Das Nachdenken über Kunst, über das Schöne, die ästhetische Wahrnehmung etc. begleitet die Philosophie von Anfang an, hat aber sehr verschiedene Formen angenommen. Das Seminar wird sich diesen Formen anhand exemplarischer Texte und der Auseinandersetzung mit Werken aus verschiedenen Disziplinen – Bildende Kunst, Musik, Tanz etc. – zuwenden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem 20. und 21. Jahrhundert.
Die Literaturliste wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.
Die Geschichte der konzeptuellen Kunst beginnt Ende der 1960er Jahre, aber sie hat eine lange Vorgeschichte. Ihre Quellen liegen in verschiedenen künstlerischen Disziplinen, unter ihnen Musik, Tanz und bildende Kunst; realisiert hat sie sich schließlich vor allem in letzterer. Für einen großen Teil der bildenden Kunst ist die konzeptuelle Kunst unhintergehbare Arbeitsgrundlage geworden, ohne dass sie deswegen im Ganzen konzeptuell geworden wäre. Der Begriff der „postconceptual art“ versucht der Lage Rechnung zu tragen, dass es ohne eine mehr oder weniger explizite konzeptuelle Dimension kaum noch geht. Für die Performance gilt das Gleiche, für den Tanz gilt es teilweise, für die Musik bleibt die Sache höchst umstritten. Die Frage, was genau eigentlich mit konzeptuell und Konzeptualismus gemeint ist, muss dabei nicht nur zwischen den Disziplinen, sondern auch innerhalb ihrer recht verschieden beantwortet werden.
Das Seminar wendet sich dieser Frage anhand exemplarischer Positionen und Texte aus der Geschichte und Gegenwart des Konzeptuellen in den verschiedenen Künsten zu.
Die Literatur wird in der ersten Sitzung zur Verfügung gestellt.
Research and theory play a vital part in the creation of contemporary art. Reading theories from different fields, formulating concepts, and writing texts is part of almost every artistic practice today. The colloquium invites students from performance, composition, and other fields to share their work and their questions in order to clarify conceptual, theoretical, and dramaturgical issues. They will have the possibility to find and discuss theoretical approaches that relate to their artistic interests and themes.
Die Philosophie Hannah Arendts hat seit einigen Jahren große Prominenz gewonnen. Arendt war als Philosophin immer auch politische Denkerin, sie hat sich zu aktuellen politischen Fragen wie dem Eichmannprozess ebenso geäußert wie zu Fragen wie der Logik des Totalitarismus, und jeder ihrer im engeren Sinne philosophischen Texte hat eine politische Dimension oder politische Implikationen.
Vita Activa oder Vom tätigen Leben, zuerst 1958 als The Human Condition veröffentlicht, kann als ihr Hauptwerk angesehen werden. Darin unterscheidet sie die drei Praxisformen Arbeiten, Herstellen und Handeln und weist das Handeln als den eigentlichen Bereich des Politischen aus, dessen Bedingungen Pluralität und die Fähigkeit sind, Anfänge zu setzen, die aus der Gebürtigkeit des Menschen hervorgeht.
Das Seminar widmet sich der systematischen Lektüre des Buches, das bitte anzuschaffen ist.
TeilnehmerkreisDas Seminar ist offen für alle interessierten Student:innen und unabhängig von der Übung besuchbar.
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Im Seminar werden performative Interventionen in die Wirklichkeit untersucht – künstlerische Verfahren, welche die Opposition von Aufführung und Realität herausfordern. Es werden historische wie zeitgenössische Werke, von Arseny Avraamovs „Sinfonie der Sirenen“ (1923), über Tadeusz Kantors „Seekonzert“ (1967) bis hin zu Anta Helena Reckes „Mittelreich“ (2017) sowie Arbeiten von raumlaborberlin diskutiert. Im Zentrum stehen hierbei theoretische und ideologiekritische Grundannahmen der Arbeiten, wie z.B. „Stadt als Palimpsest“ (Certeaus), „Produktion des Raums“ (Lefebvre) oder sonische Dispositive (Ismaiel-Wendt), wie auch konkurrierende Kunst- und Politikbegriffe. Ziel des Seminars ist die Erschließung einer interdisziplinären Methodologie zur Analyse performativer Interventionen.