Veranstaltungen

    VERANSTALTUNGEN
    oder
    Mi 23.10
    18:00 Uhr
    Orchesterprobenraum
    Vortrags- und Gesprächsreihe CAMPUS GEGENWART
    Eintritt frei
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    The Short Now
    Henrike Iglesias

    Henrike Iglesias (Berlin/Basel) ist ein queerfeministisches Theaterkollektiv, dessen
    theatrales Einsatzgebiet sich vom Populären über das Persönliche zum Politischen erstreckt. Henrike Iglesias begreifen popkulturelle und massenmediale Phänomene als Spiegel gesellschaftlicher Zu- und Missstände und haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese aus explizit feministischen Perspektiven zu beleuchten.
    Mit ihrem Debüt Wir kommen nicht aus dem Showbiz (auch wenn man das vielleicht denken könnte) gewannen sie 2013 den Publikumspreis beim 100° Berlin Festival der Sophiensæle. Zuletzt entstanden die Performances GRRRRRL (2016), #Heldinnen (2017) sowie das Workshop-Format Academy (2017), eine Art feministische Traumschule. 2018 produzierte die Gruppe u.a. den feministischen live-Porno Oh my. Bis 2020 arbeiten sie in einer Doppelpass-Partner*innenschaft mit den Münchner Kammerspielen und dem Jungen Theater Basel. Mitglieder des Kollektivs sind Anna Fries, Laura Naumann, Marielle Schavan, Sophia Schroth, Eva G. Alonso und Malu Peeters.

     “It matters what matters we use to think other matters with; it matters what stories we tell to tell other stories with; it matters what knots knot knots, what thoughts think thoughts, what descriptions describe descriptions, what ties tie ties. It matters what stories make worlds, what worlds make stories.”
    Donna J. Haraway, Staying with the Trouble: Making Kin in the Chthulucene (2016)

    Was bedeutet es, gegenwärtig zu sein, wenn die Geschwindigkeit des sozialen und technologischen Wandels unsere Anpassungsfähigkeit zu übersteigen droht? Wann beginnt das ‘Jetzt’ auf einem Planeten, dessen Klimawandel zu einer Klimakatastrophe wird? Woraus ist die Gegenwart gemacht, wie können wir darüber nachdenken und daran partizipieren?

    Im Rahmen von „The Short Now“ lädt der CAMPUS GEGENWART Künstler*innen und Theoretiker*innen ein, die ein Interesse für transdisziplinäres Arbeiten teilen und u.a. in den Feldern digitale Medien, Musik, Film, Fotografie, Tanz, Theater, Performance und Figurenspiel arbeiten, ihre Positionen vorzustellen. Diese Künstler*innen, deren Werk im Hier und Jetzt präsent ist, befassen sich auf unterschiedlichen Ebenen mit dem gegenwärtigen Moment – vom Politischen zum Persönlichen, vom Digitalen zum Analogen und vom Klang zur Stille. Ihre Arbeiten führen uns zu der Frage, was es bedeutet, im gegenwärtigen historischen Moment, über den William Gibson schreibt,  „The future is already here – it’s just not very evenly distributed”, Position zu beziehen.

    Während wir uns unseren Weg durch die zahlreichen Feeds, Streams und Benachrichtigungen bahnen, getrieben von der Angst, etwas zu verpassen (#FOMO), wird uns vor Augen geführt, wie Kunst – abwechselnd auf explizite, obskure, abstrakte oder spielerische Weise – einen Raum bieten kann, die Welt zu bezeugen und zu reflektieren, noch während sie sich schneller zu verändern scheint, als wir es begreifen können.

    Konzeption: Prof. Dr. Jennifer Walshe, Prof. Martin Schüttler, Gabriel Hensche, Antonia Marten, Julia Wirsching

    www.campusgegenwart.de