Veranstaltungen

    VERANSTALTUNGEN
    oder
    So 15.02
    19:00 Uhr
    Konzertsaal
    € 10/5
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    Alumniade
    Christina Landshamer, Sabine Sauer, Jürgen Essl

    Cesar Franck
    Prélude, Fugue et Variation op. 18 pour Orgue et Piano

    Hugo Wolf
    10 geistliche Lieder aus dem „Spanischen Liederbuch“
    Spanisches Liederbuch, Geistliche Lieder für eine Singstimme und Klavier, teilweise in der Bearbeitung von Max Reger für Singstimme und Orgel
    I.     Nun bin ich dein, du aller Blumen Blume
    II. Die du Gott gebarst, du Reine
    III. Nun wandre, Maria, nun wandre fort
    IV. Die ihr schwebet um diese Palmen
    V. Führ' mich, Kind, nach Bethlehem!
    VI. Ach, des Knaben Augen sind mir
    VII. Mühvoll komm' ich und beladen
    VIII. Ach, wie lang die Seele schlummert!
    IX. Herr, was trägt der Boden hier
    X. Wunden trägst du, mein Geliebter

    - Pause -

    Axel Ruoff
    Toccata für Klavier und Orgel (Uraufführung)

    Louis Vierne
    Les Angelus, Triptyque für Sopran und Orgel, op. 57
    I - Au Matin
    II - A Midi
    III - Au Soir

    Cesar Franck
    Final op. 21

    Die gebürtige Münchnerin Christina Landshamer studierte an der Hochschule für Musik und Theater München bei Angelica Vogel sowie anschließend in der Liedklasse von Konrad Richter und in der Solistenklasse bei Dunja Vejzović an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Nach ersten Gastengagements an der Stuttgarter Staatsoper sang die Sopranistin an der Opéra du Rhin in Straßburg unter Marc Albrecht (Fidelio/Marzelline) sowie an der Komischen Oper in Berlin (Susanna). 2009 hatte „die virtuos auftrumpfende Christina Landshamer“ ihr sehr erfolgreiches Debüt im Theater an der Wien als Clarice in Haydns Il mondo della luna unter Nikolaus Harnoncourt. Nach einer szenischen Fassung des Messias am Pariser Théatre du Chatelet 2011 debütierte sie unter der Leitung von Christian Thielemann in Frau ohne Schatten (Hüter der Schwelle – Regie: Christof Loy) bei den Salzburger Festspielen, wo sie ein Jahr später als Frasquita in Carmen wieder zu erleben war, diesmal unter Simon Rattle mit den Berliner Philharmonikern. Im selben Jahr debütierte sie bei den Baden-Badener Festspielen, wieder unter Christian Thielemann (Ariadne auf Naxos, Najade). In Simon McBurney‘s gefeierter Neuproduktion von Mozarts Zauberflöte an der Oper Amsterdam unter Marc Albrecht gab Christina Landshamer Ende 2012 ihr umjubeltes Debüt als Pamina. 2014 ist sie in Händels Ri-naldo als Almirena in Glyndebourne zu erleben. 2015 wird sie erneut mit Christian Thielemann zusammenarbeiten (Freischütz/Ännchen), dann an der Semperoper Dresden. Christina Landshamer arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Kent Nagano, Marc Albrecht, Marcus Creed, Manfred Honeck, Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Nikolaus Harnoncourt, Sir Roger Norrington, Stéphane Denève, Pablo Heras-Casado und Riccardo Chailly mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem SWR Sinfonieorchester, dem Freiburger Barockorchester, dem Tonhalleorchester Zürich, mit der Tschechischen Philharmonie Prag, dem Orchestre des Champs Elysées und mit dem Montreal Symphony Orchestra zusammen. Neben ihren Opernprojekten sind wichtige Stationen in der Saison 2014/2015 eine Tournee mit dem Gewandhausorchester unter Riccardo Chailly, Konzerte mit den Berliner Phil-harmonikern/Alan Gilbert, mit dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra/ Philippe Herreweghe, dem NDR Sinfonieorchester/Thomas Hengelbrock, dem Chor des Bayerischen Rundfunks/Peter Dijkstra, Auftritte mit dem WDR Sinfonieorchester sowie dem Orchestre National de France/Daniele Gatti. 

