Domnick-Cello-Wettbewerb 2022

    Der Wettbewerb fand in der Zeit vom 3. bis 8. April 2022 in Stuttgart statt.
    Zugelassen zum Wettbewerb waren alle Cellist*innen bis 32 Jahre.

    Gewinnerin des Domnick-Cello-Preises 2022:
    Rebecca Krieg

    Rebecca Krieg wurde 1995 in Öhringen geboren und bekam mit sechs Jahren ihren ersten Cellounterricht bei Konstanze Liebeskind. 2011 gewann Sie den Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" im Celloduo. Während ihres Abiturs begann sie ein Vorstudium bei Laszlo Fenyö an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Dort begann sie 2013 ihr Bachelorstudium und studiert seit 2018 im Master bei Konstantin Heidrich. Sie belegte Meisterkurse bei Peter Bruns, David Geringas und Lea Rahel Bader. Darüber hinaus ist sie langjährige Stipandiatin bei Live Music Now und seit 2022 auch bei der Paul-Hindemith-Gesellschaft in Berlin. Rebecca Krieg ist seit 2020 Mitglied des Balthasar-Neumann-Ensembles. Sie spielt ein Violoncello von Giuseppe Testore von 1707 („Domnick-Cello“ aus der Landessammlung Baden-Württemberg).

    Die Förderpreise der Gesellschaft der Freunde gingen an:
    Nicola Pfeffer & Mon-Puo Lee

    Nicola Pfeffer wurde 1998 geboren und wuchs in Tübingen auf. Dort begann sie mit sieben Jahren ihren Cellounterricht bei Joseph Hasten an der Musikschule Tübingen. Währen ihres Abiturs im Hochbegabtenzug des Uhlandgymnasiums Tübingen begann sie 2014 ihr Jungstudium an der HMDK Stuttgart. Ein Jahr später schloss sie das Abitur ab und begann ihr Bachelorstudium an der HMDK bei Prof. Conradin Brotbek. 2016 erhielt sie den 1. Preis und den Sonderpreis beim Prix „Edmond Baert“ in Brüssel, sowie 2019 den 1. Preis beim Kammermusikwettbewerb „CMCET“ in Alnuero, darüber hinaus war sie bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben erfolgreich und war Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben, bei Live Music Now Stuttgart und der Bruno-Schuler Stiftung. Nachdem sie ihren Bachelor 2021 mit Bestnote abschloss, begann sie an der Züricher Hochschule der Künste ihr Masterstudium bei Prof. Thomas Grossenbacher. Ab 2022 ist sie Akademikerin beim Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks. Nicola Pfeffer spielt ein Cello „Francesco Ruggiero anno 1680“ aus der Landessammlung Baden-Württemberg.

    Mon-Puo Lee wurde 1993 in Madrid, Spanien, geboren und entdeckte, als Kind in einer Taiwanesischen Künstlerfamilie, sehr früh das Cello für sich. Er studierte an der Escuela Superior de Música Reina bei Natalia Shakhovskaya und Ivan Monighetti und setzte sein Masterstudium bei Prof. Jens Peter Maintz in Berlin fort, wo er heute auch lebt. Er war bisher in mehreren internationalen Wettbewerben sehr erfolgreich, so erhielt er unter anderem den 1. Preis des VII. Karl Davydov Wettbewerbs und des Pedro Bote Wettbewerbs sowie 2019 den 5. Platz im Schoenefeld Wettbewerb in Harbin (China). Er spielte bereits mit Guy Braunstein, Vilde Frang, Clara Jumi Kang, und Andreas Ottensamer, zurzeit ist er Cellist des Kelemen Quartetts und arbeitet regelmäßig mit dem Stegreif Orchester zusammen. Mon-Puo Lee ist sehr interessiert an Neuer Musik und nahm im letzten Jahr Scenes from a Movie, Part 1 von Earl Kim (1920-1998) und  The Seventh Dream (1986) sowie Turieadh von James Mac Millan (*1959) auf. Diesen Sommer wird er beim Yellow-Barn Festival in Vermont Kompositionen von Jörg Widmann und Stephen Coxe spielen.

