Verleihung der Ehrenprofessur an Maria Kalesnikava

    Verleihung der Ehrenprofessur an Maria Kalesnikava

    In Anerkennung ihres Handelns und Einsatzes für gesellschaftliche Freiheit und demokratische Grundwerte verleiht die Universität Mozarteum Maria Kalesnikava eine Ehrenprofessur, die für zahlreiche Aktivitäten im Rahmen von "Practicing Care" Pate stehen und ein starkes Zeichen setzen soll. Seit Anfang des Jahrs stellt das Projekt „Practicing Care“ mit einer Vielzahl an Aktivitäten die transnationale gesellschaftliche Verantwortung einer Kunstuniversität in den Mittelpunkt. Im Kern steht die Verleihung einer Ehrenprofessur an die belarussische Flötistin, Pädagogin und Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava, die in ihrem Heimatland zu 11 Jahren Strafkolonie verurteilt wurde. Der Festakt anlässlich der Verleihung wird am 30. Oktober eröffnet.

    Als Gast ist unter anderen Tatsiana Khomich, die Schwester von Maria Kalesnikava, anwesend. Auch sie ist Aktivistin im oppositionellen Freiheitskampf in Belarus und wirkt seit der Inhaftierung ihrer Schwester im Ausland als Sprecherin Kalesnikavas. Die renommierte Blockflötistin und Professorin an der Universität Mozarteum Dorothee Oberlinger gestaltet das musikalische Rahmenprogramm gemeinsam mit ihrer Klasse und Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Alastair Penman. Als Rednerin konnte die Philosophin und Aktivistin Olga Shparaga gewonnen werden. In ihrem 2021 erschienenen Buch „Die Revolution hat ein weibliches Gesicht: Der Fall Belarus“ (Suhrkamp) beschreibt und reflektiert sie die revolutionären Ereignisse in Belarus 2020. Sie ist Mitglied der feministischen Gruppe des Koordinationsrats, des politischen Organs der belarussischen Opposition gegen den Diktator Alexander Lukaschenko.

    Informationen unter: http://www.moz.ac.at/