Wintersemester 2020/21

Musikmanagement – Lehrveranstaltung im WS 2020/21 

Seminar
Musik-Marketing


TERMIN: donnerstags, 16–18 Uhr, Beginn: 22.10.2020
ORT: Raum 8.05

INHALTE    
Musik-Marketing existiert schon seit Jahrhunderten in der Praxis (ein gutes Beispiel ist Georg Friedrich Händel); es entwickelte sich aber erst seit wenigen Jahrzehnten zur wissenschaftlichen Disziplin. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Marketing oft mit Werbung bzw. Öffentlichkeitsarbeit gleichgesetzt. Marketing und auch Musik-Marketing greift aber viel weiter. Es ist ein strategisches „Instrument“ zur Zielerreichung nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Einzelpersonen und damit auch für Musiker*innen. Wenn Musiker*innen also systematisch ein strategisches Ziel verfolgen, so können sie nicht auf Musik-Marketing verzichten. Im Seminar Musik-Marketing werden grundlegende Kenntnisse des Marketing-Managementprozesses vermittelt, mit dessen Hilfe man z. B. eine Karriere als Musiker strukturiert planen kann. Die Inhalte erstrecken sich von der Zielbildung, über Marketing-Analyse und Marketing-Strategien bis hin zu Marketing-Instrumenten, zu denen auch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Werbung gehören.

DOZENT   
Dr. Peter Hellmig (Dr. phil., M.A. sowie Diplom-Verwaltungswirt und Bachelor der Wirtschaftswissenschaften) ist Kulturmanager und seit 2000 Leiter der Abteilung Kultur und Tourismus der Stadt Weingarten. Hier ist er für alle Aspekte der öffentlichen Kulturarbeit zuständig und als Konzertveranstalter auch für die Musik. Sein besonderes Engagement und Interesse gilt der Musik, was eine lange Referenz-Liste an Konzerten mit renommierten Musiker*innen bestätigt, die bei ihm in Weingarten aufgetreten sind, wie z. B. Solisten wie Frank Peter Zimmermann (Violine), Rudolf Buchbinder (Klavier), Tabea Zimmermann (Viola), Daniel Hope (Violine), Sabine Meyer (Klarinette), Wolf Biermann (Liedermacher), Fazil Say (Klavier), Julia Fischer (Violine), Maurice Steger (Blockflöte), Albrecht Mayer (Oboe), Gábor Boldoczki (Trompete) und viele mehr. Seit Einführung des Studienprofils Musikmanagement im Wintersemester 2008/09 unterrichtet er an der HMDK Stuttgart u. a. in den Fächern Musik-Marketing und Kultur-Finanzierung.


Workshop

Neue Konzertformate in der klassischen Musik

TERMIN: 15.10.2020, 14–17 Uhr
ORT: Online

INHALTE   
Neue Konzertformate im Bereich der klassischen Musik finden immer größeren Zuspruch und schaffen Raum für einen neuen Markt. Es werden Publikumssituationen verändert, neue Inhalte und Narrative geschaffen oder die Grenzen zu den verschiedenen anderen Disziplinen überschritten. Viele erfolgreiche Beispiele machen in vielen Städten auf sich aufmerksam. Dieses Seminar gibt einen umfangreichen Überblick über derartiges Konzertgeschehen, Denkanstöße, Diskussionsmöglichkeiten und Gruppenarbeiten zur Erarbeitung neuer Konzepte. Alternative Spielstätten, adaptierte Publikumssituationen, Genre-Crossing und Interdisziplinarität, szenische Produktionen, Installationen, Verwendung von High-Tech etc.

DOZENT   
Andreas Vierziger arbeitet als künstlerischer und strategischer Berater im Musikbereich und kooperiert international mit Festivals, Konzertveranstaltern, Orchestern, CD-Labels, Bildungseinrichtungen und anderen Institutionen. Ehemals Artist Manager war er für mehrere renommierte Musiker*innen und GRAMMY Preisträger*innen verantwortlich.
Als gefragter Referent wurde er an weltweit renommierte Universitäten eingeladen, unter vielen anderen die Paris-Sorbonne, Tokyo University for the Arts, Helsinki Sibelius Akademie, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo er einen Lehrauftrag inne hat. Er war im Vorstand der Camerata Salzburg und Juror in mehr als 20 internationalen Musikwettbewerben, darunter etwa der Internationale Johannes Brahms-Wettbewerb in Österreich, Fulbright Concerto Competition in den USA und Karol Szymanowski International Music Competition in Polen.


