Veranstaltungen

    VERANSTALTUNGEN
    oder
    Mi 28.11
    18:00 Uhr
    Alte Musikhochschule, Urbansplatz 2
    Eine Veranstaltung des Campus Gegenwart
    Eintritt frei
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    Über Performance :: Kuratieren
    Vortrag von Chris Dercon

    Der belgische Kunsthistoriker, Dokumentarfilmregisseur und Kulturproduzent Chris Dercon (Berlin) war zunächst in den Bereichen Performance, Tanz und Avantgarde-Theater tätig. Seit 1990 leitet er internationale Museen und Kulturinstitutionen und verfolgt dabei konsequent deren disziplinäre Öffnung. So verankerte Dercon als Direktor am Haus der Kunst in München neben der zeitgenössischen Kunst auch Tanz, Theater, Performance, Film, Architektur, Design und Mode im Programm. An der Tate Modern in London nahm er verstärkt eine globale zeitgenössische Kunstproduktion jenseits des Westens in den Blick und schuf neue Plattformen für Art in Action. Mit BMW Tate live lancierte er ein ambitioniertes Performance-Programm, das auch in den digitalen Raum ausgeweitet wurde. Die Berliner Volksbühne entwarf Dercon als ein durchlässiges „Theater ohne Grenzen“ mit dem Fokus auf einer dezidiert transdisziplinären Kunstproduktion.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Chris_Dercon

    ÜBER PERFORMANCE
    Vortrags- und Gesprächsreihe, veranstaltet vom CAMPUS GEGENWART
    unter der Schirmherrschaft von Chris Dercon

    Der Begriff der Performance bzw. der Performativität hat eine beispiellose Karriere in verschiedensten Fächern und Disziplinen vorzuweisen – von der feministischen Theoriebildung über den Tanz bis hin zu performativen Praktiken in Theater, bildender Kunst und Musik.

    Wie aber kann dieses heterogene und vielschichtige künstlerische Feld beschrieben und definiert werden? Ist Performance nun eine Randerscheinung künstlerischer Aufführungspraktiken (z.B. in Theater und Konzert)? Richtet sie sich gar gegen tradierte Kunstbegriffe oder ist Performance als Methode heute längst im Mainstream künstlerischer Arbeitsweisen angekommen? Sind zeitbasierte künstlerische Praktiken nicht vielmehr per se performativ? Stimmt es, dass man sich, wenn man performativ arbeitet, gesellschaftlichen Machtverhältnissen entgegenstellt? Ist die Performance von ihrer Geschichte her einer kritischen Haltung verpflichtet?

    Eingeladen ist ein Querschnitt an Künstler*innen und Kulturproduzent*innen aus den Bereichen Musik, Bildende Kunst, Tanz, Theater, Film, Aktivismus, Neue Medien und Design, die einen Einblick in ihre künstlerische Praxis geben. Zu Gast sind ebenso Theoretiker*innen aus Theater-, Musik- Kunst- und Kulturwissenschaft sowie Philosophie, die theoretisch über den Begriff der Performance reflektieren.
    Ziel der Vortrags- und Gesprächsreihe „Über Performance“ ist es, einen Überblick über die vielen verschiedenen Ideen, Methoden und Vorstellungen zu geben, die mit dem Begriff der Performance bzw. des Performativen verbunden sind.

    Konzeption: Prof. Dr. Judith Siegmund, Antonia Marten, Julia Wirsching