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    Improvisation – Konzert IV
    Lee Patterson, Áine O'Dwyer, Jennifer Walshe

    ACHTUNG bei Nussallergie: Es wird auf der Bühne mit Nussöl und Nüssen gearbeitet!!!

    Lee Patterson: Freier Improvisator und Instrumentenbauer
    aus Manchester, Großbritannien. Er stellt Instrumente her und
    verwendet spezielle Mikrofone, um die Geräusche von Wasser,
    Kreide und brennenden Nüssen zu verstärken.

    Áine O‘Dwyer: Freie Improvisatorin und irische Künstlerin, in London lebend.
    Bekannt wurde sie durch das Album „Music
    for Church Cleaners“. Sie wird während der Aufführung Harfe,
    Stimme und Orgel verwenden.

    Jennifer Walshe: Improvisatorin, Komponistin & Performerin
    Spiel mit Stimme und Objekten,
    basierend auf einer großen Textsammlung.

    Durch die Verwendung von Tonaufnahmen zum Trainieren seiner Ohren hat Lee Patterson eine Reihe von verstärkten Geräten und Prozessen entwickelt, die komplexen Klang an unerwarteten Orten erzeugen oder aufdecken: Von Felskreide bis zu Quellen, von brennenden Nüssen bis zu Wasserpflanzen und Insekten lauscht er und macht eine Neuheit aus Spielobjekten und Situationen, die sonst als stumm gelten.  Zu seinen Partnern gehörten Mika Vainio, Jennifer Walshe, Vanessa Rossetto, David Toop, Rhodri Davies und John Butcher, Greg Pope, Benedict Drew, Luke Fowler, Lucio Capece, Rie Nakajima, Angharad Davies, Phil Durrant, Keith Rowe, John Tilbury, Xavier Charles und Tetsuya Umeda.  Seine Werke wurden im britischen Fernsehen, im BBC Radio, Resonance FM und bei Radiosendern weltweit gezeigt und ausgestrahlt. Er lebt und arbeitet in Prestwich, Manchester, Großbritannien.

    Áine O'Dwyer ist eine irische Experimentalmusikerin, bekannt für ihre Live-Performances und Aufnahmen, die die Ästhetik des Klangs und seine Beziehung zu Umwelt, Zeit, Publikum und Struktur untersuchen. Ursprünglich aus Pallasgreen, County Limerick, studierte sie an der Limerick School of Art and Design (Abschluss 2006) und in London an der Slade School of Fine Art (Abschluss 2011). Sie hat derzeit ihren Sitz in London. Als Kind spielte O'Dwyer Klavier, Tin Whistle, Flöte, Geige und Harfe. Heute spielt sie hauptsächlich an Harfe und Kirchenorgel. Zu ihren Alben gehören Gallarais (2017), Beast Diaries (2017), Music For Church Cleaners (2012), Locusts (2016) und Gegenschein (2016). Music For Church Cleaners ist ein Album von Pfeifenorgel-Improvisationen, die grafische Partituren verwenden und in der St. Mark's Church in Islington aufgenommen wurden, während die Kirchenreiniger weiterhin ihre Arbeit verrichten. Die Klänge der Aktivitäten der Reinigungskräfte wurden in die Aufnahmen aufgenommen. Dieses Album wurde auf Kassette veröffentlicht und später als Music For Church Cleaners Vol I & II (2015) zu einem vollständigen Album erweitert.

    Jennifer Walshe, geboren 1974 in Dublin/Irland. Sie studierte Komposition bei John Maxwell Geddes an der Royal Scottish Academy of Music and Drama, Kevin Volans in Dublin und promovierte 2002 an der Northwestern University, Chicago bei Amnon Wolman und Michael Pisaro. Jennifer Walshe erhielt 2000 den Kranichsteiner Musikpreis bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt, war Gast der Akademie Schloss Solitude Stuttgart, des DAAD Berliner Künstlerprogramms und der Fondazione Claudio Buziol. Außerdem war sie Composer-in-residence in South Dublin County beim In Context 3 und erhielt Preise der Foundation for Contemporary Arts, New York und des Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Derzeit ist sie Musiklektorin an der Brunel University, London. 2017 wurde sie auf eine Professur für Performance (CAMPUS GEGENWART) an die HMDK Stuttgart berufen.