Workshop   

Die eigene Künstlerbiografie verfassen

TERMIN: 17.11.2020, 9–12 Uhr
ORT: OPR

INHALTE   
Künstler*innen müssen sie vorweisen. Veranstalter*innen, Journalist*innen, PR-Leute, Webdesigner*innen und Programmheftschreiber*innen lesen und verwerten sie: Die Künstlerbiografie. Aber wie macht man auf sich aufmerksam, ohne in Lobhudeleien zu verfallen oder tausendfach benutze Phrasen zu schreiben? Im Workshop von Petra
Heinze werden zunächst Beispielbiografien besprochen. So destillieren sich einige Regeln heraus. Diese kann man anschließend beim Schreiben einer eigenen Biographie beherzigen oder lustvoll brechen …

DOZENTIN   
Petra Heinze hat zunächst Theaterwissenschaft und Germanistik in München und Berlin studiert und später ein Kulturmanagement-Studium in Ludwigsburg abgeschlossen. Bei der Stuttgarter Institution Musik der Jahrhunderte war sie drei Jahre lang für die Presse und Öffentlichkeitsarbeit zuständig, bevor sie 2004 ihr eigenes PR-Büro eröffnete. Viele Jahre waren Festival- und Konzert-PR ihre Arbeitsschwerpunkte. Heute arbeitet sie zunehmend im Bereich der Image-PR von Kulturunternehmen.
www.petraheinze-pr.de


Workshop

Wie erstelle ich eine eigene Website?

TERMIN: Teil 1: 02.12.2020, 16–19 Uhr | Teil 2: 09.12.2020, 16–19 Uhr
ORT: Online

INHALTE   
Eine digitale Präsenz ist für Freiberufler heute unerlässlich. Essentieller Bestandteil ist die eigene Website, auf der Künstler*innen ihre eigene Arbeit, ihr Werk präsentieren können. Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden das Erstellen der eigenen Website zu ermöglichen, ohne vorherige Kenntnisse von Webentwicklung zu haben. Das Format wechselt zwischen inhaltlichem Input und interaktivem Arbeiten ab.

DOZENT   
Florian Model ist Medienkünstler und freiberuflicher Webdesigner und betreut Kulturinstitutionen und Startups bei deren plattformübergreifenden Internetauftritten. Seit 2017 unterrichtet er an verschiedenen Hochschulen, etwa der Merz Akademie und der ABK Stuttgart, Themen wie Webgestaltung, Crossmedia Storytelling und Konzeption digitaler Inhalte.


Workshop   

Die Gema

TERMIN: 07.12.2020, 18–20 Uhr
ORT: N.N.

INHALTE   
An den Verwertungsgesellschaften GEMA und GVL kommt man nicht vorbei, wenn man sich in der Musikbranche bewegt. Nach wie vor sind viele Musikschaffende unsicher hinsichtlich der jeweiligen Zuständigkeiten und nur wenige wissen Bescheid, wie sie die gebotenen finanziellen Möglichkeiten optimal nutzen können.

  • Warum brauchen wir die GEMA?
  • Die Funktion der GEMA
  • Struktur / Aufbau / Organisation
  • Die drei Mitgliedschaften
  • Alterssicherung – GEMA Sozialkasse
  • Mitgliedsantrag – Kosten, Procedere
  • Werkanmeldung
  • Erlösquellen (Konzerte, Rundfunk, TV, online)

 
DOZENT   
Peter Seiler

  • Freischaffender Komponist aus Mannheim
  • Als Komponist ordentliches Mitglied der GEMA seit 1983
  • Mitglied als Arrangeur im Deutschen Bearbeiterverband
  • Mitglied bei der GVL als Künstler seit 1973 und als Label PSM Records
  • 1. Vorsitzender im Deutschen Komponistenverband LV Baden-Württemberg (seit 1999)
  • Seit 2006 Dozent an der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim
  • Ab 2015 Mitglied im Rundfunkrat des SWR
  • Über 600 Veröffentlichungen weltweit

Workshop   

Von Projektidee zur Verwirklichung: Organisationsbedarf und Finanzierungsanträge
für Künstler*innen in der Darstellenden Kunst


TERMINE: Teil 1: 09.12.2020, 18–21 Uhr | Teil 2: 16.12.2020, 18–21 Uhr
ORT: Raum 6.57