    Sebastian Triebener wurde 2001 in Tübingen geboren und spielt seit seinem zehnten Lebensjahr Cello. Bei Prof. Peter Buck nahm er ab 2015 Privatunterricht. 2019 begann er sein Musikstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen bei Mario de Secondi. Mittlerweile studiert er an der HMDK Stuttgart bei Prof. Conradin Brotbek.

    Giacomo Cardelli wurde 1994 in Ferrara, Italien, geboren. Er schloss 2013 sein Cellostudium bei Luca Simoncini ab und hatte während dieser Zeit auch Unterricht bei Enrico Dindo und Giovanni Gnocchi. Er erhielt den 1. Preis in mehreren nationalen und internationalen Wettbewerben und spielt seit seinem 12. Lebensjahr sowohl als Solist, als auch als Kammermusiker in Italien und dem Ausland. Cardelli arbeitete bereits mit mehreren Orchestern zusammen, unter anderem OSI, Opera di Nizza, Orchestra di Padova und Veneto, Orchestra Teatro Carlo Felice of Genova, sowie mit verschiedenen Musikern, wie Vladimir Verbitsky, Francesca Dego, Gyorgy Rath und Wayne Marshall. Er spielt regelmäßig im Philharmonischen Orchester Turin, im Orchester der Italienischen Schweiz, als stellvertretender Stimmführer im Orchester des Teatro Regio di Torino und als Stimmführer im J. Haydn Orchester.

    Die vielseitige Künstlerin Clara Franz wurde 1994 in Rostock geboren und lebt derzeit in Frankfurt am Main. Clara studierte Violoncello als künstlerisches Hauptfach an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Prof. Josef Schwab und Prof. Hans-Jakob Eschenburg. Aufbauend studierte sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste Frankfurt am Main bei Prof. Jan Ickert. Weitere prägende Lehrer in ihrer künstlerischen Ausbildung waren Prof. Leonid Gorokhov und Prof. Lucas Fels. Als erfahrene Kammermusikerin konzertiert sie in diversen Ensembles. Als festes Mitglied spielt sie aktuell im Duo Shiluv (Violoncello und Gitarre). Mit ihrem damaligen Streichquartett Aavik Quartett gewannen sie 2019 den Förderpreis beim Polytechnischen Wettbewerb an der HfMDK Frankfurt. Als Orchestermusikerin ist sie aktuell Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und konzertiert darüber hinaus projektweise in unterschiedlichen Kammerorchestern. Aus ihrem großen Interesse für zeitgenössische Musik heraus nahm sie 2021 an der contemporary celloweek beim EstOvest Festival in Turin, Italien, teil. Clara Franz spielt ein Cello von Karl Weiß aus Dortmund von 1956.

    Mon-Puo Lee wurde 1993 in Madrid, Spanien, geboren und entdeckte, als Kind in einer Taiwanesischen Künstlerfamilie, sehr früh das Cello für sich. Er studierte an der Escuela Superior de Música Reina bei Natalia Shakhovskaya und Ivan Monighetti und setzte sein Masterstudium bei Prof. Jens Peter Maintz in Berlin fort, wo er heute auch lebt. Er war bisher in mehreren internationalen Wettbewerben sehr erfolgreich, so erhielt er unter anderem den 1. Preis des VII. Karl Davydov Wettbewerbs und des Pedro Bote Wettbewerbs sowie 2019 den 5. Platz im Schoenefeld Wettbewerb in Harbin (China). Er spielte bereits mit Guy Braunstein, Vilde Frang, Clara Jumi Kang, und Andreas Ottensamer, zurzeit ist er Cellist des Kelemen Quartetts und arbeitet regelmäßig mit dem Stegreif Orchester zusammen. Mon-Puo Lee ist sehr interessiert an Neuer Musik und nahm im letzten Jahr Scenes from a Movie, Part 1 von Earl Kim (1920-1998) und  The Seventh Dream (1986) sowie Turieadh von James Mac Millan (*1959) auf. Diesen Sommer wird er beim Yellow-Barn Festival in Vermont Kompositionen von Jörg Widmann und Stephen Coxe spielen.

