Wintersemester 2022/23

Workshops

SCHAUSPIELEN AN DER SCHNITTSTELLE ZUR REALITÄT.
WIRKEN IM ÖFFENTLICHEN RAUM: ÜBER DIE KUNST DES SCHAUSPIELENS ZWISCHEN FELDFORSCHUNG, SOZIALEM PROZESS UND AKTION

Termin    05.10.2022, 20–22 Uhr
ORT    Raum: 6.57

INHALTE    Die künstlerisch-handwerklichen Fachkenntnisse stehen im Studium oft an erster Stelle, wenn man an den begleiteten oder eigenständigen Arbeiten wachsen soll. Die Realität auf den Arbeitsmärkten erfordert aber mehr und mehr weitere Kenntnisse, neue Positionen, starke Haltungen, um sich mit dem erlernten Beruf neugierig und produktiv zu behaupten und zu entwickeln. Nicht allein die Frage ist entscheidend, ob Hochschulabsolvierende ihr hochwertiges Fachstudium ihrem Publikum unter Beweis stellen können. Entscheidend ist, wie sehr sie es schaffen, ihre spezifischen künstlerischen Fähigkeiten in gemeinschaftliche Projekte mit tatsächlich gesellschaftlicher Relevanz einzubringen. Das klingt sehr idealistisch. Wie der Weg dorthin aussehen kann, dazu stellt sich Stefan Nolte mit anschaulichen Fallbeispielen und konkreten Projektbeschreibungen den Fragen der Studierenden.

DOZENT    Stefan Nolte arbeitete nach seinem Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg zunächst vorwiegend an institutionellen Theatern wie u. a. am Staatsschauspiel Dresden, Nationaltheater Mannheim, Schauspiel Stuttgart, ehe er seinen Schwerpunkt auf freie Projekte entwickelte. Als Mitgründer des Theater Provinz Kosmos e.V. realisierte er großformatige theatrale Recherchen mit Schauspieler*innen, Zeitzeug*innen, Musiker*innen und Chören, u. a. im stillgelegten Bitterfelder Kulturpalast und auf dem ehemaligen V2-Forschungsgelände in Peenemünde. Mit poetisch-politischem Blick auf die Wirklichkeit entwickelt er mit dem Kollektiv Recherchepraxis seit 2016 Projekte, in denen Recherche als Praxis und Methode Ausgangspunkt für grenzüberschreitende und kollektive Theaterarbeit im öffentlichen Raum ist. Seine Stadtprojekte, Dramatisierungen und ortsspezifischen Stückentwicklungen erhielten auch mit Preisen und Nominierungen viel Beachtung, etwa „Heimat unter Erde“ mit dem Theater Dortmund oder das Projekt Grafeneck mit dem Theater Freiburg.
Seit 2005 realisiert er interdisziplinäre Musiktheaterprojekte in Zürich, wo er auch zur „Disembodied Voice“ künstlerisch forschte.
Lehrtätigkeiten u. a. am Institut für Theaterwissenschaften der Freien Universität Berlin, an der Hochschule Düsseldorf, an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und am ISFF (Institut für Schauspiel-, Film- und Fernsehberufe Berlin).

Der Workshop richtet sich ausschließlich an Studierende des Studiengangs Schauspiel, Figurentheater und Sprechkunst.
Die Anmeldung erfolgt bis zum 4. Oktober bei Frederik Zeugke unter:
» frederik.zeugke(at)hmdk-stuttgart(dot)de


DIE EIGENE KÜNSTLERBIOGRAFIE SCHREIBEN

Termin     26.10.2022, 15–17 Uhr
ORT     Raum: 8.34
 
INHALTE    Wie stelle ich mich über die eigene Biografie als Künstler*in vor? Zu welchem Zweck und für wen verfasse ich meine Biografie? Wie reflektiere ich meinen bisherigen Werdegang angemessen? In welchem Umfang und in welcher Form präsentiere ich mich schriftlich selbst? Wie reduziere ich dabei aufs Wesentliche? Und wo ist beim Verfassen der Biografie Raum für Kreativität?
Aus den Blickwinkeln von Künstler*innen, Veranstaltern, Agenturen und Publikum gibt der erste Teil des Workshops Antworten auf diese und weitere Fragen, die sich beim Verfassen der eigenen Künstlerbiografie unumgänglich stellen. Im zweiten Teil des Workshops beginnen die Workshopteilnehmer*innen mit dem Verfassen der eigenen Künstlerbiografie. Über das Geschriebene wird sich zum Schluss des Workshops gemeinsam ausgetauscht.

