Veranstaltungen

    VERANSTALTUNGEN
    oder
    Mi 19.12
    18:00 Uhr
    Orchesterprobenraum
    Eine Veranstaltung des Campus Gegenwart
    Eintritt frei
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    Über Performance :: Theater
    Vortrag von She She Pop

    Das Performance-Kollektiv She She Pop (Berlin) wurde Ende der 90er-Jahre am Gießener Institut für Angewandte Theaterwissenschaft gegründet. Die experimentelle Theaterpraxis der Gruppe zeichnet sich durch ihre kollektive Arbeitsweise aus – die Performer*innen verstehen sich als Autor*innen, Dramaturg*innen und Ausführende ihrer Bühnenhandlung. Die Bühne ist für She She Pop immer ein Ort der akuten Öffentlichkeit: Hier werden Entscheidungen getroffen, Gesprächsweisen und Gesellschaftssysteme ausprobiert, Sprech-Gesten und soziale Rituale einstudiert oder verworfen. Die gesellschaftlichen Grenzen der Kommunikation werden dabei permanent ausgelotet und kunstvoll überschritten.
    She She Pop arbeiten regelmäßig in Koproduktion mit dem HAU Hebbel am Ufer Berlin sowie an den Münchner Kammerspielen, am Schauspiel Stuttgart, auf Kampnagel (Hamburg) oder im Forum Freies Theater (Düsseldorf).

    www.sheshepop.de

    ÜBER PERFORMANCE
    Vortrags- und Gesprächsreihe, veranstaltet vom CAMPUS GEGENWART
    unter der Schirmherrschaft von Chris Dercon

    Der Begriff der Performance bzw. der Performativität hat eine beispiellose Karriere in verschiedensten Fächern und Disziplinen vorzuweisen – von der feministischen Theoriebildung über den Tanz bis hin zu performativen Praktiken in Theater, bildender Kunst und Musik.

    Wie aber kann dieses heterogene und vielschichtige künstlerische Feld beschrieben und definiert werden? Ist Performance nun eine Randerscheinung künstlerischer Aufführungspraktiken (z.B. in Theater und Konzert)? Richtet sie sich gar gegen tradierte Kunstbegriffe oder ist Performance als Methode heute längst im Mainstream künstlerischer Arbeitsweisen angekommen? Sind zeitbasierte künstlerische Praktiken nicht vielmehr per se performativ? Stimmt es, dass man sich, wenn man performativ arbeitet, gesellschaftlichen Machtverhältnissen entgegenstellt? Ist die Performance von ihrer Geschichte her einer kritischen Haltung verpflichtet?

    Eingeladen ist ein Querschnitt an Künstler*innen und Kulturproduzent*innen aus den Bereichen Musik, Bildende Kunst, Tanz, Theater, Film, Aktivismus, Neue Medien und Design, die einen Einblick in ihre künstlerische Praxis geben. Zu Gast sind ebenso Theoretiker*innen aus Theater-, Musik- Kunst- und Kulturwissenschaft sowie Philosophie, die theoretisch über den Begriff der Performance reflektieren.
    Ziel der Vortrags- und Gesprächsreihe „Über Performance“ ist es, einen Überblick über die vielen verschiedenen Ideen, Methoden und Vorstellungen zu geben, die mit dem Begriff der Performance bzw. des Performativen verbunden sind.

    Konzeption: Prof. Dr. Judith Siegmund, Antonia Marten, Julia Wirsching