Kufo23


Die Kurzformate des 3. Jahrgangs Studiengang Figurentheater an der HMDK Stuttgart

30. September 19.30 Uhr im Fitz!

A regular arrangement

von Jo Posenenske

eine entdichtung nach gertrude stein

a blue coat, a table, red roses, a sound. diese und andere objekte be- und zerschreibt gertrude stein in „objects“. in einem versuch der rückübersetzung von text zu bild finden sich einige alltagsobjekte in einem koordinatensystem aus fäden und steinen ein. sie hängen, klingen, pendeln und machen sich selbstständig.

konzeption, bau, spiel: jo posenenske
außenblick: franz schrörs
künstlerische betreuung: prof. stephanie rinke
bauberatung: fabian schrörs

Dauer: 16 min

Evas Apel

von Eva Mario Hasler

von Geschlecht und anderen Mythen
»Evas Apfel« beschäftigt sich/mich mit der Vergeschlechtlichung von Mythen. Die Performer*in begibt sich, ausgehend von einem operesken Sündenfall-Reenactement, in ein Spiel mit Geschlecht und der Bedeutung von Geschlecht. Ein Genderplay mit offenem Ende.

Konzept, Regie, Spiel: Eva Mario Hasler
Dramaturgie, Regie: Lotte Patzelt
Sound: Laima Priedite
Künstlerische Betreuung: Prof. Stephanie Rinke

Dauer: circa 15 Minuten, wenig deutsche Sprache

Don´t open

von Emil Fischer

Etwas lebt im Schrank und kämpft sich frei. Was lauert im Dunkeln? In einem Zusammenspiel aus Licht und Ton wird das Publikum eingeladen ins Ungewisse einzutauchen und alten Kindheitsängsten entgegenzutreten. In einer Hommage an klassische Horrorfilme wird ein Schrank zum Albtraum auf der Bühne. 

Spiel/Bau: Emil Fischer
Künstlerische Betreuung: Prof. Florian Feisel

Dauer: circa 10 Minuten



Vreschmlezen

von Subi Lee

Wie vielen Grenzen begegnen Sie im Alltag? Oder wie viele Grenzen tragen Sie in sich? Haben Sie jemals gedacht, dass Sie auf keine Seite der Grenzen gehören können? Gab es Zeiten, in denen Sie unvermischbare Grenzen vermischen mussten?
In einem weißen Raum mit einer weißen Neutralmaske, wo es unmöglich scheint sich zu orientieren, sucht die Spielerin nach einer Position mit ihrem Körper, der die Verschmelzungen aufnimmt.

Spiel und Idee: Subi Lee
Musikerin: Zoey Jaeyeon Jo)

Dauer: circa 10 Minuten



Fischeye

von Nóra Vermes

Der Fisch lebt seine Welt: fragt nicht, interpretiert nicht, denkt nicht nach. (Glaube ich.) Er existiert einfach. Dann wird er gefischt und begegnet dem Menschen. Als der Mensch den Fisch beschreibt, sieht der Fisch sich selbst durch den Menschen. Der Fisch hätte bis jetzt nicht gedacht, dass er so ist, wie er gerade beschrieben wurde. Obwohl er von sich selbst auch nicht anders gedacht hatte. Aber jetzt, den Mensch sehend, denkt er nach. Also ich denke nach. Also der Fisch in meiner Vorstellung denkt nach.
Das 10-minütige Kurzformat untersucht den Wandel des Blickwinkels. Die aufeinanderfolgenden Stationen des Erlebens, Abstrahierens und Reflektierens erlebe, abstrahiere und reflektiere ich durch das Spiel zwischen der Fisch- und der Menschenperspektive.

Idee & Spiel: Nóra Vermes
Text: Teppei Higuchi
Künstlerische Betreuung: Prof. Julika Mayer

Dauer: circa 10 Minuten

Kufo22


Die Kurzformate des 3. Jahrgangs Studiengang Figurentheater an der HMDK Stuttgart

LIMBUS

von Nastasja Raböse

Das letzte Sandkorn ist gefallen. In einer unendlichen Dunkelheit,
einem Ort ohne Zeit, macht sich Mutter Tod an ihr Werk:
Eine suchende Seele, die bereit ist für den nächsten Schritt, ins Licht zu führen.
Ein immersives Spiel des Belebens und Leben nehmens.

Spiel, Bau: Nastasja Raböse
Bau: Arne Bustorff
Künstlerische Betreuung: Florian Feisel

@work - making money moves

von Elena Sofie Böhler

»Kleine Diebe hängt man an den Galgen, die großen an goldene Ketten.« Sie sind immer noch nicht reich - doch egal wie sehr Sie sich bemühen, noch weniger Geld auszugeben, Sie bekommen es einfach nicht zu fassen! Vom Tellerwäscher zum Millionär … Aber wie viele Millionäre können wir uns leisten? Ein zehnminütiges Objekttheatersolo für eine Frau im Dialog mit einer Goldkette.