DOZENTIN    Magdalena Anna Skupin ist Geigerin, Konzertpädagogin und Musikvermittlerin. Sie betreute das Educationangebot der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie für Gesang, Dichtung, Liedkunst e.V. Stuttgart, für die sie von 2017 bis 2022 in den Bereichen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Publikationen tätig war. Sie ist Lehrkraft im Fach Violine an der Musikschule im Schloss in Bietigheim-Bissingen und arbeitet freischaffend als Musikerin und Konzertpädagogin. Magdalena Anna Skupin studierte Violine an der HMDK Stuttgart und der Listaháskóli Íslands in Reykjavík sowie Musikvermittlung und Konzertpädagogik an der Universität Augsburg. Darüber hinaus absolvierte sie ein Redaktionsvolontariat beim Helbling Verlag Esslingen.

ONLINE-ANMELDUNG BIS 19.10.2022


GEMA Basics
Aufbau und Services der GEMA

TERMIN     27.10.2022, 10–13 Uhr
ORT    Online

INHALTE    In der GEMA haben sich über 85.000 Musikschaffende zusammengeschlossen. Als Verwertungsgesellschaft vertritt die GEMA weltweit die Ansprüche ihrer Mitglieder auf Vergütung, wenn deren urheberrechtlich geschützten Musikwerke genutzt werden.
Die GEMA leistet nicht nur Beiträge für kulturelle und soziale Zwecke, sondern engagiert sich darüber hinaus im politischen Raum für die Interessen ihrer Mitglieder und bietet ihnen ein attraktives Mitgliederprogramm. Von der Lizenz für Musiknutzungen bis hin zur Verteilung von Tantiemen – der Tätigkeitsbereich der GEMA ist vielfältig.
Im Format GEMA Basics wird nützliches Wissen über den Aufbau der GEMA, die Rechtewahrnehmung und Aspekte der Mitgliedschaft, wie Online-Services oder das Mitgliederprogramm vermittelt. Zusätzlich wird es Einblicke in die Lizenzierung von Musiknutzungen geben. Die Teilnehmenden werden die Möglichkeit haben, ihre Erfahrungen und Fragen zu teilen, gemeinsam Lösungsansätze zu finden, um so einen nachhaltigen Mehrwert für alle Beteiligten zu schaffen.

DOZENT*INNEN Tanja Jörg ist seit 1993 in unterschiedlichen Bereichen der GEMA tätig, derzeit in der Geschäftsstelle Wiesbaden in der Abteilung „Sonstige Vereine, Bildung und Gesundheit“. Dort ist Sie vor allem für die Lizenzierung von Musiknutzungen in Bildungseinrichtungen bundesweit zuständig.

Manuel Westermann ist seit 2022 bei der GEMA beschäftigt und im Bereich Mitglieder Relationship unter anderem für die Weiterentwicklung des Mitgliederprogramms sowie die Kommunikation mit neuen Mitgliedern zuständig. Nach seinem Studium der Populären Musik und Medien an der Universität Paderborn absolvierte er den Popkurs Hamburg, die Celler Schule und ist seit vielen Jahren als Sänger und Songwriter aktiv.

ONLINE-ANMELDUNG BIS 25.10.2022

Nach Anmeldung erhalten Sie spätestens einen Tag vor der Veranstaltung die Zugangsdaten für die ZOOM-Veranstaltung.


