Domnick-Cello-Wettbewerb 2022

    Der Wettbewerb findet in der Zeit vom 3. bis 8. April 2022 in Stuttgart statt.
    Anmeldeschluss ist der 15. Februar 2022.

    Zugelassen zum Wettbewerb sind alle Cellist*innen bis 32 Jahre.

    Preis
    Domnick-Cello-Preis über 10.000 € gestiftet von der Stiftung Domnick, Nürtingen
    Zwei Förderpreise der Gesellschaft der Freunde der HMDK über je 1.000 €

     
    Preisträger 1996–2016:
    Sebastian Braun (Schweiz) – 2016
    David Eggert (Deutschland) – 2014
    Lev Sivkov (Russland) – 2009
    Tristan Cornut (Frankreich) – 2007
    Nicholas Altstaedt (Deutschland, Frankreich) – 2005
    Giorgi Kharadze (Georgien) – 2001
    Julian Steckel (Deutschland) – 1999
    Timora Rosler (Israel) – 1996


    Ablaufplan
    Sonntag, 3. April 2022

    • 11–12 Uhr, Kammermusiksaal – Begrüßung und Auslosung
    • 13:30 Uhr, Kammermusiksaal –  Erste Wettbewerbsrunde

    Montag, 4. April 2022

    • 9.30–13 Uhr, Kammermusiksaal – Fortsetzung der 1. Runde
    • Ab 14 Uhr (Räume werden vor Ort bekannt gegeben) – Proben mit Klavier für die 2. Runde

    Dienstag, 5. April 2022

    • 10 Uhr, Kammermusiksaal – Beginn der 2. Runde
      14:30 Uhr,  Kammermusiksaal – Fortsetzung der 2. Runde

    Mittwoch, 6. April 2022

    • 10 Uhr (Räume werden vor Ort bekannt gegeben) Masterclass  – Workshops und Kurse für Kandidat*innen, die nicht im Finale sind
    • 13–15:45 Uhr, Konzertsaal – Probe mit Finalisten und Orchester
    • 19:30 Uhr, Konzertsaal – Konzert der Jury-Mitglieder und Studierende der HMDK

    Donnerstag, 7. April 2022

    • 14 Uhr im Konzertsaal – Beginn der 3. Runde

    Freitag, 8. April 2022

    • 20 Uhr im Konzertsaal  – Preisträger*innenkonzert

    Datum wird noch bekannt gegeben:
    Folgekonzert der Preisträger*in in der Stiftung Domnick in Nürtingen


    Bewerbung
    Bewerbungen sind mit dem Online-Formular bis spätestens 15. Februar 2022 einzureichen.

    Der Bewerbung sind folgende Unterlagen beizufügen

    • Foto (jpg, color, min. 300 dpi, min. 500 KB, max. 2 MB)
    • Tabellarischer Lebenslauf (doc/pdf/odt, max. 700 Zeichen)
    • Nachweis der Anmeldegebühr (scan pdf/jpg)
      Als Anmeldegebühr sind 50 € zu überweisen auf folgendes Konto
      Empfänger: Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Landesoberkasse Baden-Württemberg
      IBAN: DE 02 6005 0101 7495 5301 02   |   BIC: SOLADEST600  |  BW-Bank  |  Verwendungszweck 1
    • Fotokopie des Stücks für Cello solo nach eigener Wahl, vollständig und leserlich (scan pdf/jpg)

    Der Eingang der Bewerbung wird unmittelbar per E-Mail bestätigt. Über die Zulassung zum Wettbewerb wird erst Ende März per E-Mail separat benachrichtigt.


    Ablauf des Wettbewerbs
    Vor Beginn des Wettbewerbs wird die Reihenfolge der Teilnehmer*innen durch Los ermittelt. Die so ermittelte Reihenfolge bleibt in allen Durchgängen des Wettbewerbs unverändert. Die Reihenfolge für die erste Wettbewerbsrunde wird den Teilnehmenden vor Beginn des Wettbewerbs mitgeteilt. Der Wettbewerb besteht aus drei öffentlichen Wettbewerbsrunden.


    Repertoire

    1. Runde:

    • A. Johann Sebastian Bach: from the Suite for solo cello No.4 in E-flat Major or No.5 in c minor or No.6 in D Major: Prelude and another movement of the candidate's choice
    • B. Luciano Berio: Les mots sont allés for Solo Cello (1979)
      or György Kurtag: Az hit  (1998) and Schatten (1999)
      or Witold  Lutosławski: Sacher-Variation for Solo Cello (1975)
      or Bernd Alois Zimmermann: Vier kurze Studien for Solo Cello (1970)

    2. Runde:

    • A. Luciano Berio: Sequenza XIV for Cello (2002)
      or Elliot Carter: Figment I for Cello alone
      or Thomas Demenga: Efeu for Solo Cello (2010)
      or Henri Dutilleux: 3 Strophes sur le nom de Sacher (1982)
      or Heinz Holliger: Trema for Solo Cello (1981)
      or Helmut Lachenmann: Pression for one cellist (1969)
      or György Ligeti: Sonate for Solo Cello (1953)
      or Krzystof Penderecki: Capriccio per Siegfried Palm for Solo Cello (1968)
      or Kaija Saariaho: Sept Papillons for Solo Cello (2000)
      or Isang Yun: Glissées for Solo Cello (1970)
      or Bernd Alois Zimmermann: Sonate for Solo Cello (1960)
    • B. Ludwig van Beethoven: Sonata for Cello and Piano No.3 in A Major, op.69 
      or Sonata for Cello and Piano No.4 in C Major, op.102 No.1
      or Sonata for Cello and Piano No.5 in D Major, op.102 No.2

    3. Runde/Finale:

    • A. A piece of the candidate's choice for Solo Cello, composed after 1990 (5 to 15 minutes)
    • B. György Ligeti: Cello Concerto (1966) with the HochschulSinfonieOrchester conducted by Christof Löser

    Preisträgerkonzert: 8. April 2022
    Der Wettbewerb endet mit dem Preisträgerkonzert am 8. April 2022. Im Rahmen des Wettbewerbs finden außerdem Masterclasses und ein Jury-Konzert statt.


