Von Musiker*innen wird heute mehr erwartet als eine herausragende Beherrschung ihres Instruments bzw. ihrer Stimme. In diesem Zusammenhang spielt auch zivilgesellschaftliches Engagement im Sinne einer „Artistic Citizenship“ eine Rolle. Damit erweitert sich das Selbstverständnis von Musiker*innen, die ihre künstlerische Praxis verstärkt in Wechselbeziehung zu ihrem Umfeld und zu gesellschaftlichen Entwicklungen verstehen. Dies kann sich beispielsweise in der Initiierung von Kooperationsprojekten mit gesellschaftlichen Akteur*innen, der Entwicklung innovativer Vermittlungsformate oder auch in der aktiven Mitgestaltung musikalischer Bildungsprozesse zeigen.
Seit rund 20 Jahren fördert das Projekt „Rhapsody in School“ den persönlichen Austausch zwischen Schüler*innen und Musiker*innen. Bei Schulbesuchen berichten Musiker*innen im direkten Gespräch von ihrem Leben und teilen ihre Begeisterung für die Musik. Oft sind es gerade diese persönlichen Begegnungen, die für Künstler*innen ebenso wie für Schüler*innen horizonterweiternd wirken und Beziehungen zur Musik stiften.
In Kooperation mit TONALi und „Rhapsody in School“ bereiten Sie im Rahmen des Seminars Besuche in Schulen in Stuttgart und Umgebung vor, die Sie anschließend in der Praxis umsetzen. Dabei folgen Sie der Grundidee von „Rhapsody in School“, dass Sie sich den Schüler*innen als Künstler*innen mit Ihren Instrumenten präsentieren.
Tradierte Formate wie Kammerkonzert, Sinfoniekonzert oder Liederabend stellen nur einen kleinen Ausschnitt des breiten Spektrums dar, mit dem sich das Konzert in Geschichte und Gegenwart präsentiert.
Längst hat sich das Feld weit ausdifferenziert und reicht von den etablierten Formaten über immersive Hörräume bis hin zu performativen Konzepten. Die jeweiligen Konzertformate unterscheiden sich in verschiedensten Aspekten, wie beispielsweise in der Programmgestaltung, den Interpret*innen, den Räumen, den Zielgruppen und den musikvermittelnden Anteilen. Sie lassen sich in unterschiedlichen Kontexten betrachten, wie z.B. Partizipation, kulturelle Bildung, Interdisziplinarität, Digitalität und vielem mehr. Das Seminar gibt einen Überblick über verschiedene (innovative) Konzertformate.
Am 16. November sind Studierende der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg (Prof.in Dr. Gabi Meissner) im Seminar zu Gast. Sie betrachten den Konzertbetrieb aus der Perspektive des Steuer-Rechts und stellen Kurzpräsentationen zu steuerrelevanten Themen vor, die sich z. B. auf Musiker*innen, Musikfestivals, Konzertveranstaltungen, Streamingplattformen, Sponsoringmodelle, Musikrechte oder internationalen Tourneen beziehen
Vorgespräch: Montag, 12. Oktober 2026, 17.15 Uhr (Online via Zoom)
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In dieser Ringvorlesung stellen internationale Expert*innen auf dem Gebiet der Musikvermittlung ihre jeweiligen Spezialgebiete online vor. Wissenschaftler*innen von Hochschulen und Universitäten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie erfahrene Praktiker*innen diskutieren gemeinsam mit den Studierenden zentrale Fragen der Musikvermittlung, die durch aktuelle Beispiele veranschaulicht und anhand einschlägiger Literatur kontextualisiert werden. Neben der Darstellung unterschiedlicher Konzepte und diskursiver Spannungsfelder der Musikvermittlung ist auch die Möglichkeit zur Vernetzung mit Studierenden anderer Hochschulen und Universitäten gegeben, z.B. in Diskussionen in Breakout-Sessions.
Für die Teilnahme an der Ringvorlesung ist eine Anmeldung über das E-Learning-System (LMS) der Hochschule verpflichtend: https://learning.hmdk-stuttgart.de/
Im Kurs finden Sie weitere organisatorische Informationen.