STEUER- UND ABGABEPFLICHTEN FÜR KÜNSTLER*INNEN 1
EINKOMMENSSTEUER

TERMIN     02.11.2022, 10–13 Uhr
ORT     Raum: 8.34

STEUER- UND ABGABEPFLICHTEN  FÜR KÜNSTLER*INNEN 2
UMSATZSTEUER

TERMIN     09.11.2022, 10–13 Uhr
ORT    Raum: 8.34

SOZIALVERSICHERUNGEN UND KÜNSTLERSOZIALVERSICHERUNG (KSK)
(siehe auch weiter unten)

TERMIN     16.11.2022, 10–13 Uhr
ORT    Raum: 8.34

INHALTE     Das Seminar ist in drei Teile gegliedert. Die Vorträge verschaffen einen allgemeinen Überblick über das umfangreiche Thema Steuern und soziale Absicherung freiberuflicher Künstler*innen. Hierbei wird, neben den für Unternehmen relevanten Steuerarten, auch ein Blick auf die private Steuerpflicht gerichtet. Die wesentlichen Steuerarten werden vorgestellt. Es wird auf wichtige Rechte und Pflichten im Steuer- sowie Sozialversicherungsrecht hingewiesen.  
Teil I des Seminars beschäftigt sich im Wesentlichen mit den Steuern für Existenzgründer*innen, der Schwerpunkt liegt auf der Einkommensteuer. Ganz praktisch werden die  Steuererklärungen und eine kleine Gewinnermittlung für eine Personengesellschaft und eine*n Musiker*in erstellt.
Teil II des Seminars beschäftigt sich mit der Umsatzsteuer und den Abgabepflichten bei umsatzsteuerpflichtigen Unternehmern. Es werden eine USt-Voranmeldung und USt-Erklärung sowie eine Gewinnermittlung für eine umsatzsteuerpflichtige Band bzw. Ensemble erstellt.
Teil III des Seminars beschäftigt sich mit der sozialen Absicherung der freiberuflichen Künstler*innen durch die Künstlersozialkasse. Es werden Voraussetzungen, Vorteile und Anzeigepflichten erläutert. Auch die Künstlersozialabgabe für die Inanspruchnahme der künstlerischen Fremdleistungen wird besprochen.

DOZENTIN     Oksana Finkel absolvierte eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten. Im Jahr 2012 wechselte sie in die Kanzlei Krauß, Friedrich und Partner in Stuttgart und studierte an der Dualen Hochschule Stuttgart das Fach Steuern und Rechnungslegung. Nach ihrem Masterstudium legte sie die Steuerberaterprüfung ab und arbeitet seitdem als Steuerberaterin in der Partnerschaft. In der Kanzlei ist sie für die Betreuung von Mandant*innen aus der Musikwirtschaft zuständig. Seit 2015 hält Oksana Finkel zusätzlich Vorträge in Fächern Steuern und Künstlersozialversicherung an zwei Musikhochschulen.

ONLINE-ANMELDUNG jeweils eine Woche vor der Veranstaltung


URHEBERRECHT FÜR KREATIVSCHAFFENDE FÜR STUDIERENDE UND LEHRENDE     

TERMIN     15.11.2022, 16–19 Uhr
ORT    Raum: 8.34

INHALTE    Am Thema Urheberrecht kommt man im Bereich der Kreativwirtschaft kaum vorbei. Ob Texte, Grafiken, Fotos, Filme oder Softwarecode. Viele Arbeitsergebnisse von kreativen Schaffensprozessen sind urheberrechtlich geschützt. Daher sind sowohl für die Kreativen selbst, aber auch diejenigen, die solche urheberrechtlich geschützten Werke nutzen wollen, Grundkenntnisse des Urheberrechts dringend erforderlich. Im Workshop „Urheberrecht für Kreativschaffende“ gibt Rechtsanwalt Nico Arfmann einen umfassenden Überblick über das Urheberrecht. Dabei werden anhand von konkreten Beispielen aus der Praxis die wesentlichen Regelungen erläutert und Wege aufgezeigt, um die wirtschaftliche Verwertung von Urheberrechten abzusichern.

DOZENT     Rechtsanwalt Nico Arfmann, der bereits während seines Studium über mehrere Jahre Chefredakteur einer Kieler Onlinezeitung war, ist Geschäftsführer der Wirtschaftsrechtskanzlei ARFMANN Rechtsanwälte aus Karlsruhe. Seine Tätigkeitsschwerpunkte sind das IT-Recht, das Gesellschaftsrecht und der Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes. Nico Arfmann ist Fachanwalt für IT-Recht.

