Tagung Sprechkultur, September 2017 – ein Marathon

3 Tage Sprechkultur in den Medien, der Rhetorik und der Sprechkunst – 160 Teilnehmer*innen, 30 Vorträge, 17 Workshops, 4 Podiumsdiskussionen, 350 Pausenbrezeln, Gesellschaftsabend in der Wandelhalle der Hochschule, Kulturprogramm  – ‚ein Marathon‘, so beschreibt es Frau Prof. Kipp vom Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik treffend bei der Eröffnung der Tagung.

Vorher monatelange Marathon-Trainingsphase im Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik: Tagungsthema entscheiden, Referent*innen anfragen, Tagungsprogramm entwickeln, künstlerisches Rahmenprogramm zusammenstellen, Öffentlichkeit informieren, Räume reservieren, Essen und Getränke bestellen, technischen Support vor Ort haben … und überhaupt viele engagierte Helfer*innen aus dem Institut und der Hochschule!

Am 28.09.2017 Marathon-Start: 160 Teilnehmer*innen aus Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland kommen in die HMDK, für viele die erste Tagung in einer künstlerischen Hochschule. Auf dem Weg zu den Tagungsräumen Musik und dramatische Stimmen hinter geschlossenen Türen, hochprofessionelle Kunst beim ‚Kultur‘-Abend der Tagung im Konzertsaal, die Wandelhalle als Treffpunkt – das begeistert die Tagungsgäste. Zitat eines Referenten: „… Es wurde spürbar, dass Tagen an der HMDK etwas anders ist als übliche wissenschaftliche Tagungen: Dazu gehörte neben vielen individuellen Momenten die programmatische Gestaltung, natürlich der Gesellschaftsabend, aber auch das individuell beschriftete Seifenpferdchen für alle Vortragenden. Herzlichen Dank Ihnen allen dafür …“

Dann 3 Tage abwechslungsreiche Marathon-Strecke – hier einige Wegmarken: Nachdenken über den Zusammenhang von ‚Ästhetik‘, ‚Kunst‘ und ‚Kultur‘, chorisches Sprechen, Balladen gestalten, Sprechen am Mikrophon – Hörbuch, Werbung, journalistische Texte, die Qualität medialer Kommunikation analytisch hören und beurteilen, WhatsApp-Kommunikation, die Vielleicht-Ära, Populisten Paroli bieten, Feedback-Gespräche in Verwaltungen und Unternehmen, Organisationspsychologie zum ‚Bösen‘ in Unternehmen … und bitte nicht vergessen: das Fersentalerische – eine Sprache vom Aussterben bedroht.

Am 30.09.2017 die Zielgerade: Die Tagung endet mit Prof. Dr. Stefan Kammhubers Vortrag ‚Brücken statt Zäune - interkulturelle Kommunikation und Globalisierungsängste‘. Seine letzte Frage: ‚Wie weiter?‘, die Antwort: ‚Weiter, immer weiter!‘ Zum Dialog bereit sein, miteinander sprechen, streiten, klären, sich gegenseitig verstehen, bleiben zentrale Aufgaben menschlichen Zusammenlebens.

Die Tagungsgäste verlassen die Hochschule ‚vielseitig inspiriert‘ (Facebook-Eintrag), die bisherige Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung (DGSS, Kooperationspartner der Tagung ‚Sprechkultur‘) Frau Dr. Teuchert schreibt: „Ich wollte mich nochmals ganz herzlich für die tolle Tagung in Stuttgart bedanken: es waren für mich hochinteressante Vorträge, eine äußerst angenehme Atmosphäre und [von euch] professionell organisierte Tage.“

Mit dazu beigetragen haben viele Angehörige der Hochschule, die vor, während und nach der Tagung sehr engagiert und unterstützend im Hintergrund für so Vieles gesorgt haben – dafür vom Institut ein ganz herzlicher Dank!

Ellen Zitzmann,
Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik, HMDK-Stuttgart