Veranstaltungen

    VERANSTALTUNGEN
    oder

    Improvisation – Konzert III
    Andrea Neumann, Sabine Ercklentz, Jule Flierl

    Jule Flierl: „Dissociation Study“ (2017)
    Grotesker Tanz für das Gesicht, in dem gegen die Übereinstimmung von singender Stimme und Gesichtsartikulation gearbeitet wird

    Jule Flierl: „Ore of Peace / Erz des Friedens“ (2019)
    Klang- und Rauminstallation, die das gleichnamige Propagandagedicht
    von Werner Kunz aus dem Jahr 1972 neu interpretiert.

    Duo Ercklentz–Neumann: „Drehwurm“
    Kombination experimenteller Grooves
    mit Ideen klanglicher Camouflage und Raumklang.

    Trio Ercklentz– Flierl–Neumann
    In Echtzeit lotet das Trio klangliche Schnittmengen aus.
    Welche gemeinsamen Klangräume gibt es?
    Mit welchen Strategien werden diese geformt?
    Welchen Platz bekommen individuelle Besonderheiten?
    Wie wirkt sich die Anatomie der Klangerzeugunger auf die Zeitlichkeit des Dialogs aus?

    Sabine Ercklentz studierte zunächst Jura an der FU Berlin, später dann Trompete/Popularmusik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler. Sie lebt in Berlin und arbeitet als Komponistin, Musikerin und Performerin. Ihre Arbeiten bewegen sich häufig in musikalischen Grenzbereichen und über feste Genregrenzen hinweg. Oft arbeitet sie in Kollaboration mit anderen Künstler*innen u. a. mit Andrea Neumann, Antonia Baehr und Anja Weber. Konzert- und Festivalauftritte führten sie u. a. zum FIMAV Victoriaville Kanada, Red Cat Los Angeles, CalArts in den USA, Rencontres Chorégraphiques Paris, Moderna Museet Stockholm, Taktlos Zürich, City of Women Lubiljana in Slowenien, Wittener Tage für Neue Kammermusik, Donaueschinger Musiktage, Forum Neue Musik, Jazzfestival Moers, Jazztage Leverkusen, Jazzfestival Leipzig, „Wie es Ihr gefällt“, ZKM Karlsruhe und zur Tanzplattform Deutschland in Dresden.

    Andrea Neumann, 1968 in Freiburg/Breisgau geboren, studierte klassisches Klavier an der Hochschule der Künste Berlin. Sie lebt in Berlin und arbeitet als Musikerin und Komponistin in den Bereichen Neuer Musik und Experimenteller Musik und ist Teil des Kollektivs LABOR SONOR, das seit 2000 eine Konzertreihe und seit 2015 Festivals in Berlin kuratiert. Seit 1996 entwickelt und spielt sie ein eigenes Instrumentarium, das Innenklavier - ein saitenbespannter, mittels Präparationen bespielter und mithilfe von Mischpult und diversen Pick-ups verstärkter Alurahmen. Sie war maßgeblich an der Entwicklung der Berliner Echtzeitmusik beteiligt, die zwischen Neuer Musik, Improvisation, Noise und Klangkunst angesiedelt ist. Neumann ist Mit-Herausgeberin von „echtzeitmusik berlin - selbstbestimmung einer szene“. Zu zahlreichen Konzert- und Festivalauftritten reiste sie durch ganz Europa, den USA, Kanada, Argentinien, Mexiko, Russland, Australien, Taiwan, Vietnam, China und Japan, und erhielt Kompositionsaufträge u. a. vom Deutschlandfunk, Bayrischen Rundfunk, MDR Leipzig, den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, EMS Stockholm und Ny Musikk Oslo.

    Jule Flierl (* Berlin) ist Tanzmacherin und Vokalakrobatin, studierte zeitgenössischen Tanz in Salzburg und Choreographie bei EXERCE in Montpellier, Frankreich. Sie recherchiert die Geschichte von Stimmtänzen in ihrer Lecture I INTEND TO SING, zeigte die minimalistische Techno-Romanze OPERATION ORPHEUS in diversen Museen und arbeitete unter anderem mit Martin Nachbar, Ibrahim Quarishi, Christine Borch, Sergiu Matis und Tino Sehgal. Ihr jüngstes Stück „Störlaut“ tourt international und brachte ihr den Titel „Hoffnungsträgerin 2018“ der Zeitschrift tanz ein.


    Improvisation 28.-31.10.2019
    Ein viertägiger Versuch

    Wie lassen sich Kreativität und Erfindung im Verhältnis zu Überlieferung und Routine verstehen und erleben? Was haben sie generell mit unserem künstlerischem Handeln zu tun? Welche Freiheit ist ihr Versprechen?

    Für alle Studierenden und alle Lehrenden bietet die Hochschule vier Tage lang Gelegenheit, sich spielerisch und mental in der Improvisation zu üben. Der normale Lehrplan wird zurückgestellt, unsere Lehrenden haben zusammen mit Gastdozent*innen ein umfangreiches und in seiner Fülle einzigartiges Angebot erstellt von Workshops, Vorlesungen, zentralen Vorträgen und Konzerten, das allen offen steht.

    Den Rahmen für die Workshops und Kurse bilden vier Mittagsvorträge, organisiert vom Campus Gegenwart sowie vier abendliche öffentliche Konzerte im Konzertsaal, organisiert durch die vier Fakultäten.
    Der Geist der Improvisation soll auch in der räumlichen Umgebung der Hochschule sichtbar werden. Studierende der Akademie für Bildende Künste werden gemeinsam mit Studierenden der HMDK Stuttgart künstlerisch/gestalterische Interventionen für neue Aufenthaltsorte, Treffpunkte und soziale Räume entwickeln.