ONLINE-ANMELDUNG bis 08.11.2022


DEINE EIGENE WEBSITE (MIT WORDPRESS)
PRAXISBEZOGENE ANLEITUNG FÜR DEINEN PERSÖNLICHEN INTERNETAUFTRITT

Der Workshop richtet sich an Studierende, die noch keine eigene Website haben!

TERMIN    19.11.2022, 9–18 Uhr
ORT    Raum: 8.34

INHALT    2 Sekunden – länger hast du nicht, um mit deiner Website zu überzeugen. Ein kurzer Moment entscheidet, ob und wie du und deine Marke wahrgenommen werden, denn 90 % unserer Entscheidungen treffen wir intuitiv. Dabei spielen viele Faktoren gleichzeitig eine Rolle: Navigation, Inhalt, Design, Farben – und vieles mehr. In meinen praxisbezogenen Workshop führe ich dich Schritt für Schritt zur eigenen Website mit WOW-Effekt. Ich verrate dir Geheimzutaten, wie deine neue Website ein Besuchsmagnet wird.  Ziel des Workshops ist eine komplette eigene Website zu erstellen, die im Anschluss mit eigenen Inhalten ergänzt und weiterentwickelt werden kann.

Folgende Inhalte werden im Workshop behandelt:

  • Markenstil (Einführung: Psychologie der Farben, Bilder & Schriften)
  • WordPress & Co (Grundinstallation)
  • Themes & Pagebuilder (Designvorlagen und Anpassung)
  • Menü & Grundeinstellungen (Struktur der Website)
  • Seiten & Beiträge (Content is King)
  • Impressum, Datenschutz & Kontakt (DSGVO)
  • Cookie-Warnung & andere Plugins (Sicherheit & Technik)
  • Wir brauchen einen eigenen Laptop, ggf. eigene Bilder, Videos und / oder Audiofiles, einen Provider und eine Internetadresse. Wir arbeiten mit dem CMS WordPress. (Infoblatt zur Vorbereitung nach Anmeldung)

DOZENTIN    Birgit Kropp ist Journalistin, Webdesignerin & Dozentin. Nach einem Germanistik/Romanistik-Studium in Heidelberg arbeitete sie 14 Jahre als Nachrichten- und Onlineredakteurin bei einem landesweiten Radiosender, danach als Dozentin für Medien & Kommunikation an einer privaten Hochschule bis sie sich 2008 mit einer eigenen Agentur für Kommunikation & Webdesign KROPPMEDIAGROUP selbständig machte. Ihre Kund*innen sind neben Radiosendern und Hochschule vor allem Ärzt*innen, Psycholog*innen, Unternehmensberatungen, Coaches und Künstler*innen. Darüber hinaus bietet sie Workshops & Coachings zu den Themen „Markenstil“, „Websiteerstellung“ & „Websiteanalyse“ an.
 
ONLINE-ANMELDUNG bis 10.11.2022


DAS EIGENE KÜNSTLERPROFIL STÄRKEN UND GESTALTEN
Ein- und Ausblicke auf den Beruf als Musiker*in
Workshops, Vorträge und Diskussionen in Kooperation mit dem Streicher-Institut

Termin    27.11.2022
ORT    OPR

Der gesellschaftliche Wandel fordert die klassischen Institutionen und seine Musiker*innen heraus. Veränderte Rahmenbedingungen verlangen nach neuen Formaten, Kanälen und Zielgruppen. Welche neuen Perspektiven und Anforderungen ergeben sich daraus für die Musiker*innen von heute und morgen?
Ziel der Veranstaltungen ist es, die verschiedenen Anstellungsverhältnisse und Berufsperspektiven von Musiker*innen aufzuzeigen. Wie kann ich mein eigenes Künstlerprofil eigenständig gestalten? Wie positioniere ich mich im aktuellen Markt? Welche erweiterten Qualifizierungen sind notwendig? Wir haben drei Expert*innen eingeladen, ihre Erfahrungen und Sichtweisen in Form von Workshops und Vorträgen und Diskussionen einzubringen.
 
