Veranstaltungen

    VERANSTALTUNGEN
    oder
    So 07.05
    11:00 - 19:00Uhr
    HMDK Stuttgart
    € 10/5
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    Bach-Tag
    J. S. Bachs Clavierübungen I-III & Jacques Loussiers "Play Bach & more"

    Johann Sebastian Bachs Clavierübungen I-III
    und Jacques Loussiers Play Bach & more

    Studierende der Cembalo- und Orgelklassen
    sowie Studierende des Instituts für Jazz & Pop

    11 Uhr, KONZERTSAAL
    „Clavier-Übung / bestehend in / Præludien, Allemanden, Couranten, Sarabanden, Giguen, / Menuetten, und anderen Galanterien / OPUS 1“ (Sechs Partiten, BWV 825-830 (Auswahl)) 

    Partita I B-Dur, BWV 825

    Praeludium - Allemande - Corrente - Sarabande - Menuett I und II - Gigue
    Kexin Ke, Cembalo

    Partita II c-Moll, BWV 826

    Sinfonia: Grave Adagio - Andante - Allemande - Courante - Sarabande - Rondeau - Capriccio
    Maria Genina und Kexin Ke, Cembalo

    Partita V G-Dur, BWV 829

    Praeambulum - Allemande - Corrente - Sarabande - Tempo di Menuetto - Passepied - Gigue
    Maria Genina, Cembalo

    - Pause -

    Partita VI e-Moll, BWV 830

    Toccata - Allemande - Corrente - Sarabande - Tempo di Gavotta - Air
    Niels Pfeffer, Cembalo

    Partita III a-Moll, BWV 827

    Fantasia - Allemande - Corrente - Sarabande - Burlesca - Scherzo - Gigue
    Freddie James, Cembalo

    Partita IV D-Dur, BWV 828

    Ouverture - Allemande - Courante - Aria - Sarabande - Menuett - Gigue
    Lukas Streibl, Cembalo

     

    14 Uhr, KAMMERMUSIKSAAL

    „Zweyter Theil der / Clavier Ubung / bestehend in / einem Concerto nach Italiaenischen Gusto / und / einer Overture nach Französischer Art / vor ein / Clavicymbel mit zweyen / Manualen.“ (BWV 971 und 831) 

    Italienisches Konzert F-Dur, BWV 971 (ohne Bez.) - Andante - Presto
    Lukas Streibl, Cembalo

    Ouvertüre h-Moll, BWV 831
    Ouverture -  Courante - Gavotte - Passepied - Sarabande - Bourrée -Gigue - Echo
    Freddie James, Cembalo

    15.30 Uhr, ORGELRAUM 3.01

    „Dritter Theil / der / Clavier Übung / bestehend / in / verschiedenen Vorspielen /
    über die / Catechismus- und andere Gesaenge, / vor die Orgel“ (Auswahl)

    Praeludium pro Organo Pleno
    Julia Lehner, Orgel

    Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit - a 2 Clav. e Pedale Christe, aller Welt Trost - a 2 Clav. e Ped.
    Kyrie, Gott Heiliger Geist - a 5 con Organo pleno
    Freddie James, Orgel

    Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit Alio modo. Manualiter Christe, aller Welt Trost Kyrie, Gott Heiliger Geist
    Niels Pfeffer, Clavichord

    Allein Gott in der Höh sei Ehr a 2 Clav. e Pedale
    Freddie James, Orgel

    Dies sind die heil’gen zehn Gebot  a 2 Clav. e Pedale Fughetta super: Dies sind die heil’gen zehn Gebot’  Manualiter
    Sooyoung Choi, Orgel // Niels Pfeffer, Clavichord

    Wir glauben all an einen Gott (In Organo pleno) Fughetta super: Wir glauben all an einen Gott
    Marc-Aureel Siemon, Orgel / Niels Pfeffer, Clavichord

    Vater unser im Himmelreich - a 2 Clav. e Pedale Vater unser im Himmelreich - Alio modo. Manualiter
    Yeri Ahn, Orgel / Niels Pfeffer, Clavichord

    Christ unser Herr zum Jordan kam – Manualiter
    Niels Pfeffer, Clavichord

    Aus tiefer Not schrei ich zu dir - a 6 in Organo pleno con Pedale doppio Aus tiefer Not schrei ich zu dir -  Alio modo. Manualiter
    Yeri Ahn, Orgel / Niels Pfeffer, Clavichord

