Sonne, Mond und Sterne: Abend- und Nachtlieder
9:00 Uhr Hug (relaxed performance)
Studierende der Klasse von Prof.in Annalouise Falk, Elementare Musikpädagogik, HMDK Stuttgart
9:20 Uhr Begrüßung
Prof. Stefan Fehlandt, Prorektor für künstlerische Entwicklung und Frühförderung, Professor für Viola und Kammermusik, HMDK Stuttgart
Prof.in Dr. Karolin Schmitt-Weidmann, Instrumental- und Gesangspädagogik / Künstlerische Forschung, HMDK Stuttgart
9:30 Uhr Unter Sternen geborgen – Zur kulturgeschichtlichen Welt von „Weißt du, wieviel Sternlein stehen?“
Prof.in Dr. Hendrikje Mautner-Obst, Prorektorin für Third Mission und Wissenschaft, Professorin für Musikvermittlung, HMDK Stuttgart
10:00 Uhr | Kaffeepause
10:30 Uhr Lorî, Ninni und Dandini: Wiegenlieder aus aller Welt – Workshop
Prof.in Hayat Chaoui, Klassischer Gesang / Vokalpädagogik, Internationale Fachhochschule Osnabrück
12:30 Uhr | Mittagspause
13:30-15:10 Uhr Impulsvorträge mit anschließenden Gruppendiskussionen
13:30 Uhr Was singen wir da eigentlich? Über die Wichtigkeit einer vorurteilsbewussten Sicht auf (Kinder-)Lieder
Dorothee Streich, Musikpädagogik, Dr. Hoch‘s Konservatorium Frankfurt
13:50 Uhr Who sings, who cares? Liedersingen in der (frühen) Kindheit als interpersonaler musikalischer Entwicklungsprozess
Prof.in Dr. Anne Günster, Musikpädagogische Forschung, Hochschule für Musik Basel
14:10 Uhr Lieder zur Guten Nacht ... immer wieder neu begleiten
Prof.in Ulrike Wohlwender, Klavierpädagogik, HMDK Stuttgart
14:30 Uhr „Abends will ich schlafen gehn“ – Generationen begegnen sich im Musiktheater
Annika Stegger, Studentin im Master Instrumental- und Gesangspädagogik an der HMDK Stuttgart, Sängerin, Musikgeragogin
14:50 Uhr Singen – Lesen – Musizieren: Der DoReMi-Chor an der Musikgrundschule
Philipp Schädel, stellvertretender Leiter der Stuttgarter Musikschule
15:10 Uhr | kurze Pause/Raumwechsel
15:30 Uhr Gruppendiskussionen
16:30 Uhr | Kaffeepause
17:00 Uhr „Sonne, Mond und Sterne“ (Schupra-Medley)
Derek Hummel, Student im Lehramt an der HMDK Stuttgart, Klasse Bea Michalski, Schulpraktisches Klavierspiel
17:20 Uhr Erfahrungsbericht Liederprojekt des Carus-Verlags und des SWR
Cornelius Hauptmann, Opern- und Konzertsänger i.R., Initiator des Liederprojektes
17:50 Uhr Podiumsdiskussion
Friedrich-Koh Dolge, Direktor der Stuttgarter Musikschule, Erster Vorsitzender des Verbands deutscher Musikschulen e.V. (VdM)
Prof.in Annalouise Falk, Elementare Musikpädagogik, HMDK Stuttgart
Prof. Stefan Fehlandt, Prorektor für künstlerische Entwicklung und Frühförderung, Professor für Viola und Kammermusik, HMDK Stuttgart
Prof.in Dr. Hendrikje Mautner-Obst, Prorektorin für Third Mission und Wissenschaft, Professorin für Musikvermittlung, HMDK Stuttgart
Annika Stegger, Studentin im Master Instrumental- und Gesangspädagogik, Sängerin, Musikgeragogin
Moderation: Prof.in Dr. Karolin Schmitt-Weidmann, Instrumental- und Gesangspädagogik / Künstlerische Forschung, HMDK Stuttgart
18:30 Uhr | Veranstaltungsende
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Wiegen- und Schlaflieder gehören für viele Kinder zu den allerersten Musikerlebnissen. In allen Kulturen gibt es Wiegenliedtraditionen, die schon vor der Geburt die Bindung zwischen den Eltern und dem Kind prägen und Zugänge zur Welt schaffen. Lieder stellen bis ins hohe Alter eine Verbindung zur eigenen Herkunft und frühkindlichem Urvertrauen her, die auch bei demenziellen Veränderungen bestehen bleibt und Weltbeziehungen ermöglicht. Das Singen von Abend- und Nachtliedern gehörte lange und weit über die Kindheit hinaus auch in unserer Kultur zum abendlichen Ritual der gesamten Familie dazu, und obwohl wir immer mehr Musik um uns haben, scheint das gemeinsame Singen den Kindern in der heutigen Zeit nicht mehr „in die Wiege gelegt“ zu werden, wie Cornelius Hauptmann beobachtet. Wie können wir heute in einer Gesellschaft, die von Interkulturalität, Multiethnizität, Individualisierung und Globalisierung geprägt ist, dazu beitragen, das gemeinsame Singen als urmenschliche Tradition lebendig zu halten? Welches Liedgut wollen wir vor diesem Hintergrund wann und mit wem singen? Können und müssen Lieder als selbstverständlicher Bestandteil eines übergeordneten Bildungsauftrags an Bildungsinstitutionen und im Instrumentalunterricht auch jenseits der Weihnachtszeit vermittelt werden? Kann das gemeinsame Singen gezielt dazu genutzt werden, um Gefühle von Zusammengehörigkeit, Geborgenheit und Sicherheit zu stärken? Wie können Lieder als Teil eines generationsübergreifenden kulturellen Kontinuums nicht nur Brücken zur Kultur der Vorfahren, sondern auch zu anderen Kulturen herstellen? Diesen und weiteren Fragen möchten wir uns in diesem Symposium widmen.
Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bitte an musikfest.symposium@hmdk-stuttgart.de (frühzeitige Anmeldungen werden vorrangig berücksichtigt).





