Spiel und Konzeption: Elena Sofie Böhler
Künstlerische Betreuung: Stephanie Rinke
Lichtdesign: Joachim Fleischer
Optische Gestaltung und Bühnenbild: Lucas Filizetti

Ich ziehe mir ein Kleid an und die Welt verändert sich

von Thomas Kraft 

eine Bühnenver-/ent-/einhüllung

Ausgehen will ich von einer Bühne, die aufhört leer zu sein. Mit jeder Minute soll sie mehr gefüllt werden. So wie ich mich einkleide, verhülle ich auch die Bühne. Vorher schwarz, soll sie in Farbe erstrahlen. Ecken und Kanten des Raumes sollen im Rauschen und Wogen eines riesigen Stück Stoffes verschwimmen. Anziehen will ich ihn und an meinem Körper herumtragen.
 
Konzept, Spiel, Bau: Thommy Kraft
Künstlerische Betreuung: Julika Mayer
Szenographie: Lucas Filizetti
Kostüm: Erik Christian Metz

TWINX

von Eva-Maria Hasler

Versuche mit einer lebensgroßen Puppenkopie


Eine Spielerin hat sich selbst gebaut.
Sie sitzt ihrem Double gegenüber. Der innere Monolog wird zum visuellen Dialog.
Ein Kreisen um Fragen zur Puppe, dem Double, Sexpuppen, Homoerotik, Begehren und Einsamkeit.
Ein Versuch der öffentlichen Selbstannäherung.

Konzept/Spiel/Bau: Eva Hasler
Soundkonzeption/Musik: Laima Priedite, Reto Weiche
Szenographie: Cassandre Albert
Künstlerische Betreuung: Julika Mayer

Ballade for a little Blaskapelle

von Lara Epp

Die Protagonistin des 10 minütigen Stücks „Ballade for a little Blaskapelle“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine One-Woman-Band ausschließlich mit Blechblasinstrumenten zu schaffen. Der musikalisch amateurhafte Versuch der Beseelung mehrerer kaputter Posaunen und Fanfaren ist zum Scheitern verurteilt. Die Annahme, Musik sei das einzige Mittel, um der verschwendenden Schönheit des Moments ein vergängliches Denkmal zu setzen, lässt eine poetisch-clowneske Liebeserklärung an die Musik als verlässliche Begleiterin in einsamen Zeiten entstehen.

Konzept und Spiel: Lara Epp
Künstlerische Betreuung: Florian Feisel

Theremit

von Lotte Patzelt

eine audio visuelle annäherung an dinge, die uns verbinden
Der irre Fürst lebt einsam in einem lila Zelt am Nordpol, umgeben von den Relikten eines ehemals funktionierenden Lebens. In seiner Isolation werden sie seine einzigen Ansprechpartner und Gegenüber. Eine wortlose Untersuchung der Einsamkeit nach dem Gedicht »Elegie« von Adolf Endler.

Kufo21


Die Kurzformate des 3. Jahrgangs Studiengang Figurentheater an der HMDK Stuttgart

Sa 02.10.21 | 20:00 | FITZ! Zentrum für Figurentheater | Eberhardstraße 61 | Kulturareal „Unterm Turm“ | 70173 Stuttgart

Bleib lebendig

von Chloé Delaby

Animation und Zeichnen auf der Bühne

Ist der Tod das höchste Risiko? Die Geschichte einer kleinen Ziege, die von der Lust zu lächeln und dem Mut, frei zu sein animiert wird.

Konzept, Video, Zeichnungen, Figurenspiel: Chloé Delaby
Betreuung Lichtkonzept: Joachim Fleischer
Künstlerische Betreuung: Florian Feisel

Die Nase

von Marta Pelamatti

Gogols Novelle, von Puppen frei interpretiert
»Sie hat beschlossen, sie zu verlassen,- ihre Nase! Sie will sich emanzipieren, sagt sie, um Jemand zu werden. Schlussendlich, warum nicht, wenn es das ist, was sie wirklich will ...«

Spiel/Ausstattung: Marta Pelamatti
Musik: Elise Chemla
Künstlerische Betreuung: Ines Müller-Braunschweig
Betreuung Lichtkonzept: Joachim Fleischer

Das nächste Dorf

von Abdulsamad Murad

Mein Großvater pflegte zu sagen: »Das Leben ist erstaunlich kurz.« (F. Kafka)
Mein Großvater in Syrien sagte immer, dass später alles besser wird.
Eine Begegnung, bei der 10 min Figurentheater ein ganzes Leben reflektieren.