ABLAUF
10:30–12 Uhr Workshop I     
Freiberuflichkeit als Musiker*in mit Johanna Staemmler
(Musikerin und Pädagogin)

Mittagspause mit Snacks und Getränken

13–14:30 Uhr Workshop II     
„Classical Futures“ mit Jonathan Pengl
(Kulturmanager, Geschäftsführer  TONALiSTEN, Leitung von Tonali Bühnenakademie)

Kleine Kaffeepause

15–16:30 Uhr Workshop III    
Vielfältig, kreativ, aktiv mit Simone Riniker Maier (Musikerin und Pädagogin)
Pädagogik, Musikvermittlung und eigene künstlerische Tätigkeit im Einklang

17–18 Uhr Diskussionsrunde
Abschlussrunde mit Martin Funda, Simone Riniker Maier und Jonathan Pengl und allen Teilnehmer*innen der Workshops

Moderation:
Prof. Martin Funda (Professor für Violine, HMDK Stuttgart)
Simone Enge (Career Service, HMDK Stuttgart)

WORKSHOP I
FREIBERUFLICHKEIT ALS MUSIKER*IN

10:30–12 Uhr, OPR
     
INHALT     Die Freiberuflichkeit bringt in der Musikbranche viele Vorteile aber auch einige Herausforderungen mit sich. Dem künstlerischen Aspekt dieser Herausforderungen widmet sich Johanna Staemmler in diesem Workshop; er bietet die Möglichkeit die Chancen aber auch die Hürden einer freiberuflichen Laufbahn in der klassischen Musikszene näher kennen und einschätzen zu lernen. Welche individuellen und künstlerischen Aspekte helfen mir auf meinem beruflichen Weg? In diesem interaktiven Workshop wird: - die Struktur der freiberuflichen Szene vorgestellt – Über „Marken“ und deren Rolle diskutiert – Das „perfekte Programm“ gefunden – Gemeinsam über Zielsetzung und Karriere-Goals gesprochen – Über das Finden und Folgen von authentischen Werten und Wegen reflektiert Auf individuelle Fragen wird im Kurs sehr gern eingegangen.

DOZENTIN    Johanna Staemmler, 1987 in Berlin geboren, erhielt im Alter von fünf Jahren ihren ersten Violinunterricht. 2004 wurde sie als Jungstudentin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin angenommen und studierte dort seit 2007 in der Violinklasse von Prof. Stephan Picard. Ihre Solo-Studien wurden ergänzt durch Zusatzstudien in den Fächern „Kammermusik“ und „Historische Aufführungspraxis“. Die intensive Beschäftigung mit Kammermusik wurde unterstützt durch die Mentoren Prof. Eberhard Feltz, den Mitgliedern des Artemis Quartetts, Prof. Günter Pichler, Prof. Antje Weithaas sowie Prof. Tabea Zimmermann. Mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin debütierte sie unter der Leitung von Michail Jurowski. Seit dem Gewinn des ersten Preises und zahlreichen Sonderpreisen beim ARD-Wettbewerb in München 2012 gastiert Johanna Staemmler mit dem Armida Quartett bei namhaften Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Rheingau Musik Festival. Das Album „Mozart-Vol. IV“ erhielt 2022 den renommierten OPUS Klassik in der Kategorie „Kammermusikeinspielung“. Im Rahmen ihrer kammermusikalischen Tätigkeit musiziert Johanna Staemmler mit namhaften Musikern wie Jörg Widmann, Tabea Zimmermann, Kit Armstrong und Martin Fröst. Seit 2012 unterrichtet Johanna Staemmler regelmäßig, gibt internationale Meisterkurse und ist Jurymitglied bei diversen Musikwettbewerben. Sie leitet ein selbstkonzipiertes innovatives Kammermusikseminar (derzeit an der Hochschule für Musik Bremen) und unterrichtet ab Oktober 2022 als Gastprofessorin an der Universität der Künste Berlin. Johanna Staemmler ist Gründungsmitglied des Armida Quartetts.

ANMELDUNG BIS SPÄTESTENS 17.11.2022

WORKSHOP II
CLASSICAL FUTURES

13–14:30 Uhr, OPR

INHALT    Was heißt es, heute und in Zukunft Musiker*in zu sein? Welche Fähigkeiten und Kompetenzen brauchen Nachwuchskünstler*innen, um sich auf einem freien Kulturmarkt zu etablieren und zu behaupten? Im Workshop wagen wir einen Blick auf aktuelle Entwicklungen und Trends im Bereich der Klassischen Musik und erarbeiten Strategien und Handlungsfelder für den Aufbau einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Musiker*innen-Karriere.

