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    W. A. Mozart: Così fan tutte

    So machen es alle!“ (gemeint sind alle Frauen) - diese 1790 in Wien uraufgeführte Oper ist nach „Le nozze di Figaro“ und „Don Giovanni“ die dritte und letzte Zusammenarbeit Mozarts mit seinem kongenialen Librettisten Lorenzo da Ponte. Die beiden schufen damit ein fulminantes, neapolitanisches Verwirrspiel rund um Liebe, Verführbarkeit, Untreue und Eifersucht. „Die Oper ist derart unanständig, dass sie in Deutschland meist italienisch gesungen wird“, schreibt der Humorist Loriot in seinem Opernführer. Was als harmloser Verkleidungsspaß beginnt, in dem zwei junge Männer die Treue ihrer Verlobten überprüfen und - mit angeklebten Schnurrbärten als Orientalen kostümiert und so von ihren Bräuten unerkannt - jeweils die Partnerin des anderen zu verführen versuchen, wird für die jungen Paare zu einer „Schule der Liebenden“ (wie das Stück im Untertitel heißt), in der die Schüler bei der Erkundung ihres Gefühlslebens durchaus schmerzhafte Lektionen über sich selbst und den jeweils anderen zu verkraften haben. Auf Grund seiner Handlung galt das Stück schon bald nach seiner Uraufführung als frivol, albern und oberflächlich. Heute als einzigartiges Meisterwerk anerkannt, wurde es im ganzen 19. Jahrhundert - unter anderem von Komponisten wie Beethoven und Wagner - heftig abgelehnt und wenn, dann nur in entstellenden Bearbeitungen und Umarbeitungen aufgeführt, die versuchten, die Unwahrscheinlichkeiten der Handlung und die moralischen Verfehlungen der handelnden Figuren zu rechtfertigen oder ganz zu beseitigen. Dazu noch einmal Loriot: „Aus heutiger Sicht sieht die Sache allerdings anders aus: Die Damen haben nur bewiesen, dass sie nichts gegen Ausländer haben.“

    Eine Produktion der Opernschule Stuttgart
    Julie Erhart/Małgorzata Rocławska, Fiordiligi
    Anna-Katharina Hilpert/Beatriz Simões, Dorabella
    Ho-Young Yang/Diatra Zulaika, Despina
    Patrik Hornak/Maksim Progrebniak, Ferrando
    Emanuel Fluck/Johannes Fritsche, Guglielmo
    Kabelo Lebyana/Mathias Tönges, Don Alfonso
    (Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge)

    Stuttgarter Kammerorchester &
    Studierende der Instrumentalklassen der HMDK
    Richard Wien, Musikalische Leitung
    Olivier Tambosi, Regie
    Kersten Paulsen, Bühne/Kostüme
    Bernhard Epstein, Produktionsleitung
    Weitere Vorstellungstermine:
    01., 02., 03., 05., 07., 10. & 12.02.
    Kartenvorverkauf: 0711-95488495 · vorverkauf@wilhelma-theater.de
    www.wilhema-theater.de
    Eintritt: € 17,50 – 39,50