    Albert Kuchinski wurde 2002 in Paris geboren und lebt dort bis heute. Er studierte Cello bei Thomas Duran am städtischen Konvervatorium bis er 2020 ans Pariser Konservatorium wechselte. Dort studiert er im Bachelor Cello bei Marc Coppey und Pauline Bartissol sowie seit 2021 im Bachelor Harmony bei Fabien Waksman und im Bachelor Kammermusik mit Claire Désert und François Salque. Er ist auf einigen nationalen Wettbewerben erfolgreich gewesen und gewann 2020 den Vatelot Rampal Wettbewerb. Er belegte Masterclasses bei Sung-Won Yang Lluís Claret. Albert Kuchinski konzertierte auf mehreren Festivals (Radio France, Caylus, Saint Cezaire) und arbeitete mit vielen zeitgenössischen Komponisten zusammen, wie Graciane Finzi, Frédéric Durieux, Gérard Pesson, Philippe Bodin und Tristan Murail. Seit 2020 ist er Mitglied des Trio Luminescence mit Raphaël Garac (Violine) und Antonin Bonnet (Piano).

    Rebecca Krieg wurde 1995 in Öhringen geboren und bekam mit sechs Jahren ihren ersten Cellounterricht bei Konstanze Liebeskind. 2011 gewann Sie den Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" im Celloduo. Während ihres Abiturs begann sie ein Vorstudium bei Laszlo Fenyö an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Dort begann sie 2013 ihr Bachelorstudium und studiert seit 2018 im Master bei Konstantin Heidrich. Sie belegte Meisterkurse bei Peter Bruns, David Geringas und Lea Rahel Bader. Darüber hinaus ist sie langjährige Stipandiatin bei Live Music Now und seit 2022 auch bei der Paul-Hindemith-Gesellschaft in Berlin. Rebecca Krieg ist seit 2020 Mitglied des Balthasar-Neumann-Ensembles. Sie spielt ein Violoncello von Giuseppe Testore von 1707 („Domnick-Cello“ aus der Landessammlung Baden-Württemberg).

    Thomas Shelley, 1990 im Großbritannien geboren, begann seine musikalische Ausbildung 2006 an der Sheffield Music Academy bei Simon Webb. Es folgte 2008 das Bachelorstudium an der University of Oxford. Über verschiedene Studienangebote in London, Wien und Illinois gelangte er schließlich an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Dort beendete er 2018 seinen Master bei Prof. Tilmann Wick. Er belegte zahlreiche Meisterkurse, unter anderem bei Matthew Barley, Robert Cohen und Wolfgang Emmanuel Schmidt. Als Solocellist erhielt er 2018 den dritten Platz des Pierre Fourier Preises, spielte auf dem Klangbrücken Festival Hannover Luciano Berios „Sequenza XIII“ und wirkte bei Uraufführungen von Mark Simpson, Laurence Osborn, Nan Liang, Simon Holt und vielen anderen mit. Er ist Cellist im Ensemble Ur.Werk und als Gast der London Sinfonietta, des Philharmonia Orchestra und der London Mozart Players zu hören.

    Nicola Pfeffer wurde 1998 geboren und wuchs in Tübingen auf. Dort begann sie mit sieben Jahren ihren Cellounterricht bei Joseph Hasten an der Musikschule Tübingen. Währen ihres Abiturs im Hochbegabtenzug des Uhlandgymnasiums Tübingen begann sie 2014 ihr Jungstudium an der HMDK Stuttgart. Ein Jahr später schloss sie das Abitur ab und begann ihr Bachelorstudium an der HMDK bei Prof. Conradin Brotbek. 2016 erhielt sie den 1. Preis und den Sonderpreis beim Prix „Edmond Baert“ in Brüssel, sowie 2019 den 1. Preis beim Kammermusikwettbewerb „CMCET“ in Alnuero, darüber hinaus war sie bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben erfolgreich und war Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben, bei Live Music Now Stuttgart und der Bruno-Schuler Stiftung. Nachdem sie ihren Bachelor 2021 mit Bestnote abschloss, begann sie an der Züricher Hochschule der Künste ihr Masterstudium bei Prof. Thomas Grossenbacher. Ab 2022 ist sie Akademikerin beim Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks. Nicola Pfeffer spielt ein Cello „Francesco Ruggiero anno 1680“ aus der Landessammlung Baden-Württemberg.