    Jürgen Essl ist auf vielfältige Weise als Organist, Komponist und Pädagoge in der internationalen Musikszene präsent. Seine Konzerttätigkeit als Interpret und Improvi-sator führte ihn durch Europa, nach Japan, Israel, den USA und Mexiko, er gastierte in der Moskauer Philharmonie, dem Smetanasaal Prag, dem Wiener Konzerthaus, dem Madrider Auditorio Nacional, in Notre Dame Paris, der Kathedrale Lissabon, dem Kölner und Regensburger Dom, dem Züricher Grossmünster u.v.a.m. Sein Repertoire reicht von Alter Musik bis zu Uraufführungen gegenwärtiger Musik, renommierte Komponisten haben ihm etliche Werke gewidmet, darunter etwa Jan Jirasek´s Con-certo für Orgel und Orchester „Dance with the Universe“ 2012. In Zusammenarbeit mit dem SWR und dem Carus-Verlag führte er als Leiter von Orpheus Vokalensemble, Ars Antiqua Austria und Concerto Köln wiederentdeckte Musik des 18. Jh. aus Oberschwaben auf. Er gibt zahlreiche Meisterkurse und ist gefragter Juror bei Orgel-wettbewerben. Über 20 CD-Einspielungen und Produktionen mit großen Rundfunkanstalten dokumentieren sein vielfältiges musikalisches Wirken. In Jürgen Essl´s kompositorischem Oeuvre finden sich Werke für Chor, Orgel, Klavier und Ensembles, aber auch das großbesetzte Oratorium „De Angelis“. Kompositionen von Jürgen Essl werden von renommierten Solisten und Ensembles wie den Regensburger Domspatzen weltweit zur Aufführung gebracht. 2003 wurde ihm der „Kompositionspreis Kir-chenmusik Baden-Württemberg“ verliehen. Seine 2011 erschienene CD „ESPACIOS“ mit Kompositionen und Improvisationen für Orgel wurde bei „klassik heute“ mit Höchstnoten in allen Kategorien bewertet. Seine Ausbildung erhielt er bei Ludger Lohmann, Willibald Bezler, Francis Chapelet und Michael Radulescu in Stuttgart, Bordeaux und Wien. Nach dem Studium war er zunächst Kirchenmusiker in Sigmaringen, 1997 wurde er als Professor an die Lübecker Musikhochschule berufen, 2003 folgte er einem Ruf an die Stuttgarter Musikhochschule, deren Organistenausbildung weltweiten Ruf genießt.

    Die Stuttgarterin Sabine Sauer studierte zunächst bei Paul Buck, dann an der Stuttgar-ter Musikhochschule bei Shoshana Rudiakov. An der Wiener Musikhochschule setzte sie ihre Ausbildung für Klavier und Kammermusik bei Heinz Medjimorec fort. Seit 2014 unterrichtet sie als Lehrbeauftragte an unserer Hochschule. Zuvor hatte sie auch an der Lübecker Musikhochschule einen Lehrauftrag. Bei der International Summer Academy of Music (ISAM) in Ochsenhausen betreut sie die Einstudierung neuer Werke der Kompositionsklassen und spielt zahlreiche Uraufführungen. Sie konzertiert als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin.

    Axel Ruoff wurde 1957 in Stuttgart geboren. In den Jahren 1975 bis 1983 studierte er Komposition, Musiktheorie und Klavier an der Musikhochschule Stuttgart und an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Zu seinen Lehrern zählten u.a.  Milko Kelemen, Joonas Kokkonen, Rolf Hempel, Erhard Karkoschka (elektronische Musik). 1979 legte er die Staatsexamina in Musiktheorie und Klavier ab, jeweils mit Auszeichnung, 1984 die Künstlerische Abschlussprüfung in Komposition. Bereits seit 1983 war er als Dozent für Musiktheorie an der Musikhochschule in Trossingen tätig, bis er in den Jahren 1985-87 als Stipendiat des Japanischen Kultusministeriums nach Tokio ging, um an der National University of Fine Arts and Music zu studieren; außerdem lehrte er als Gastprofessor an verschiedenen japanischen Universitäten. Hier lernte er seinen wichtigsten Lehrer, Hiroaki Minami,  kennen. Seit 1992 hat er eine Professur für Partiturspiel an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart inne. Von 2006-2010 war er Prodekan, von 2010-2014 Studiendekan ebendort. Von 2002 bis 2008 lehrte er außerdem Tonsatz und Musiktheorie an der Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen, darüber hinaus ist er gefragter Juror bei internationalen Kompositionswettbewerben. Die Liste seiner Preise und Auszeichnungen ist lang; er war u.a. Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg, mehrfacher Preisträger bei Kompositionswettbewerben des Landesmusikrates Baden-Württemberg, Träger des Preises Valentino Bucchi (Rom) wie auch Preisträger beim Internationalen Kompositionswettbewerb Ensemblia der Stadt Mönchengladbach, 1. Preis beim Kompositionswettbewerb „Pro Loco Corciano“, Perugia, 1. Preis beim 6. Internationalen Kompositionswettbewerb „ICONS“ Torino. 1. Preis beim 6. Internationalen Kompositionswettbwerb für Neue Geistliche Musik, Saarlouis, Sonderpreis der GEMA und des BDMV beim 5. Deutschen Musikfest in Chemnitz, 2. Preis beim 3. Internationalen Kompositionswettbewerb für Orchesterwerke „Uuno Klami“ (Finnland) u.v.a. 1988 wurde er für das „Forum junger deutscher Komponisten, Berlin“ ausgewählt. Seitdem werden seine Werke von renommierten Interpreten und bei bedeutenden Festivals in aller Welt wie „Petersburger Frühling“, „Tokyo Summer“, „Budapester Frühling“, „Settembre Musica Torino“ usw. aufgeführt. Rundfunkaufnahmen und Fernsehaufnahmen  entstanden bei vielen in- und ausländischen Sendern, erste Schallplattenaufnahmen erschienen bei Aulos, zahlreiche weitere folgten bei verschiedenen Labels. 2002 wurde Axel Ruoff für seine Verdienste um die Kirchenmusik der „Kompo-sitionspreis Kirchenmusik 2001“ durch Landesbischof Gerhard Maier verliehen.