DOZENT     Jonathan Pengl ist Geschäftsführer der gemeinnützigen TONALiSTEN Agentur und Leiter der TONALi Bühnenakademie. Er hat an der Berliner UdK Cello studiert und anschließend einen Kulturmanagement-Master in Hamburg absolviert. Jonathan war bereits für PODIUM Esslingen und das Hamburger Ensemble Resonanz tätig und beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit Innovationsprozessen im Bereich der Klassischen Musik.

ANMELDUNG BIS SPÄTESTENS 17.11.2022

WORKSHOP III
VIELFÄLTIG, KREATIV, AKTIV
PÄDAGOGIK, MUSIKVERMITTLUNG UND EIGENE KÜNSTLERISCHE TÄTIGKEIT IM EINKLANG

15–16:30 Uhr, OPR

INHALT    Ich bin offen und neugierig, selbstständig und eigenverantwortlich, entdecke unentwegt Neues. Ich mag Kinder, bin flexibel und motiviert, vermittle gerne meine Begeisterung für Musik. Wie kann ich mein Berufsleben abwechslungsreich gestalten? Welche Möglichkeiten gibt es? Woran muss ich denken? Diese und viele weitere Fragen wollen wir gemeinsam erörtern und beleuchten. Ich freue mich auf Ihre Ideen und einen lebhaften Austausch mit Ihnen!

DOZENTIN     Simone Riniker Maier wurde in Basel geboren und wuchs in einer Musikerfamilie auf. Mit fünf Jahren erhielt sie bei Cécile Guéneux in Basel den ersten Geigenunterricht. Mit 17 Jahren wechselte sie in die Klasse von Riza Yildiz, Freiburg im Breisgau. Nach dem Abitur begann sie ihr Studium an der Musikhochschule Trossingen bei Prof. Federico Agostini, das sie mit dem Konzertexamen abschloss. Zahlreiche Meisterkurse und Wettbewerbe im In- und Ausland sowie eine rege Kammermusiktätigkeit begleiten ihren Werdegang. Simone Riniker Maier war von 1997–2003 Mitglied im Münchener Kammerorchester und spielte regelmäßig beim SWR Symphonieorchester und den Bambergern Symphonikern. Seit September 2015 leitet sie den Fachbereich Streicher an der Stuttgarter Musikschule und ist seit 2021 Dozentin für Didaktik und Methodik an der HMDK Stuttgart.
 
ANMELDUNG BIS SPÄTESTENS 17.11.2022

DISkUSSION
17–18 Uhr, OPR    
Abschlussrunde mit Martin Funda, Simone Riniker Maier und Jonathan Pengl und allen Teilnehmer*innen der Workshops.

Für die Abschlussrunde ist keine Anmeldung erforderlich.
Eine Veranstaltung des Career Service in Kooperation mit dem Streicher-Institut


NEUE KONZERTFORMATE UND NEUE PERFORMATIVE MODELLE IN DER KLASSISCHEN MUSIK

TERMIN     05.12.2022, Vortrag für alle: 10–13 Uhr
ORT    Raum: 8.35
    06.12.2022: Einzelberatungen: jede*r Teilnehmer*in
    am Vortrag erhält jeweils eine halbstündige Einzelberatung,        
    zwischen 11–17 Uhr, Raum: 8.34

INHALTE     Neue Konzertformate im Bereich der klassischen Musik finden immer größeren Zuspruch und schaffen Raum für einen neuen Markt. Es werden Publikumssituationen verändert, neue Inhalte und Narrative geschaffen oder die Grenzen zu den verschiedenen anderen Disziplinen überschritten. Viele erfolgreiche Beispiele machen in vielen Städten auf sich aufmerksam. Dieses Seminar gibt einen umfangreichen Überblick über derartiges Konzertgeschehen, Denkanstöße, Diskussionsmöglichkeiten und Gruppenarbeiten zur Erarbeitung neuer Konzepte. Alternative Spielstätten, adaptierte Publikumssituationen, Genre-Crossing und Interdisziplinarität, szenische Produktionen, Installationen, Verwendung von High-Tech etc.