INHALTE    
Die Idee von eigenen Projekten auf dem „freien Markt“ kann durchaus den Schlaf rauben, wenn allein die Kunst, aber nicht ihre Voraussetzungen und ihre Rahmenbedingungen in der Wirklichkeit bedacht werden. Denn „freies Arbeiten“ und „freie Szene“ sind nicht immer gleichbedeutend und heißt nicht „frei von Struktur“. Im Gegenteil: Freie Produktionen zu realisieren bietet andere Herausforderungen. In diesem zweistufigen Seminar benennen wir konkret die unerlässlichen Arbeitsfelder bei freien Produktionen, wichtige Schritte bei den unterschiedlichen
Produktionsphasen werden vorgestellt und der Ernstfall anhand von Fallbeispielen durchgespielt.  Im ersten Termin werden die Erwartungshaltungen an das freie Arbeiten zusammengeführt, gemeinsam grundsätzliche Fragen und Themenkomplexe erarbeitet. Inwieweit können wir von „Patentrezepten“ ausgehen bei der Verwirklichung von selbstinitiierten Projekten? Welche Hilfestellungen und Tools können das eigene Projekt absichern? Im zweiten Termin werden die Fragestellungen von individuellen Vorhaben vertieft, Lösungswege abgeglichen, z. B.: Wie qualifiziere und kommuniziere ich meine Projektidee? Wie und wann kann ich sie so an Dritte vermitteln, dass sie nicht nur Verständnis, sondern auch Interesse und Unterstützung findet? Kenne ich meine Zielgruppen? Sind Finanzierungsrahmen, Organisationsbedarf und alle Zeitpläne wirklich ausreichend bedacht? Was tun bei Planungsänderungen? Wo gibt es erste – oder letzte – Hilfen?

DOZENTIN   
Aliki Schäfer (geb. 1980) studierte zunächst Schauspiel an der HMDK Stuttgart. Seit 2008 bundesweit und international tätig im Bereich Produktion, diverse Engagements im Bereich Tanz und Theater, u. a. August 2013 bis August 2015 als Produktionsleitung und Leitung des Künstlerischen Betriebsbüros am Theater Rampe Stuttgart. Im Anschluss gründete sie das Produktionsbüro schæfer&sœhne und ist seitdem als freie Producerin und Produktionsleiterin für verschiedene Institutionen und freie Gruppen tätig. Unter anderem übernahm schæfer&sœhne 2020 die Projektleitung für den TANZPAKT Stuttgart. Seit Beginn ihrer Tätigkeit im Bereich Produktion liegt ihr Schwerpunkt immer wieder in der Festival Arbeit.  Ihre Arbeiten waren meist interdisziplinär aber immer im Fokus bei der Darstellenden Kunst.
Weitere Informationen unter: www.ae-oe.de

Das Angebot gilt nur für Studierende der Studiengänge: Schauspiel, Sprechkunst, Figurentheater.

  • ANMELDUNG ERFOLGT ÜBER DIE STUDIENGANGLEITER*INNEN BIS 24.11.2020 (begrenzte Teilnehmer*innenzahl)

Workshop   

Der Weg zur Berufskarriere Chor inkl. Einzelcoachings

TERMIN: Teil 1: 11.01.2021 14–17 Uhr | Teil 2: Einzelcoachings nach Vereinbarung (begrenzte Plätze!)
ORT: Kammermusiksaal

INHALTE   
Es gibt in Deutschland mehr als achtzig Opernchöre, sieben Rundfunkchöre und zahlreiche freie Chöre.

  • Wo kann man die Stellenausschreibung dafür finden?
  • Was für eine Rolle spielt die ZAV?
  • Wie kann man sich für den passenden Chor entscheiden?
  • Was gibt es für Stellenmöglichkeiten?
  • Wie gestalte ich meine Bewerbung und was soll mein Lebenslauf aussagen?
  • In welchem Fach bewerbe ich mich und wie suche ich das richtige Repertoire dafür?
  • Braucht man als Chorsänger*in eine Website?
  • Wie präsentiert man sich beim Vorsingen?

Diese und viele andere Fragen werden im Rahmen dieses Workshops beantwortet.

