Studio für Stimmkunst und Neues Musiktheater

Gierig nach Kunst: Musik und Performance in der Vitrine

Für die Ausstellung „Gier. Was uns bewegt“ im Haus der Geschichte haben Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart Performances entwickelt – in einer leeren Vitrine als Gegenentwurf zur Gier und deren Eigenschaften: Anhäufen, Sammeln, Raffen und Rauben.

Jeder Auftritt wird überraschen. Nur so viel sei verraten: Zur Aufführung kommen Sprechkunst sowie Alte und Neue Musik in unterschiedlichen kammermusikalischen Besetzungen – und jedes Mal haben sich die Studierenden mit dem Thema Gier auf ihre eigene Art auseinandergesetzt.

Koordination und Leitung Prof. Angelika Luz

Termine: 12.30 Uhr bis 12.50 Uhr, ab 1.9.2021, täglich außer montags

Haus der Geschichte Baden-Württemberg | Konrad-Adenauer-Straße 16 | 70173 Stuttgart | Treffpunkt: Museumsfoyer
Eintritt zur Musikpause: frei

 

Hashtag Metamorphose

Im neu gestalteten Foyer des Landesmuseums Württemberg erkunden Künstler*innen mit Sprache und Musik den eindrucksvollen Raum, in dem sich Historie und Gegenwart begegnen.

Im Fokus dieses Abends, in dem sich Literatur und Musik umkreisen, steht die Geschichte der zweifachen Verwandlung des Teiresias. Die mythologische Figur, die sich in der Antike unter anderem bei Aischylos, Homer und Sophokles findet, wird durch die Tötung einer weiblichen Schlange während der Begattung in eine Frau verwandelt. Jahre später tötet die weibliche Teiresias bei der Begattung zweier Schlangen die männliche Schlange und wird damit wieder zum Mann.

Das Programm Hashtag Metamorphose erzählt von Verwirrung, Schmerz, Ablehnung und Auflehnung – kraftvolle Emotionen, die sich in Sprache und Musik Bahn brechen.
Die Texte der britischen Rapperin und Lyrikerin Kate Tempest, die den innigen Volksliedton ebenso beherrscht wie Londons Straßenslang, setzen sich voller Wut und Leidenschaft mit der Transgender-Thematik auseinander. In immer wieder überraschenden Salti werden wir an diesem Abend als Zuhörer*innen durch die Zeiten und die aufgewühlten Gefühlswelten des und der zweigeschlechtlichen Protagonist*in katapultiert.
Das Streichquartett Nr. 3 von Krzystof Penderecki übernimmt den musikalischen Part, der den Verlauf der Geschichte strukturiert, und das Geschehen lenkt und kommentiert.

18. & 19.06.2021, 20 Uhr | Landesmuseum Württemberg

Mitwirkende:
Das Sprecherensemble der Akademie für gesprochenes Wort – Uta Kutter Stiftung
Studierende der HMDK Stuttgart
Fabiola Gamarra Colina, Violine
Alvaro Perez Puerta, Violine
Carla Rica, Viola
Amanda Britos, Violoncello
 
Musikalische Leitung Martin Funda
Regie Angelika Luz