, wurden als äußerst relevant wahrgenommen. Einige Teilnehmerinnen hätten sich gewünscht, dass diese Inhalte noch mehr Zeit und Raum erhalten hätten. Auch psychische Aspekte im Zusammenhang mit dem Zyklus wurden als spannendes Vertiefungsthema genannt.

Sehr positiv aufgenommen wurde zudem die Vielfalt an vorgestellten Strategien und praktischen Ansätzen. Die Teilnehmerinnen schätzten, dass genügend Zeit vorhanden war, verschiedene Methoden in Ruhe auszuprobieren und individuell zu reflektieren. Neue Impulse boten unter anderem Informationen zu Lymphe, Handgelenk und der Einsatz von Tapes, mit denen einige zuvor noch keine Erfahrungen gemacht hatten.

Einige Teilnehmerinnen berichteten außerdem, bereits Vorerfahrungen im Bereich Körperwahrnehmung durch Angebote wie Musikphysiologie oder Bewegung und Exploration an der Hochschule mitzubringen. Dennoch wurde der Workshop insgesamt als wertvolle Ergänzung und wichtige Vertiefung erlebt. Der Wunsch wurde geäußert, dass sich künftig noch mehr Musiker:innen mit diesem Thema beschäftigen. 

Initiiert wurde der Workshop von den Gleichstellungsbeauftragten Prof.in Britta Wirthmüller und Prof.in Franziska Lee.