Rückblick „Tribute to Wolfgang Dauner“

Blick in die erste Reihe des Zuschauerraumes im Beethovensaal.
Schlussappalus für das Hochschulsinfonieorchester unter der Leitung von Rasmus Baumann im Beethovensaal der Liederhalle.
Blick in das Foyer des Beethovensaales bei der Pause des Tributekonzertes.
Rasmus baumann bei der Probenarbeit zum Daunerkonzert in der Liederhalle.
Blick von der Seite auf die agierende Kontrabassgrupee des Hochschulsinfonieorchesters. Im Hintergrund ist die Big Band zu sehen.
Im Zentrum steht der Dirigent Rasmus Baumann, der den Blickkontakt zu einer Instrumentengruppe sucht. Er ist umgeben vom Streicherapparat des Hochschulsinfonieorchesters.
Orchestermitglieder aus dem Streicher, Holz- und Blechbläserbereich.
Randi Bubat und Prof. Dr. Reinhold Mayer im Zuschauerraum des Beethovensaals.
Seitlicher Blick aus dem Zuschauerraum auf die Bühne des Beethovensaal. Auf dem Podium steht das Hochschulsinfonieorchester, geleitet von Rasmus Baumann.
Rektor Axel Köhler überreicht auf dem Konzertpodium einen pinkfarbenen Blumenstrauß an Randi Bubat.
Sicht auf das Publikum von der perspektive der Blauinstallation. Die jeweils äußeren Besucherinnen und Besucher spiegeln einen warmen Blauton wider.
Blick in den vollbesetzten Beethovensaal beim Tributekonzert für Wolfgang Dauner.
Publikumsbesucher vor der blau leuchtenden Installationsfläche von Nikolaus Koliusis beim Tributekonzert für Wolfgang Dauner.
Axel Köhler bei der Begrüßung zum Tributekonzert für Wolfgang Dauner. Im Hintergrund sitzen die Musikerinnen und Musiker des Hocshchulsinfonieorchesters.
Blick von der Zuschauerempore im ersten Rang auf die Bühne des Beethovensaales. Axel Köhler, Rektor der HMDK Stuttgart, begrüßt das Publikum. Auf dem Podium sitzt das Hochschulsinfonieorchester mit rund 80 Studierenden.
Randi Bubat und Florian Dauner im Zuschauerraum des Beethovensaales.
Der Dirigient Rasmus Baumann und ein Teil der Streichergruppe beim Konzert in der Liederhalle.
Blick in die erste Reihe des Zuschauerraumes im Beethovensaal.
Schlussappalus für das Hochschulsinfonieorchester unter der Leitung von Rasmus Baumann im Beethovensaal der Liederhalle.
Blick in das Foyer des Beethovensaales bei der Pause des Tributekonzertes.
Rasmus baumann bei der Probenarbeit zum Daunerkonzert in der Liederhalle.
Blick von der Seite auf die agierende Kontrabassgrupee des Hochschulsinfonieorchesters. Im Hintergrund ist die Big Band zu sehen.
Im Zentrum steht der Dirigent Rasmus Baumann, der den Blickkontakt zu einer Instrumentengruppe sucht. Er ist umgeben vom Streicherapparat des Hochschulsinfonieorchesters.
Orchestermitglieder aus dem Streicher, Holz- und Blechbläserbereich.
Randi Bubat und Prof. Dr. Reinhold Mayer im Zuschauerraum des Beethovensaals.
Seitlicher Blick aus dem Zuschauerraum auf die Bühne des Beethovensaal. Auf dem Podium steht das Hochschulsinfonieorchester, geleitet von Rasmus Baumann.
Rektor Axel Köhler überreicht auf dem Konzertpodium einen pinkfarbenen Blumenstrauß an Randi Bubat.
Sicht auf das Publikum von der perspektive der Blauinstallation. Die jeweils äußeren Besucherinnen und Besucher spiegeln einen warmen Blauton wider.
Blick in den vollbesetzten Beethovensaal beim Tributekonzert für Wolfgang Dauner.
Publikumsbesucher vor der blau leuchtenden Installationsfläche von Nikolaus Koliusis beim Tributekonzert für Wolfgang Dauner.
Axel Köhler bei der Begrüßung zum Tributekonzert für Wolfgang Dauner. Im Hintergrund sitzen die Musikerinnen und Musiker des Hocshchulsinfonieorchesters.
Blick von der Zuschauerempore im ersten Rang auf die Bühne des Beethovensaales. Axel Köhler, Rektor der HMDK Stuttgart, begrüßt das Publikum. Auf dem Podium sitzt das Hochschulsinfonieorchester mit rund 80 Studierenden.
Randi Bubat und Florian Dauner im Zuschauerraum des Beethovensaales.
Der Dirigient Rasmus Baumann und ein Teil der Streichergruppe beim Konzert in der Liederhalle.
„Tri­bu­te to Wolf­gang Dau­ner“. Eine Ho­mage an den Jazz­pia­nis­ten Wolf­gang Dau­ner in der Lie­der­hal­le im Beet­ho­ven­saal am 18. No­vem­ber 2025.