    Korrepetitor*innen
    Korrepetitor*innen werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer*innen haben die Gelegenheit, 50 Minuten mit der*m Pianistin*en zu proben. Ein*e eigene*r Pianist*in kann auf eigene Kosten mitgebracht werden. Die drei Finalist*innen haben je 60 min Orchesterprobe.


    Jurymitglieder
    Hans-Peter Jahn (Deutschland, Vorsitz)
    Asa Akerberg (Schweden)
    Bernd Asmus (Deutschland)
    Conradin Brotbek (Schweiz)
    Tristan Cornut (Frankreich)
    David Eggert (Kanada, Deutschland)
    Lucas Fels (Deutschland)


    Preise
    Hauptpreis: Domnick-Cello-Preis über 10.000 €
    Zwei Förderpreise der Gesellschaft der Freunde der HMDK über je 1.000 €

    Der Domnick-Cello-Preis wurde von der Domnick-Stiftung, Nürtingen gestiftet; die Förderpreise wurden von der Gesellschaft der Freunde der HMDK gestiftet. Alle Preise werden in Euro ausbezahlt. Die Preisträger*innen sind verpflichtet, beim Preisträgerkonzert am 8. April 2022 sowie beim Preisträgerkonzert der Stiftung Domnick in Nürtingen (Datum wird noch bekannt gegeben). Die Förderpreisträger*innen haben die Möglichkeit 2022 ein Solokonzert in der Stiftung Domnick zu geben. Der Zeitpunkt dafür kann in Absprache mit der Stiftung Domnick gewählt werden.


    Weitere Regelungen
    Die Wettbewerbsteilnehmer*innen sind dafür verantwortlich, rechtzeitig zu den angesetzten Proben und Vorspielterminen zu erscheinen. Solange ein*e Bewerber*in am Wettbewerb teilnimmt, muss sie/er dafür Sorge tragen, für das Wettbewerbsbüro zwecks Mitteilung kurzfristiger Änderungen erreichbar zu sein. Die HMDK Stuttgart hat das uneingeschränkte Recht, die Wettbewerbsbeiträge in Ton und Bild aufzunehmen, auf CD zu veröffentlichen und Ausschnitte davon im Internet zu präsentieren. Die Originalsprache dieser Wettbewerbsregeln ist deutsch. Bei Unstimmigkeiten über die Interpretation der Regeln gilt die deutsche Version.


    Über den Domnick Cello-Preis
    Der Domnick Cello-Preis ist aus einer Leidenschaft für die Moderne gegründet worden. Der Psychiater Ottomar Domnick (1907–1989) stammte aus einer sehr musischen Familie. Der Vater war Rechtsanwalt und ein exzellenter Geiger. So erhielten die Kinder eine fundierte musikalische Bildung und spielten im Quartett mit dem strengen Vater. Ottomar hatte den Cello-Part, was ihm doch „mehr Last als Lust“ war, schrieb er 70-jährig in seinen Memoiren.
    Als junger Medizinstudent wandte er sich mehr der Bildenden Kunst zu und genoss die Avant-Garde. Doch diese wurde bald von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert, beschlagnahmt und zerstört.
    Doch immer hatte er das Cello in seiner Nähe. Es ging während des Zweiten Kriegs verloren. Sehr viel später, 1974, kaufte er sich im Alter von 67 Jahren nochmal ein gutes Cello - ein Testore aus dem Jahr 1707 – und übte von da an täglich.
    Das Ehepaar Greta und Ottomar Domnick war immer der Moderne, der Zukunft zugewandt. So kauften sie ab 1945 abstrakte Bilder und legten eine bedeutende Sammlung an. Sie drehten experimentelle Filme, was 1988 mit dem deutschen Filmpreis gewürdigt wurde.
    Sie bauten 1967 mit dem Stararchitekt Paul Stohrer eine kompromisslos moderne Villa, um einen lebendigen Ort der Kunst einzurichten. Sie präsentierten darin ihre Sammlung. Sie zeigten ihre Filme. Sie luden zu Konzerten Neuer Musik ein; es gab prominente Uraufführungen. Und immer spielte das Cello eine wichtige Rolle.
    Greta und Ottomar Domnick gründeten einen Cello-Preis zur Förderung junger Cellisten. Das Cello-Spiel hatte ihn doch nie losgelassen.
    Sie vererbten ihre bedeutende Sammlung und die Villa dem Land Baden-Württemberg. In den Stiftungsverträgen ist die Vergabe des Domnick Cello-Preises festgeschrieben. Inzwischen sichert das Kuratorium den Stiftungszweck und führt zusammen mit den Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg diese Tradition fort.