DOZENT     Andreas Vierziger arbeitet als künstlerischer und strategischer Berater im Musikbereich und kooperiert international mit Festivals, Konzertveranstaltern, Orchestern, CD-Labels, Bildungseinrichtungen und anderen Institutionen. Ehemals Artist Manager war er für mehrere renommierte Musiker*innen und GRAMMY Preisträger*innen verantwortlich. Als gefragter Referent wurde er an weltweit renommierte Universitäten eingeladen, unter vielen anderen die Paris-Sorbonne, Tokyo University for the Arts, Helsinki Sibelius Akademie, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo er einen Lehrauftrag inne hat. Er war im Vorstand der Camerata Salzburg und Juror in mehr als 20 internationalen Musikwettbewerben, darunter etwa der Internationale Johannes Brahms-Wettbewerb in Österreich, Fulbright Concerto Competition in den USA und Karol Szymanowski International Music Competition in Polen.

ONLINE-ANMELDUNG BIS 24.11.2022


CROWDFUNDING / GRÜNDEN MIT DER CROWD

TERMIN     14.12.2022, 16–18 Uhr
ORT    Online (Sie erhalten die Zugangsdaten nach Anmeldung)

INHALTE     Crowdfunding ist eine Möglichkeit der privatwirtschaftlichen Finanzierung, welche weitaus mehr Vorteile bietet als nur das Geld. Insbesondere bei Akteur*innen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft hat sich Crowdfunding als beliebtes Instrument zur Marktvalidierung und Vorfinanzierung etabliert. Gute Kampagnen erzeugen Aufmerksamkeit, helfen, Netzwerke aufzubauen und bieten wertvolles Feedback. Doch 59,6 % der Kampagnen scheitern! Oftmals fehlt eine gut geplante Vorbereitungsphase und das relevante Know-How. Erfahren Sie in diesem Workshop, wie Sie Crowdfunding für Ihr Projekt nutzen können. Lernen Sie von Best Practise Beispielen und erhalten Sie wertvolle Tipps und Tricks.
Programmschwerpunkte:

  • Wie funktioniert Crowdfunding und wie kann ich dies für mein Projekt nutzen?
  • Wie unterscheiden sich die Crowdfunding Arten und Plattformen?
  • Was gibt es bei der Umsetzung zu beachten?
  • Dos and Don´ts bei der Kampagnen-Vorbereitung.

DOZENTIN    Nisha di Giorgio (M.Sc. Management) ist zertifizierte Crowdfunding Spezialistin und Gründerin des Unternehmens HalloCrowdfunding. Sie ist als Crowdfunding Beraterin und Referentin in Baden-Württemberg und darüber hinaus tätig. Zudem ist sie Startup Coach an der Hochschule der Medien in Stuttgart und begleitet dort Studierende und EXIST-Stipendiat* innen bei ihrem Weg in die Gründung.

ONLINE-ANMELDUNG BIS 7.12.2022


Einführung in die audiovisuelle Bewerbung
Workshop für e-Casting / about-me / Showreel für Studierende des Studiengangs Schauspiel, Figurentheater und Sprechkunst

TERMINE     01.02.2023 und 08.02.2023, jeweils von 16–20 Uhr
ORT     Raum: 6.57

INHALTE     Junge Künstler*innen wollen und sollen bei vielen Casting-Anfragen für unterschiedliche Medien und Ziele „ein Bild von sich“ abgeben. Das eigene Wesen, die besonderen Fertigkeiten und diverse Einsatzmöglichkeiten sind gefragt. Eigene „About me“-Beiträge oder ein Mix von aussagekräftigen Arbeitsproben sollen überzeugen. Und das Ganze meist unter Zeitdruck. Wie kann ich selbst mit „Bordmitteln“ geeignetes Material herstellen? Die Kamera z. B. vom eigenen Smartphone effektiv nutzen? Schon in der Vorbereitung sicherer werden und technische Fehler vermeiden? Wie sollte ich das Material selbst zusammenstellen, schneiden, bearbeiten und nachträglich optimieren? Der Kurs ist auf Bedürfnisse von Schauspielstudierenden ausgerichtet. Diese sollten mit eigenem, möglichst bereits aktualisiertem Smartphone kommen, um die praktischen Übungen direkt durchführen zu können. Als konkrete Übung zur Bearbeitung von Videos ist die freie Version des Programms Blackmagic DaVinci Resolve zu empfehlen.

