Domnick-Cello-Wettbewerb 2020

    Der Domnick-Cello-Wettbewerb 2020 ist leider abgesagt!


    Der Wettbewerb findet in der Zeit vom 20. bis 25 April 2020 in Stuttgart statt.
    Anmeldeschluss ist der 10. März 2020.
    Zugelassen zum Wettbewerb sind alle Cellist*innen bis 32 Jahre.


    Preis:
    Domnick-Cello-Preis über 10.000 € gestiftet von der Domnick-Stiftung Nürtingen
    und zwei Förderpreise der Gesellschaft der Freunde der HMDK mit jeweils 1.000 €

    Die Preisträger*in ist nach dem Abschlusskonzert an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart eingeladen, am Freitag, 1. Mai in der Villa Domnick zu konzertieren. Die Kunst, die Architektur, die Akustik und die Wohnkultur werden Sie begeistern.
     
    Preisträger 1996–2016:
    Sebastian Braun (Schweiz) – 2016
    David Eggert (Deutschland) – 2014
    Lev Sivkov (Russland) – 2009
    Tristan Cornut (Frankreich) – 2007
    Nicholas Altstaedt (Deutschland, Frankreich) – 2005
    Giorgi Kharadze (Georgien) – 2001
    Julian Steckel (Deutschland) – 1999
    Timora Rosler (Israel) – 1996


    Ablaufplan:
    Montag, 20. April 2020
    •    18 Uhr – Begrüßung und Auslosung

    Dienstag, 21. April 2020
    •    10 Uhr (Kammermusiksaal) – Erste Wettbewerbsrunde (Teil 1)
    •    Ab 14 Uhr Klavierproben

    Mittwoch, 22. April 2020
    •    10 Uhr (Kammermusiksaal) – Erste Wettbewerbsrunde (Teil 2)

    Donnerstag, 23. April 2020
    •    10.00–15.30 Uhr (Konzertsaal) – Probe mit Finalisten und Orchester
    •    10 Uhr Masterclass: Workshops und Kurse für Kandidat*innen die nicht im Finale sind
    •    20 Uhr Konzertsaal – Konzert der Jury-Mitglieder

    Freitag, 24. April 2020
    •    15.00–18.00 Uhr (Konzertsaal) – Finale mit 3 Kandida*innen mit HochschulSinfonieOrchester (Ltg. Christof M Löser)

    Samstag, 25. April 2020
    •    10 Uhr (Konzertsaal) – Generalprobe mit Preisträger*innen und HSO
    •    20 Uhr (Konzertsaal) – Preisträger*innenkonzert


    Repertoire

    1. Runde (1. Teil):

    • A.    Johann Sebastian Bach: aus der Suite für Violoncello solo Nr. 4 Es-Dur oder Nr. 5 c-Moll oder Nr. 6 D-Dur: Prelude und ein anderer Satz nach Wahl
    • B.    Luciano Berio: Les mots sont allés… für Violoncello solo (1979)
      oder György Kurtag: Az hit... (1998) und Schatten (1999)
      oder Witold  Lutosławski: Sacher-Variation für Violoncello solo (1975)
      oder Bernd Alois Zimmermann: Vier kurze Studien für Violoncello solo (1970)

    1. Runde (2. Teil):

    • A. Luciano Berio: Sequenza XIV für Violoncello (2002)
      oder Elliot Carter: Figment I for cello alone
      oder Thomas Demenga: Efeu für Violoncello solo (2010)
      oder Henri Dutilleux: 3 Strophes sur le nom de Sacher (1982)
      oder Heinz Holliger: Trema für Violoncello solo (1981)
      oder Helmut Lachenmann: Pression für einen Cellisten (1969)
      oder György Ligeti: Sonate für Violoncello Solo (1953)
      oder Krzystof Penderecki: Capriccio per Siegfried Palm für Violoncello solo (1968)
      oder Kaija Saariaho: Sept Papillons für Violoncello solo (2000)
      oder Isang Yun: Glissées für Violoncello solo (1970)
      oder Bernd Alois Zimmermann: Sonate für Violoncello solo (1960)
    • B. Ludwig van Beethoven: Sonate in A-Dur op. 69 
      oder Sonate in C-Dur op. 102 Nr.1
      oder Sonate in D-Dur op. 102 Nr.2

    2. Runde/Finale:

    • A. Ein Stück für Violoncello solo nach freier Wahl, komponiert nach 1990
    • B. György Ligeti: Cello Konzert (1966) mit dem HochschulSinfonieOrchester dirigiert von Christof M Löser

    Jurymitglieder:
    Hans-Peter Jahn (Jury Präsident, Deutschland / President of the Jury, Germany)
    Bernd Asmus (Deutschland / Germany)
    Diana Ligeti (Rumänien, Frankreich / Rumania, France)
    Éric-Maria Couturier (Frankreich / France)
    Conradin Brotbek (Schweiz / Switzerland)
    Tristan Cornut (Frankreich / France)
    David Eggert (Schweiz, Deutschland / Switzerland, Germany)


    Anmeldegebühr:
    Als Anmeldegebühr sind 50 € auf folgendes Konto zu überweisen:
    Empfänger: Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Landesoberkasse Baden-Württemberg
    IBAN: DE 02 6005 0101 7495 5301 02
    BIC: SOLADEST600 | BW-Bank
    Verwendungszweck 1: 1787200001536
    Verwendungszweck 2: Vor-und Nachname


    Über den Domnick Cello-Preis
    Der Domnick Cello-Preis ist aus einer Leidenschaft für die Moderne gegründet worden. Der Psychiater Ottomar Domnick (1907–1989) stammte aus einer sehr musischen Familie. Der Vater war Rechtsanwalt und ein exzellenter Geiger. So erhielten die Kinder eine fundierte musikalische Bildung und spielten im Quartett mit dem strengen Vater. Ottomar hatte den Cello-Part, was ihm doch „mehr Last als Lust“ war, schrieb er 70-jährig in seinen Memoiren.
    Als junger Medizinstudent wandte er sich mehr der Bildenden Kunst zu und genoss die Avant-Garde. Doch diese wurde bald von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert, beschlagnahmt und zerstört.
    Doch immer hatte er das Cello in seiner Nähe. Es ging während des Zweiten Kriegs verloren. Sehr viel später, 1974, kaufte er sich im Alter von 67 Jahren nochmal ein gutes Cello - ein Testore aus dem Jahr 1707 – und übte von da an täglich.
    Das Ehepaar Greta und Ottomar Domnick war immer der Moderne, der Zukunft zugewandt. So kauften sie ab 1945 abstrakte Bilder und legten eine bedeutende Sammlung an. Sie drehten experimentelle Filme, was 1988 mit dem deutschen Filmpreis gewürdigt wurde.
    Sie bauten 1967 mit dem Stararchitekt Paul Stohrer eine kompromisslos moderne Villa, um einen lebendigen Ort der Kunst einzurichten. Sie präsentierten darin ihre Sammlung. Sie zeigten ihre Filme. Sie luden zu Konzerten Neuer Musik ein; es gab prominente Uraufführungen. Und immer spielte das Cello eine wichtige Rolle.
    Greta und Ottomar Domnick gründeten einen Cello-Preis zur Förderung junger Cellisten. Das Cello-Spiel hatte ihn doch nie losgelassen.
    Sie vererbten ihre bedeutende Sammlung und die Villa dem Land Baden-Württemberg. In den Stiftungsverträgen ist die Vergabe des Domnick Cello-Preises festgeschrieben. Inzwischen sichert das Kuratorium den Stiftungszweck und führt zusammen mit den Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg diese Tradition fort.