    Lucie Chollet wurde 1995 in Frankreich geboren und lebt mittlerweile in Bern. Ihren ersten Cellounterricht nahm sie mit sechs Jahren bei Anne Réjiba. In Lousanne studierte sie bei Prof. François Salque und schloss ihren Bachelor 2018, ihren Master 2020 ab. Es folgte ein Master in neuer Musik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Derzeit studiert sie an der Hochschule der Künste in Bern bei Prof. Conradin Brotbek Musikpädagogik. Sie ist eine begabte Orchestermusikerin, spielte in der Neuen Philharmonie München, an der Lucerne Festival Academy und ist seit 2019 Substitutin der Züricher Symphoniker. Dieses Jahr ist sie Teil eines Theaterprojekts, das Improvisation und Bühnenkomposition verbindet.

    Sophie-Justine Herr wurde 1989 in Holstein geboren und lebt und arbeitet mittlerweile in Frankfurt am Main. 2009 begann sie an der Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Contino, Prof. Grosgurin und Prof. Henkel im Bachelor zu studieren, sie setzte ihren Master dort bei Prof. Queyras fort, nahm ebenfalls bei Prof. Cornut und Prof. Fels Unterricht und begann 2017 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt ihren Master in historischer Aufführungspraxis bei Prof. v. d. Goltz. Von ihrem kammermusikalischen Talent zeugen zahlreiche Aufnahmen in verschiedenen Ensembles. Ihr musikalischer Weg führte sie immer wieder zur Neuen Musik, so arbeitete sie unter anderem mit Künstler*innen wie Simon Rattle, Matthias Pintscher und Barbara Hannigan zusammen. Seit 2019 ist sie Mitglied im Ensemble Reflektor.

    Die Finalist*innen waren: Clara Franz, Rebecca Krieger, Nicola Pfeffer & Mon-Puo Lee

     
    Preis

    Domnick-Cello-Preis über 10.000 € gestiftet von der Stiftung Domnick, Nürtingen
    Zwei Förderpreise der Gesellschaft der Freunde der HMDK über je 1.000 €

     
    Preisträger 1996–2016:
    Sebastian Braun (Schweiz) – 2016
    David Eggert (Deutschland) – 2014
    Lev Sivkov (Russland) – 2009
    Tristan Cornut (Frankreich) – 2007
    Nicholas Altstaedt (Deutschland, Frankreich) – 2005
    Giorgi Kharadze (Georgien) – 2001
    Julian Steckel (Deutschland) – 1999
    Timora Rosler (Israel) – 1996


    Ablaufplan
    Sonntag, 3. April 2022

    • 16.30 Uhr, Kammermusiksaal – Begrüßung
    • 17-18:30 Uhr, Kammermusiksaal –  Erste Wettbewerbsrunde

    Montag, 4. April 2022

    • 10–12 Uhr, Kammermusiksaal – Fortsetzung der 1. Runde

    Dienstag, 5. April 2022

    • 10 Uhr, Kammermusiksaal – Beginn der 2. Runde
      14:30 Uhr,  Kammermusiksaal – Fortsetzung der 2. Runde

    Mittwoch, 6. April 2022

    • 10 Uhr Masterclass – Workshops und Kurse für Kandidat*innen, die nicht im Finale sind
    • 13–15:45 Uhr, Konzertsaal – Probe mit Finalist*innen und Orchester
    • 20 Uhr, Konzertsaal – Konzert der Jury-Mitglieder und Studierende der HMDK Stuttgart

    Donnerstag, 7. April 2022

    • 14 Uhr im Konzertsaal – Beginn der 3. Runde

    Freitag, 8. April 2022

    • 20 Uhr, Konzertsaal – Preisträger*innenkonzert

    Datum wird noch bekannt gegeben:
    Folgekonzert der Preisträger*in in der Stiftung Domnick in Nürtingen


    Bewerbung
    Bewerbungen sind mit dem Online-Formular bis spätestens 15. Februar 2022 einzureichen.

