Veranstaltungen

    VERANSTALTUNGEN
    oder
    Mo 13.10
    20:00 Uhr
    Konzertsaal
    Andra Darzins, Viola & Kolja Lessing, Klavier
    € 10/5
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    Endzeit vom Feinsten
    Kammermusik von Max Reger und Johannes Brahms

    Max Reger       
    Sonate B-Dur für Viola und Klavier op. 107 (1908/9)
    1. Moderato
    2. Vivace – Adagio – Vivace
    3. Adagio
    4. Allegretto con grazia – Adagio

    - Pause -

    Max Reger       
    Zwei Gedenkstücke für Johannes Brahms für Klavier
    Resignation op. 26 Nr. 5 (1898)
    Rhapsodie „Den Manen J. Brahms“ op. 24 Nr. 6 (1898)

    Johannes Brahms   
    Sonate Es-Dur für Viola und Klavier op. 120 Nr. 2 (1894)
    1. Allegro amabile
    2. Allegro appassionato – Sostenuto – Tempo I
    3. Andante con moto – Allegro – Più tranquillo

    Andra Darzins, Viola
    Kolja Lessing, Klavier

    ANDRA DARZINS, in Australien geboren, studierte an der Universität von Adelaide. Als Stipendiatin des Churchill Memorial Trust und des DAAD schloss sie ein Aufbaustudium (Konzertexamen) an der Hochschule der Künste in Berlin bei Wolfram Christ 1989 mit Auszeichnung ab. Anschließende Studien bei Kim Kashkashian sowie Meisterkurse rundeten ihre Ausbildung ab. Sie ist Preisträgerin des ABC Concerto Competition in Australien, des Internationalen Musikwettbewerbs in Genf (Sonderpreis „Prix Frederic Liebstoeckl“) und 1992 gewann sie den 2. Preis beim Lionel Tertis International Viola Competition in Großbritannien. 1993-2004 war Andra Darzins 1. Solobratschistin beim Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. 1998-2003 war sie Teilzeitprofessorin in Hamburg. 2003-2004 vertrat sie Tabea Zimmermann an der „Hanns Eisler“ Hochschule in Berlin. Seit 2004 ist sie Professorin an der Musikhochschule in Stuttgart. Andra Darzins gibt Meisterkurse in Australien, Deutschland, Italien, Lettland, Polen und Spanien und wirkt als Jurorin bei verschiedenen Wettbewerben (Walter Witte Viola Wettbewerb, Deutsche Musikrat Wettbewerb u. a.) Sie führt eine rege solistische und kammermusikalische Tätigkeit im In- und Ausland. Neben solistischen Auftritten mit Orchestern (u.a. mit Dirigenten wie Wolfgang Sawallisch, Gerd Albrecht und Ingo Metzmacher) ist sie regelmäßig zu Gast bei Kammermusikfestivals in Europa und Übersee, zum Beispiel beim „Bach Festival“ in Riga, „Barock Festival“ in Tallinn, „Enescu Festival“ in Bukarest, „Hopfgarten Kammermusikfest“ in Österreich, „Vogler Spring Festival“ in Irland oder „Viola Festival“ in Melbourne. Als Kammermusikerin ist sie in der Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin, der Concertgebouw Amsterdam und der Musikhalle Hamburg aufgetreten und spielt regelmäßig im „Goldenen Saal „ in Riga. Sie ist außerdem künstlerische Leiterin der Kammermusikreihe „St. Antonius Herbstkonzerte“ in Stuttgart. Mit Enthusiasmus spielt Andra Darzins zeitgenössische Musik und hat einige Werke zur Uraufführung gebracht. Aufgrund ihrer lettischen Vorfahren hegt sie ein besonderes Interesse für Musik aus dem Baltikum. Im 2010 ist ihr CD „Lettische Impressionen„ mit Werke lettischer Komponisten für Viola und Klavier (mit Andreas Kersten) erschienen.

    KOLJA LESSING, einer der vielseitigsten Musiker unserer Zeit, hat als Geiger und Pianist durch seine Verbindung von interpretatorischer und wissenschaftlicher Arbeit dem Musikleben prägende Impulse verliehen. Durch seinen Einsatz wurden z. B. Georg Philipp Telemanns Violinfantasien und Johann Paul Westhoffs Violinsuiten ebenso für den Konzertsaal wiederentdeckt wie auch viele bedeutende Klavierwerke des 20. Jahrhunderts, u. a. von Berthold Goldschmidt, Philipp Jarnach, Ignace Strasfogel und Wladimir Vogel. International ausgezeichnete CD-Produktionen dokumentieren die-se stilistisch differenzierte Auseinandersetzung mit Repertoire vom Barock bis zur Moderne, das Standardwerke wie Raritäten gleichermaßen umfasst. Kolja Lessings weltweite Konzert- und Aufnahmetätigkeit als Geiger und Pianist beinhaltet sowohl die Zusammenarbeit mit führenden Orchestern unter Dirigenten wie Yakov Kreizberg, Nello Santi und Lothar Zagrosek als auch verschiedenste kammermusikalische Projekte. In Anerkennung seines Engagements für verfemte Komponisten erhielt er 1999 den Johann-Wenzel-Stamitz-Sonderpreis, 2008 wurde er mit dem Deutschen Kritikerpreis für Musik ausgezeichnet. 2010 kam die Fernseh-Dokumentation „Ferne Klänge“ über seinen Einsatz für Musik im Exil zur Erstsendung. Zahlreiche Uraufführungen von Violinwerken, die Komponisten wie Haim Alexander, Tzvi Avni, Abel Ehrlich, Jacqueline Fontyn, Berthold Goldschmidt, Ursula Mamlok, Dimitri Terzakis und Hans Vogt eigens für Kolja Lessing schrieben, spiegeln sein internationales Renommee ebenso wie regelmäßige Einladungen zu Meisterkursen in Europa und Nordamerika. Nach Professuren für Violine und Kammermusik an den Musikhochschulen Würzburg und Leipzig wirkt er seit dem Jahre 2000 in gleicher Funktion an der Musikhochschule Stuttgart. Seine eigene grundlegende musikalische Ausbildung erhielt Kolja Lessing bei seiner Mutter und später bei Hansheinz Schneeberger in Basel, wo er sich auch kompositorischen Studien widmete. Prägende künstlerische Anregungen gewann er darüber hinaus aus der Zusammenarbeit mit Berthold Goldschmidt, Ignace Strasfogel und Zoltán Székely.