Veranstaltungen

    VERANSTALTUNGEN
    oder
    So 29.03
    10:00 Uhr
    Orchesterprobenraum
    Eintritt frei
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    Symposium zur Aufführungspraxis
    italienischer Rezitative in den Opern zur Händelzeit

    Das Rezitativ gehört womöglich zu den musikalischen Stücken der Barockzeit, dessen Notation am weitesten von der erwarteten Aufführungspraxis entfernt ist. Dabei gehört das Rezitativ als handlungstreibendes Element von Opern, Oratorien und Kantaten in den Alltag von Sängern und Instrumentalisten, aber auch von Regisseuren und Dramaturgen.Innerhalb des Symposiums sollen die zahlreichen Fragen zur Aufführungspraxis anhand historischer Quellen dargestellt und in Workshops umgesetzt werden. Dazu kommen Wissenschaftler, Dirigenten der Barockszene und Spezialisten der Historischen Aufführungspraxis zusammen. In einer abschließenden Gesprächsrunde sollen die Chancen und Möglichkeiten einer historisch informierten Aufführungspraxis für den heutigen Theaterbetrieb diskutiert werden.

    Konzeption & Leitung: Prof. Jörg Halubek

    Sonntag, 29.03.
    10-12 Uhr 
    Workshop mit Alessandro de Marchi 

    14-16 Uhr 
    Aufführungspraxis vs. Theaterpraxis 
    – Gesprächsrunde mit Alessandro de Marchi, Sergio Morabito, Jörg Halubek Moderation: Dr. Regula Rapp, Rektorin der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

    Der Eintritt ist frei!

    Alessandro De Marchi. Der Dirigent Alessandro De Marchi gilt als einer der führenden Spezialisten der Aufführungspraxis auf historischen wie auch auf modernen Instrumenten. Sein Opernrepertoire reicht von Monteverdi, Cavalli, Vivaldi und Händel über Keiser, Pergolesi und Hasse bis zu Haydn, Mozart und Cimarosa. Bellini, Rossini und Donizetti führt De Marchi ebenfalls im Originalklang auf und sieht sie in einer historischen Kontinuität zur Oper der Barockzeit und der Klassik. Er dirigiert an wichtigen Opernhäusern Europas (Mailand La Scala, Venedig La Fenice, Paris Champs Elysées, Brüssel La Monnaie, Dresden Semperoper, Berlin Staatsoper „Unter den Linden“ und Komische Oper, Staatstheater Stuttgart, Theater an der Wien, Opéra de Lyon etc.) und tourte durch Kanada, Australien, Südamerika und Japan. Konzertdirigate führten ihn unter anderem nach Wien (Wiener Simphoniker), Paris (Orchestre National de France), Rom (Orchestra sinfonica dell’Accademia di S. Cecilia), Mailand (Orchestra sinfonica dell’Accademia della Scala), Venedig (Orchestra della Fenice) und Florenz (Orchestra del Maggio musicale fiorentino). Er dirigiert die NDR Radio Philharmonie, das Münchner Rundfunkorchester, die Staatskapelle Berlin, die Essener Philarmoniker, das Orchestre de Chambre de Genève, die Radio Kamer Philharmonie Amsterdam und andere namhafte Orchester.

Aufsehen erregende Projekte und Produktionen in jüngerer Vergangenheit waren die Neuproduktionen von Händels „Teseo“ und “Orlando” an der Komischen Oper Berlin, die Aufführungsserie von Hasses „Cleofide“, von Händels „Giulio Cesare“ und Rossinis „Il barbiere di Siviglia” und “L’Italiana in Algeri” an der Semperoper Dresden und Produktionen von Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ in Oslo und Händels “Rinaldo” an der Oper Köln.  Große Erfolge feierte auch seine „Anna Bolena“ in Köln und sein Sinfonie-Konzert mit Werken von Stravinsky, Rota, Malipiero und Respighi am Teatro della Fenice. Eine besonders enge, langjährige Verbindung besteht zum Hamburgischen Staatsorchester. Neben Sinfoniekonzerten dirigierte er an der Hamburgischen Staatsoper  Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea”, “Giulio Cesare in Egitto” und "Almira" von Händel, Telemanns „Flavius Bertaridus König der Langobarden", Keisers „Der Lächerliche Prinz Jodelet”, Mozarts „Don Giovanni”, Rossinis „Il Barbiere di Siviglia” und „Cenerentola”, Glucks „Iphigenie in Tauris“ sowie  John Neumeiers Ballettversionen von Bachs „Weihnachtsoratorium“ und „Messias". Zahlreiche Live-Auftritte in europäischen Radiosendern und zahlreiche CD-Aufnahmen für Naïve, Opus 111, Harmonia Mundi France, Accord, Symphonia, K617, Hyperion, Decca (Produktion mit Cecilia Bartoli und Juan Diego Florez von Bellinis „La sonnambula“), Sony/ Harmonia Mundi (Pergolesis „Olimpiade”, Händel-Caldara „Carmelite Vesper  1709”, Telemanns „Flavius Bertaridus”, Provenzales „Stellidaura vendicante”). Seit 1998 ist Alessandro De Marchi Generalmusikdirektor des Barockorchesters Academia Montis Regalis. 2009 wurde De Marchi in der Nachfolge von René Jacobs die künstlerische Leitung der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik übertragen. Dort hat De Marchi den Nachwuchsgesangsförderung „Cesti-Wettbewerb“ ins Leben gerufen. Er gibt regelmäßig an der Schola Cantorum Basel Belcanto-Meisterkurse.