    Der Bewerbung sind folgende Unterlagen beizufügen

    • Foto (jpg, color, min. 300 dpi, min. 500 KB, max. 2 MB)
    • Tabellarischer Lebenslauf (doc/pdf/odt, max. 700 Zeichen)
    • Nachweis der Anmeldegebühr (scan pdf/jpg)
      Als Anmeldegebühr sind 50 € zu überweisen auf folgendes Konto
      Empfänger: Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Landesoberkasse Baden-Württemberg
      IBAN: DE 02 6005 0101 7495 5301 02   |   BIC: SOLADEST600  |  BW-Bank  |  Verwendungszweck 1
    • Fotokopie des Stücks für Cello solo nach eigener Wahl, vollständig und leserlich (scan pdf/jpg)

    Der Eingang der Bewerbung wird unmittelbar per E-Mail bestätigt. Über die Zulassung zum Wettbewerb wird erst Ende März per E-Mail separat benachrichtigt.


    Ablauf des Wettbewerbs
    Vor Beginn des Wettbewerbs wird die Reihenfolge der Teilnehmer*innen durch Los ermittelt. Die so ermittelte Reihenfolge bleibt in allen Durchgängen des Wettbewerbs unverändert. Die Reihenfolge für die erste Wettbewerbsrunde wird den Teilnehmenden vor Beginn des Wettbewerbs mitgeteilt. Der Wettbewerb besteht aus drei öffentlichen Wettbewerbsrunden.


    Repertoire

    1. Runde:

    • A. Johann Sebastian Bach: from the Suite for solo cello No.4 in E-flat Major or No.5 in c minor or No.6 in D Major: Prelude and another movement of the candidate's choice
    • B. Luciano Berio: Les mots sont allés for Solo Cello (1979)
      or György Kurtag: Az hit  (1998) and Schatten (1999)
      or Witold  Lutosławski: Sacher-Variation for Solo Cello (1975)
      or Bernd Alois Zimmermann: Vier kurze Studien for Solo Cello (1970)

    2. Runde:

    • A. Luciano Berio: Sequenza XIV for Cello (2002)
      or Elliot Carter: Figment I for Cello alone
      or Thomas Demenga: Efeu for Solo Cello (2010)
      or Henri Dutilleux: 3 Strophes sur le nom de Sacher (1982)
      or Heinz Holliger: Trema for Solo Cello (1981)
      or Helmut Lachenmann: Pression for one cellist (1969)
      or György Ligeti: Sonate for Solo Cello (1953)
      or Krzystof Penderecki: Capriccio per Siegfried Palm for Solo Cello (1968)
      or Kaija Saariaho: Sept Papillons for Solo Cello (2000)
      or Isang Yun: Glissées for Solo Cello (1970)
      or Bernd Alois Zimmermann: Sonate for Solo Cello (1960)
    • B. Ludwig van Beethoven: Sonata for Cello and Piano No.3 in A Major, op.69 
      or Sonata for Cello and Piano No.4 in C Major, op.102 No.1
      or Sonata for Cello and Piano No.5 in D Major, op.102 No.2

    3. Runde/Finale:

    • A. A piece of the candidate's choice for Solo Cello, composed after 1990 (5 to 15 minutes)
    • B. György Ligeti: Cello Concerto (1966) with the HochschulSinfonieOrchester conducted by Christof Löser

    Preisträgerkonzert: 8. April 2022
    Der Wettbewerb endet mit dem Preisträgerkonzert am 8. April 2022. Im Rahmen des Wettbewerbs finden außerdem Masterclasses und ein Jury-Konzert statt.


    Korrepetitor*innen
    Korrepetitor*innen werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer*innen haben die Gelegenheit, 50 Minuten mit der*m Pianistin*en zu proben. Ein*e eigene*r Pianist*in kann auf eigene Kosten mitgebracht werden. Die drei Finalist*innen haben je 60 min Orchesterprobe.