November 2025 / Stuttgarter Zeitung, S.7

Hommage an einen Grenzüberschreiter

Beim Tribute-Konzert in der Liederhalle trifft das Werk von Wolfgang Dauner auf Musik von Duke Ellington und Igor Strawinsky.

Thomas Morawitzky

STUTTGART Ein herrliches Gefühl, sagt Axel Köhler, Rektor der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Stuttgart (HDMK), sei es, in den vollen Beethovensaal der Liederhalle hinaus zu blicken. Der Anlass, zu dem sich die Halle am Montagabend derart füllt, ist zudem ein Besonderer: Köhler steht auf der Bühne, um das Tribute-Konzert für Wolfgang Dauner (1935-2020) zu eröffnen, das das Sinfonieorchester und die Bigband der Hochschule gemeinsam geben. Initiiert wurde der Abend von Randi Bubat, der Witwe des Stuttgarter Jazzpianisten und Komponisten, und von Köhler selbst. Der Eintritt ist frei, in den Zuschauerreihen finden sich viele Vertreterinnen und Vertreter der Politik – darunter Petra Olschowski, Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst: „Sie geben dem Konzert erst die politische Bedeutung, die ihm gebührt“, so Axel Köhler.

Nicht minder groß die künstlerische Bedeutung des Konzerts: Es erweist sich als umjubelter Abend, in dem Orchester und Bigband der HDMK größte Form zeigen – und es stellt die Musik Wolfgang Dauners in eine Reihe mit großen Vorbildern. 

Zur Eröffnung spielt das Hochschulsinfonieorchester Igor Strawinskys Ballett „Der Feuervogel“, später dann, gemeinsam mit der Bigband, Duke Ellingtons symphonische Jazz-Komposition „Harlem“ von 1951. Rasmus Baumann dirigiert mit enormer Spannung, Ausdruckskraft; Rainer Tempel übernimmt den Taktstock, als die Bigband der HDMK den „Wendekreis des Steinbocks“ interpretiert, eine bekannte Komposition Dauners für Orchester, hier in einem Arrangement, das einst für die Bigband des Süddeutschen Rundfunks entstand. Zuvor, in unmittelbarem Kontrast zu Strawinskys „Feuervogel“: Wolfgang Dauners „Feuerwerxmusik“ von 1989. Zuletzt sein „Second Prelude to the Primal Scream“ von 2009.

Gemeinsam ist allen Stücken des Abends nicht nur die knappe, sprühende Präsentation, die Klangfülle, die Orchester und Bigband erreichen, der innere Kontrastreichtum der Kompositionen, sondern auch der klare Wille, die Grenzen des jeweiligen Genres zu sprengen, der Dauners Musik im Innersten bestimmte. 

Vom Freiheitsdrang des Musikers liest man auch im Text, den der Stuttgarter Autor Wolfgang Schorlau fürs Programmheft geschrieben hat. Und ob bei Dauner oder Ellington: Die weiten, sinfonischen Sätze lösen sich auf in brodelnde Rhythmen. Mitten im Orchester tauchen die Stimmen von Instrumenten auf, die mit wildem Nachdruck ihre Individualität verkünden, das Saxofon, das Schlagzeug bringen das Leben der Großstadt in den Konzertsaal.

Der Applaus, der immer wieder auch einzelnen Spielern der Bigband der HDMK und des Hochschulsinfonieorchesters gilt, will nicht enden. Man sieht Randi Bubat strahlend mit Blumensträußen auf der Bühne.

Und an einer Flanke des Beethovensaals leuchtet „Blaubeziehung“ ins Publikum hinein. Der Stuttgarter Künstler Nikolaus Koliusis schuf ein Werk, das sich ursprünglich im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern befand, an diesem Abend, angeregt durch Randi Bubat, seinen Platz aber in der Liederhalle fand. Es besteht aus zwei großen, ineinander verschachtelten Kästen aus transparentem Material, leuchtend von innen in tiefem Blau, einer Farbe, die für Koliusis Räumlichkeit und Transzendenz bezeichnet, im Kontext eines Jazz-Konzertes auch an anderer Bedeutung gewinnen kann. Blau ist außerdem eine Farbe, die oft für Trauer steht. 

Wolfgang Dauner, geboren am 30. Dezember 1935 in Stuttgart und gestorben am 10. Januar 2020, musizierte mit Größen der internationalen Szene, hinterließ ein umfangreiches Werk. Am Dienstagabend in der Liederhalle klingt seine Musik gegenwärtig und vital. 

In diesem Jahr wäre Wolfgang Dauner neunzig Jahre alt geworden. In der Silvesternacht wird Flo Dauner mit seinem Sextett im Jazzclub Bix ein Geburtstagskonzert für seinen Vater geben.