Kufo20


Die Kurzformate des 3. Jahrgangs Studiengang Figurentheater an der HMDK Stuttgart

Premiere: Fr 02.10.2020 | 20:00 Uhr | FITZ! Zentrum für Figurentheater
https://www.fitz-stuttgart.de/programm/inszenierungen/kufo20/

Als ich Gabel war

Eine objektophile Begegnung.

Scharren auf dem Holztisch. Gabel kommt auf mich zu. Streckt sich mir entgegen. Haut trifft auf Metall.
Eine zärtliche Annäherung an das Spitze.

Szenisches Kurzformat von der Vereinnahmung durch ein alltägliches Objekt.

Spiel, Idee, Konzept: Adeline Rüss
Künstlerische Betreuung: Prof. Stephanie Rinke
Lichtbetreuung: Joachim Fleischer
Bühnenbildbetreuung: Arne Bustorff

GOOD BOY

We´re all born naked and the rest is drag.
Rue Paul

Anso Dautz hat nachgedacht …
… über Männlichkeit.
Anso Dautz begibt sich auf eine Suche …
… nach möglichen Antworten, neuen Fragen, dem Ritual der Mannswerdung.
Anso Dautz …
… zweifelt.

Ein Kurzformat über Männlichkeit, die Macht der Zuschreibung, Umkehrung und Rückaneignung, Freundschaft und Papa.

Spiel und Konzept: Anso Dautz
Künstlerische Betreuung: Prof. Florian Feisel

Masa Mater

Ein szenisches Kurzformat von Annina Mosimann

Am Anfang war die Mutter.
Körper gebären sich, verschlingen sich und lösen sich gleichsam ineinander auf. Ein animalischer, kosmischer Kreislauf. Dies ist eine solche Geschichte.
Und es ist eine Geschichte von Nähten und Öffnungen und von aufgehendem Teig in Baba Yagas Küche.

Idee, Konzept, Spiel: Annina Mosimann
Künstlerische Betreuung: Prof. Julika Mayer
Betreuung Licht & Raum: Joachim Fleischer

Dauer: 15 min.
Zielpublikum: Erwachsene

SCHÖNE JUGEND

Wir befinden uns im Zerfall und werden den Blick nicht abwenden.

Schöne Jugend -

eine Projektion des unsagbar Abstoßenden

... und eine Begegnung mit der eigenen Endlichkeit.

Mit Mitteln des bewegten Bildes in Form von Projektionen untersucht Liesbeth Nenoff die Spannweite
zwischen Ästhetik und dem Grausam-Hässlichen.

Spiel, Idee: Liesbeth Nenoff
Künstlerische Betreuung: Prof. Florian Feisel
Beratung Licht: Joachim Fleischer

SKINNING

„Am 12. Mai um 18.13 Uhr habe ich mich zum ersten Mal gehäutet.“

Ein szenisches Solo bei dem sich eine Frau drehend von ihren Hüllen trennt. Sie verliert ihre ursprüngliche Form, ihre Knochen brechen und alles was bleibt ist der weiße Staub.

Zwischen Tanz und Figurenspiel ist das Solo eine Auseinandersetzung mit der Einschränkung und dem Aufbrechen. Es stellt die Frage danach, wie stark ein Körper von außen geformt werden kann und welche Körperlandschaften frei werden, wenn die äußeren Schichten gesprengt werden. Dabei wird die Prothese zur Eingrenzung, zum Halt, zur Tonspur und schließlich zum Anlass …

Spiel, Konzept, Idee: Anniek Vetter
Künstlerische Betreuung: Prof. Julika Mayer
Beratung zum Raum und Licht: Joachim Fleischer

TOTENGRÄBERIN

Ein Maskensolo für ein Schaf und ein offenes Grab

Ein Schaf, das absichtslos zur Totengräberin wird.
Ein Schaf, das nur Eines weiẞ: Dass man nichts und niemanden allein sterben lassen darf.
Ein Schaf-Gebet in Form eines Spiels, ein Spiel in Form eines Schaf-Gebets.
Ein unkonventionelles Ritual – ganz naiv betrachtet.

Spiel, Idee, Konzept: Solène Hervé
Künstlerische Betreuung: Prof. Stephanie Rinke
Lichtbetreuung und Bühnenbildbetreuung: Joachim Fleischer