    Jennifer Walshes Arbeiten wurden weltweit aufgeführt und gesendet unter anderen von Ensembles wie Alter Ego, ensemble recherche, National Symphony Orchestra of Ireland, Orchestra Sinfonica del Teatro La Fenice, Solistenensemble Kaleidoskop, Ensemble Resonanz, Apartment House, ensemble Integrales, Neue Vocalsolisten Stuttgart, Stuttgarter Kammerorchester, Schlagquartett Köln, Crash Ensemble, Con Tempo Quartet, ensemble ascolta, Champ d’Action, ensemble laboratorium, ensemble ]h[iatus, ensemble surplus, trio nexus, the Rilke Ensemble, the Irish Chamber Orchestra, the Irish Youth Wind Ensemble, Bozzini Quartet, Callino Quartet, Ensemble 2000, Concorde, Kaleidoscop, Black Hair, Continuum, Ensemble Musica Nova, ensemble chronophonie, the Scottish Chamber Orchestra Wind Quintet, the Hebrides Ensemble, Psappha und Q-02. Zu ihren Aktivitäten als Komponistin tritt Jennifer Walshe auch regelmäßig als Sängerin auf. Viele ihrer jüngeren Werke wurden für ihre Stimme in Verbindung mit anderen Instrumenten in Auftrag gegeben und wurden von ihr und anderen weltweit auf unzähligen Festivals aufgeführt wie Experimental Intermedia (New York), Maerzmuzik (Berlin), Ars Musica (Brussels), Ultima (Norway), Donaueschinger Musiktage, the Huddersfield Contemporary Music Festival, Late Music Festival (York), SoundField (Chicago), Music at the Anthology (New York) und anderen. Jennifer Walshe arbeitet mit Musikern aber auch improvisatorisch und tritt damit in Europa und den USA auf, wo sie mit Tony Conrad zum Duo Ma La Pert gehört. Seit 2007 entwickelt Walshe das Projekt Grúpat, in welchem sie zwölf verschiedene Alter Egos unterbringt – allesamt Mitglieder des Künstlerkollektivs Grúpat – und brachte Kompositionen, Installationen, grafische Partituren, Filme, Fotografie, Skulpturen und Mode mit diesen Alter Egos hervor.
    Jennifer Walshe ist seit 2012 Dozentin bei den Darmstädter Ferienkursen.

    Improvisation 28.-31.10.2019
    Ein viertägiger Versuch

    Wie lassen sich Kreativität und Erfindung im Verhältnis zu Überlieferung und Routine verstehen und erleben? Was haben sie generell mit unserem künstlerischem Handeln zu tun? Welche Freiheit ist ihr Versprechen?

    Für alle Studierenden und alle Lehrenden bietet die Hochschule vier Tage lang Gelegenheit, sich spielerisch und mental in der Improvisation zu üben. Der normale Lehrplan wird zurückgestellt, unsere Lehrenden haben zusammen mit Gastdozent*innen ein umfangreiches und in seiner Fülle einzigartiges Angebot erstellt von Workshops, Vorlesungen, zentralen Vorträgen und Konzerten, das allen offen steht.

    Den Rahmen für die Workshops und Kurse bilden vier Mittagsvorträge, organisiert vom Campus Gegenwart sowie vier abendliche öffentliche Konzerte im Konzertsaal, organisiert durch die vier Fakultäten.
    Der Geist der Improvisation soll auch in der räumlichen Umgebung der Hochschule sichtbar werden. Studierende der Akademie für Bildende Künste werden gemeinsam mit Studierenden der HMDK Stuttgart künstlerisch/gestalterische Interventionen für neue Aufenthaltsorte, Treffpunkte und soziale Räume entwickeln.