    Jurymitglieder
    Hans-Peter Jahn (Deutschland, Vorsitz)
    Asa Akerberg (Schweden)
    Bernd Asmus (Deutschland)
    Conradin Brotbek (Schweiz)
    Tristan Cornut (Frankreich)
    David Eggert (Kanada, Deutschland)
    Lucas Fels (Deutschland)


    Preise
    Hauptpreis: Domnick-Cello-Preis über 10.000 €
    Zwei Förderpreise der Gesellschaft der Freunde der HMDK über je 1.000 €

    Der Domnick-Cello-Preis wurde von der Domnick-Stiftung, Nürtingen gestiftet; die Förderpreise wurden von der Gesellschaft der Freunde der HMDK gestiftet. Alle Preise werden in Euro ausbezahlt. Die Preisträger*innen sind verpflichtet, beim Preisträgerkonzert am 8. April 2022 sowie beim Preisträgerkonzert der Stiftung Domnick in Nürtingen (Datum wird noch bekannt gegeben). Die Förderpreisträger*innen haben die Möglichkeit 2022 ein Solokonzert in der Stiftung Domnick zu geben. Der Zeitpunkt dafür kann in Absprache mit der Stiftung Domnick gewählt werden.


    Weitere Regelungen
    Die Wettbewerbsteilnehmer*innen sind dafür verantwortlich, rechtzeitig zu den angesetzten Proben und Vorspielterminen zu erscheinen. Solange ein*e Bewerber*in am Wettbewerb teilnimmt, muss sie/er dafür Sorge tragen, für das Wettbewerbsbüro zwecks Mitteilung kurzfristiger Änderungen erreichbar zu sein. Die HMDK Stuttgart hat das uneingeschränkte Recht, die Wettbewerbsbeiträge in Ton und Bild aufzunehmen, auf CD zu veröffentlichen und Ausschnitte davon im Internet zu präsentieren. Die Originalsprache dieser Wettbewerbsregeln ist deutsch. Bei Unstimmigkeiten über die Interpretation der Regeln gilt die deutsche Version.


    Über den Domnick Cello-Preis
    Der Domnick Cello-Preis ist aus einer Leidenschaft für die Moderne gegründet worden. Der Psychiater Ottomar Domnick (1907–1989) stammte aus einer sehr musischen Familie. Der Vater war Rechtsanwalt und ein exzellenter Geiger. So erhielten die Kinder eine fundierte musikalische Bildung und spielten im Quartett mit dem strengen Vater. Ottomar hatte den Cello-Part, was ihm doch „mehr Last als Lust“ war, schrieb er 70-jährig in seinen Memoiren.
    Als junger Medizinstudent wandte er sich mehr der Bildenden Kunst zu und genoss die Avant-Garde. Doch diese wurde bald von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert, beschlagnahmt und zerstört.
    Doch immer hatte er das Cello in seiner Nähe. Es ging während des Zweiten Kriegs verloren. Sehr viel später, 1974, kaufte er sich im Alter von 67 Jahren nochmal ein gutes Cello - ein Testore aus dem Jahr 1707 – und übte von da an täglich.
    Das Ehepaar Greta und Ottomar Domnick war immer der Moderne, der Zukunft zugewandt. So kauften sie ab 1945 abstrakte Bilder und legten eine bedeutende Sammlung an. Sie drehten experimentelle Filme, was 1988 mit dem deutschen Filmpreis gewürdigt wurde.
    Sie bauten 1967 mit dem Stararchitekt Paul Stohrer eine kompromisslos moderne Villa, um einen lebendigen Ort der Kunst einzurichten. Sie präsentierten darin ihre Sammlung. Sie zeigten ihre Filme. Sie luden zu Konzerten Neuer Musik ein; es gab prominente Uraufführungen. Und immer spielte das Cello eine wichtige Rolle.
    Greta und Ottomar Domnick gründeten einen Cello-Preis zur Förderung junger Cellisten. Das Cello-Spiel hatte ihn doch nie losgelassen.
    Sie vererbten ihre bedeutende Sammlung und die Villa dem Land Baden-Württemberg. In den Stiftungsverträgen ist die Vergabe des Domnick Cello-Preises festgeschrieben. Inzwischen sichert das Kuratorium den Stiftungszweck und führt zusammen mit den Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg diese Tradition fort.