    Jesus Christus unser Heiland - a 2 Clav.
    Lukas Streibl, Orgel

    Duetto G-Dur
    Min Uhlig, Orgel

    Fuga a 5 con pedale pro Organo Pleno
    Julia Lehner, Orgel


    17.30 Uhr, ORCHESTERPROBENRAUM

    Jacques Loussier’s Play Bach & more
    Lucas Klein, Drums
    Frieder Klein, Bass
    Rainer Tempel, Klavier

    Kennen Sie Johann Sebastian Bachs Opus 1? Mit der Bezeichnung „Opus 1“ veröffentlichte der 46-jährige Johann Sebastian Bach im Jahr 1731 erstmals eine Sammlung mit Cembalomusik im Druck. Ein Großteil seiner heutzutage meistgespielten Orgel- und Cembalowerke lag zu diesem Zeitpunkt bereits in zahlreichen Abschriften seiner Schüler und Verehrer vor – wie beispielsweise das Wohltemperierte Klavier, die zahlreichen Orgelpräludien oder das Orgelbüchlein – auch ein Großteil seiner Kantaten, die Passionen und die Brandenburgischen Konzerte. Das Komponieren war zur Bachzeit schlicht Bestandteil und Handwerk eines Cantors oder Capellmeisters – kein eigenständiger Beruf; so sind beispielsweise Kantaten-Kompositionen für eine unmittelbare Aufführung im Gottesdienst entstanden. Mit „Opus 1“ scheint Bach einen biographischen Wendepunkt markieren zu wollen – er komponierte nun mit einer offensichtlich neuen Intention: Werke zu veröffentlichen und seinem Künstlerprofil öffentliches Gewicht zu verleihen: der Komponist Bach ist geboren. Die Clavierübungen – Bachs VermächtnisSeinem Opus 1 sollten noch eine Reihe weiterer Clavierübungen (Sammlung von Kompositionen für Tasteninstrumente) folgen. Sie beweisen Bachs universales Genie auf allen Gebieten der Komposition und als Virtuosen auf Cembalo und Orgel. Während Bach das Instrumentarium der übrigen Clavierübungen (zweimanualiges Cembalo, bzw. Orgel mit Pedal) bestimmt, überlässt er bei seinem Opus 1 – die Sechs Partiten - dem Interpreten die Wahl! Die Reihe von Clavierübungen ist in Ihrer Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen. Sie stellen das autorisierte Vermächtnis J. S. Bachs dar: Theologisches und Weltliches findet in den Clavierübungen ebenso Platz wie Anspruchsvolles und Unterhaltsames. Alle Stücke stellen höchste Ansprüche an die Virtuosität des Spielers - weit bekannt sind das Italienische Konzert und die Goldberg-Variationen, sie bilden jedoch nur zwei Aspekte des Kosmos Clavierübung.    Innovation im Clavierbau: Das „Piano Fort“ G. Silbermann arbeitet in den 1730er Jahren an einem „Piano Fort“, einem Hammerflügel. Als Vorbild dienen ihm die Instrumente des Italieniers Bartolomeo Christofori, der bereits gegen Ende des 17. Jahrhunderts eine hochdifferenzierte Hammerflügelmechanik entwickelt hat, an dessen handwerkliche und klangliche Präzision erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts wieder angeknüpft wird.  J. S. Bach hat in den 1730er Jahren den Klang dieses neuartigen Silbermannschen Instrumentes „gerühmet, ja bewundert. Aber dabey getadelt, daß es in der Höhe zu schwach lautete, und gar zu schwer zu spielen sey“ (Adlung 1768). Nur ein Jahr später veröffentlicht Bach sein Opus 1! Der Ausspruch „Wenn Bach das Klavier gekannt hätte“ bekommt somit eine neue Dimension: Bach kannte das Klavier und schätzte es sogar – und wir könnten es hören…Die HMDK Stuttgart verfügt über eine außerordentlich vielfältige Sammlung an historischen Tasteninstrumenten: dazu zählen unsere Orgeln, die Cembali, Hammerflügel und Clavichorde, die einen stilistischen Zeitraum von etwa 1600 bis 1880 abdecken. Unsere Studierenden bekommen somit die einzigartige Möglichkeit, die Literatur verschiedener Komponisten an Kopien entsprechender zeitgenössischer Instrumente zu studieren. Dabei inspirieren Klang und Spielgefühl zu historisch informierten Interpretationen, auch fernab heutiger Hörgewohnheiten. An unserem Bach-Tag wollen wir eine repräsentative Auswahl unserer Instrumentensammlung zum Klingen bringen und Ihnen mit Bachs Musik präsentieren!