DOZENT     Robert Seidel arbeitet seit über 20 Jahren an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart, seit 2019 exklusiv für die Junge Oper im Nord (JOiN) im Bereich Videodesign. Unter dem eigenen Label robertdevideo ist er freischaffend tätig im Bereich Videodesign, Fotografie und Film u. a. für Fernsehen (Bonito TV – „Die Harald Schmidt Show“), Werbung (Engenhart * Bureau for design), Film („Vorstadttiere“) und als Live-Video­operator (u. a. für Eric Gauthier). Als Honorardozent lehrt er jüngst auch an der DHBW Stuttgart im Bereich Medien, Kommunikation& Vertrieb.

Der Workshop richtet sich ausschließlich an Studierende des Studiengangs Schauspiel, Figurentheater, Sprechkunst. Die Anmeldung erfolgt
bei Frederik Zeugke unter: » frederik.zeugke(at)hmdk-stuttgart(dot)de bis zum 15. Januar 2023.

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Studierende begrenzt.


EINZELBERATUNGSANGEBOTE
NOCH BIS ENDE 2022:
EINZELBERATUNGSANGEBOTE BEI EXPERT*INNEN MÖGLICH!

Neben der Beratung im Career Service haben Studierende der HMDK Stuttgart in 2022 die außergewöhnliche Möglichkeit, Einzelstunden bei Expert*innen zu verschiedenen Themen zu buchen. Pro Student*in sind bis zu drei unterschiedliche Beratungen à eine Stunde möglich und für Sie kostenlos.
Bei Interesse melden Sie sich bei mir und ich vermittle die Beratungsstunde unter: » simone.enge(at)hmdk-stuttgart(dot)de

Hier die Expert*innen:

Birgit Gebhard
für die Themen:
Wie schreibe ich einen Kosten- und Finanzierungsantrag?
Wie sieht die Förderlandschaft aus?
Welche Förderungen kommen für mein Projekt in Frage? usw.

Lehner  
arbeiten seit 2017 als „The Real Office. Kunst + Realität“ (RO) in Stuttgart und Salzburg. Über die Arbeit als Produktionsbüro für unterschiedliche Künstler*innen, Gruppen und Institutionen hinaus, kuratiert und realisiert RO eigene Projekte und Ausstellungen. RO haben im Bereich angewandtes Kulturmanagement an den Universitäten Salzburg und Mozarteum unterrichtet sowie Workshops für s:coop in Saarbrücken und KUBUZZ in Stuttgart geleitet.

ANDREAS VIERZIGER
für die Themen:
Karriereplanung, Strategie und Selbstmanagement, Sonderprojekte und neue Konzertformate, Materialien für Künstler*innen (Website, Biografie, Fotos, Videos, etc.), Branding und Positionierung, Vertragsfragen zu Engagements

MANUEL DENGLER
für die Themen:
Künstler*innenprofil, Künstlerisches Konzept, Kommunikationsstrategie, Social Media Marketing, Förderanträge
Sprachen: deutsch und englisch

Manuel Dengler ist als Intendant der Branden­burger Festspiele seit 2018 für die strategische Entwicklung und die Konzeption künstlerischer Projekte zuständig. 2016–2018 war er Geschäftsführer der Berliner Agentur even.aducated, die sich auf digitale Kommunikation im Kultursektor spezialisierte. Zudem ist er Mit-Gründer des Stuttgarter Musik- und Medienproduktionsunternehmens NeckarTon. Kunden der Unternehmen sind z.B. die Wiener Philharmoniker, Christoph Eschenbach, das Radialsystem V, die ZAV Künstlervermittlung, verschiedene Konzerthäuser, Festivals und Künstleragenturen. Als freischaffender Dirigent und Konzertdesigner arbeitet Manuel Dengler regelmäßig mit Kulturbetrieben im In- und Ausland zusammen. Darüber hinaus ist er als Speaker und Dozent an verschiedenen Hochschulen und Universitäten aktiv. Als Juror engagiert er sich bei der Vergabe von Stipendien u.a. für den Deutschen Musikrat.