DOZENTIN   
Zografia Maria Madesi, geboren und aufgewachsen in Athen, studierte Diplom Gesang und Master Oper an der HMDK Stuttgart. Sie arbeitet als freischaffende Konzertsängerin sowohl solistisch als auch im Chor. Schon während ihres Studiums konnte sie Erfahrungen mit dem Stuttgarter Kammerchor sammeln. Engagements führten sie u. a. zum Opernchor Stuttgart, dem Frankfurter Opernchor, dem MDR Rundfunkchor, dem BR Rundfunkchor und zum ChorWerk Ruhr. Mit dem Bayreuther Festspielchor verbindet sie eine regelmäßige Zusammenarbeit. Zografia Maria Madesi ist Gründerin des ChorResonanzRaum, einer Online-Plattform, die sich an Chorsänger*innen richtet.


Workshop   

Der große Irrtum: „Wenn die Qualität stimmt, kommt auch der Erfolg!“

TERMINE: Teil 1: 12.01.2021, 10–14 Uhr | Teil 2: 15.01.2021, 10–14 Uhr
ORT: Kammermusiksaal

INHALTE    

  • Hilfreiche und hinderliche Sichtweisen
  • Kriterien für erfolgreiche Kommunikation
  • Mut zum Profil
  • Ganz konkret: Ein Flyer, ein Plakat – wann funktioniert’s?
  • Zwei mal drei Stunden mit vielen Beispielen und Übungen


DOZENT   
Dieter Soldan (soldan kommuni­kation, grafik-design-konzept)
Dipl. Kommunikations-Designer, Magazinmacher, Werbekonzeptioner, Kommunikationstrainer. Gründer und Inhaber von soldan kommunikation (1998). Spezialisiert auf die Themen Bildung, Kultur, Soziales und Gesundheit. Gründer zwischenKunst e.V., Mitglied im Werkbund Baden-Württemberg, Vorstand Renate-Lingk Stiftung.


Workshop   

Das eigene Künstlerprofil stärken & kommunizieren

TERMIN: 1. Teil: 27.01.2021, 10–12:30 Uhr: Vortrag, 14–19:30 Uhr: Einzelcoachings (je Teilnehmer*in 30 Minuten) | 2. Teil: 28.01.2021, 14–17 Uhr: Präsentationen in der Gruppe
ORT: Online   

INHALTE    
Beim Musizieren erzählen Künstler Geschichten über sich und die Welt. Der Workshop soll Künstler*innen helfen, die eigenen Stärken zu erkennen und das künstlerische Profil zu schärfen. Die Anforderungen an (freischaffende) Künstler*innen reichen heutzutage weit über das reine künstlerische Schaffen hinaus. Die (Selbst-)Vermarktung über unterschiedlichste Medien und Plattformen sowie die Entwicklung innovativer Darstellungsformate fordert die Ausbildung breitgefächerter Kompetenzen. Zentral dabei ist die Entwicklung eines künstlerischen Profils, welches die Künstlerin oder den Künstler durch die konsequente Nutzung der eigenen Stärken einzigartig macht. Ein strategischer Reputations-Aufbau bietet Künstler*innen Möglichkeiten den eigenen Marken- und Marktwert zu steigern, sowie das eigene künstlerische Profil mittels verschiedener Formate plattformgerecht zu präsentieren. Es soll ein Grundverständnis für den Aufbau einer Marken- und Kommunikationsstrategie entwickelt werden. Der Fokus des Workshops liegt in der Auseinandersetzung mit der eigenen Künstlerpersönlichkeit.

DOZENT    
Manuel Dengler ist Intendant der Festspiele Mark Brandenburg. Er ist in dieser Position für die strategische Entwicklung des neuen Landesfestivals Brandenburgs und die Konzeption künstlerischer Projekte zuständig. 2016-2018 war er Geschäftsführer der Berliner Agentur even.aducated, die auf digitale Kommunikation im Kultursektor spezialisiert ist. Zudem ist er Gründer und Mitglied der Geschäftsleitung des Stuttgarter Musik und Medienproduktionsunternehmens NeckarTon. Unternehmenskunden sind z. B. die Wiener Philharmoniker, Christoph Eschenbach, das Radialsystem V, die ZAV Künstlervermittlung, verschiedene Konzerthäuser, Festivals und Künstleragenturen. Als Koproduzent und Projektmanager ist er unter anderem für den preisgekrönten Kino-Dokumentarfilm „Hello, I am David!“ über den Pianisten David Helfgott mitverantwortlich. Manuel Dengler ist Dirigent und künstlerischer Leiter des Residenzorchesters Mark Brandenburg.

ONLINE-ANMELDUNG BIS 19.01.2021