Konzeption/Spiel: Abdulsamad Murad
Betreuung Lichtkonzept: Joachim Fleischer
Künstlerische Betreuung: Julika Mayer

Der Türhüter

von Lukas Schneider

Der Türhüter bewegt Licht, Raum und Zeit. Wer begegnet ihm? Wer tritt über die Schwelle und was wird gehütet?

Regie, Spiel, Figurenbau, Ausstattung und Technik: Lukas Schneider
Künstlerische Betreuung: Julika Mayer
Betreuung Lichtkonzept: Joachim Fleischer

 

Kufo20

Premiere: Fr 02.10.2020 | FITZ! Zentrum für Figurentheater

https://www.fitz-stuttgart.de/stueck/kufo-20/

Als ich Gabel war

Eine objektophile Begegnung.

Scharren auf dem Holztisch. Gabel kommt auf mich zu. Streckt sich mir entgegen. Haut trifft auf Metall.
Eine zärtliche Annäherung an das Spitze.

Szenisches Kurzformat von der Vereinnahmung durch ein alltägliches Objekt.

Spiel, Idee, Konzept: Adeline Rüss
Künstlerische Betreuung: Prof. Stephanie Rinke
Lichtbetreuung: Joachim Fleischer
Bühnenbildbetreuung: Arne Bustorff

GOOD BOY

We´re all born naked and the rest is drag.
Rue Paul

Anso Dautz hat nachgedacht …
… über Männlichkeit.
Anso Dautz begibt sich auf eine Suche …
… nach möglichen Antworten, neuen Fragen, dem Ritual der Mannswerdung.
Anso Dautz …
… zweifelt.

Ein Kurzformat über Männlichkeit, die Macht der Zuschreibung, Umkehrung und Rückaneignung, Freundschaft und Papa.

Spiel und Konzept: Anso Dautz
Künstlerische Betreuung: Prof. Florian Feisel

Masa Mater

Ein szenisches Kurzformat von Annina Mosimann

Am Anfang war die Mutter.
Körper gebären sich, verschlingen sich und lösen sich gleichsam ineinander auf. Ein animalischer, kosmischer Kreislauf. Dies ist eine solche Geschichte.
Und es ist eine Geschichte von Nähten und Öffnungen und von aufgehendem Teig in Baba Yagas Küche.

Idee, Konzept, Spiel: Annina Mosimann
Künstlerische Betreuung: Prof. Julika Mayer
Betreuung Licht & Raum: Joachim Fleischer

Dauer: 15 min.
Zielpublikum: Erwachsene

SCHÖNE JUGEND

Wir befinden uns im Zerfall und werden den Blick nicht abwenden.

Schöne Jugend -

eine Projektion des unsagbar Abstoßenden

... und eine Begegnung mit der eigenen Endlichkeit.

Mit Mitteln des bewegten Bildes in Form von Projektionen untersucht Liesbeth Nenoff die Spannweite
zwischen Ästhetik und dem Grausam-Hässlichen.

Spiel, Idee: Liesbeth Nenoff
Künstlerische Betreuung: Prof. Florian Feisel
Beratung Licht: Joachim Fleischer

SKINNING

„Am 12. Mai um 18.13 Uhr habe ich mich zum ersten Mal gehäutet.“

Ein szenisches Solo bei dem sich eine Frau drehend von ihren Hüllen trennt. Sie verliert ihre ursprüngliche Form, ihre Knochen brechen und alles was bleibt ist der weiße Staub.

Zwischen Tanz und Figurenspiel ist das Solo eine Auseinandersetzung mit der Einschränkung und dem Aufbrechen. Es stellt die Frage danach, wie stark ein Körper von außen geformt werden kann und welche Körperlandschaften frei werden, wenn die äußeren Schichten gesprengt werden. Dabei wird die Prothese zur Eingrenzung, zum Halt, zur Tonspur und schließlich zum Anlass …

Spiel, Konzept, Idee: Anniek Vetter
Künstlerische Betreuung: Prof. Julika Mayer
Beratung zum Raum und Licht: Joachim Fleischer

TOTENGRÄBERIN

Ein Maskensolo für ein Schaf und ein offenes Grab

Ein Schaf, das absichtslos zur Totengräberin wird.
Ein Schaf, das nur Eines weiẞ: Dass man nichts und niemanden allein sterben lassen darf.
Ein Schaf-Gebet in Form eines Spiels, ein Spiel in Form eines Schaf-Gebets.
Ein unkonventionelles Ritual – ganz naiv betrachtet.

Spiel, Idee, Konzept: Solène Hervé
Künstlerische Betreuung: Prof. Stephanie Rinke
Lichtbetreuung und Bühnenbildbetreuung: Joachim Fleischer