Aktuelles

    The Short Now

    Rebecca Coleman (London) unterrichtet seit 2013 im Institut für Soziologie am Goldsmiths College in London. Dort forscht, lehrt und veröffentlicht sie in Medien- und Kulturtheorie, Soziologie und feministischer Theorie. In ihrer aktuellen Forschungsarbeit Mediated Presents: Producing "the Now" in Contemporary Digital Culture untersucht sie kritisch, wie die digitalen Medien gegenwärtige Zeitlichkeiten produzieren, in denen das „Jetzt“ gedehnt, kondensiert und durch die spezifischen Technologien jeweils unterschiedlich erlebt wird.

     “It matters what matters we use to think other matters with; it matters what stories we tell to tell other stories with; it matters what knots knot knots, what thoughts think thoughts, what descriptions describe descriptions, what ties tie ties. It matters what stories make worlds, what worlds make stories.”
    Donna J. Haraway, Staying with the Trouble: Making Kin in the Chthulucene (2016)

    Was bedeutet es, gegenwärtig zu sein, wenn die Geschwindigkeit des sozialen und technologischen Wandels unsere Anpassungsfähigkeit zu übersteigen droht? Wann beginnt das ‘Jetzt’ auf einem Planeten, dessen Klimawandel zu einer Klimakatastrophe wird? Woraus ist die Gegenwart gemacht, wie können wir darüber nachdenken und daran partizipieren?

    Im Rahmen von „The Short Now“ lädt der CAMPUS GEGENWART Künstler*innen und Theoretiker*innen ein, die ein Interesse für transdisziplinäres Arbeiten teilen und u.a. in den Feldern digitale Medien, Musik, Film, Fotografie, Tanz, Theater, Performance und Figurenspiel arbeiten, ihre Positionen vorzustellen. Diese Künstler*innen, deren Werk im Hier und Jetzt präsent ist, befassen sich auf unterschiedlichen Ebenen mit dem gegenwärtigen Moment – vom Politischen zum Persönlichen, vom Digitalen zum Analogen und vom Klang zur Stille. Ihre Arbeiten führen uns zu der Frage, was es bedeutet, im gegenwärtigen historischen Moment, über den William Gibson schreibt,  „The future is already here – it’s just not very evenly distributed”, Position zu beziehen.

    Während wir uns unseren Weg durch die zahlreichen Feeds, Streams und Benachrichtigungen bahnen, getrieben von der Angst, etwas zu verpassen (#FOMO), wird uns vor Augen geführt, wie Kunst – abwechselnd auf explizite, obskure, abstrakte oder spielerische Weise – einen Raum bieten kann, die Welt zu bezeugen und zu reflektieren, noch während sie sich schneller zu verändern scheint, als wir es begreifen können.

    16.10. » Rebecca Coleman

    23.10. » Henrike Iglesias
    06.11. » Mattin
    13.11. » Mario de Vega
    27.11. » Svenja Reiner
    04.12. » Olia Lialina
    11.12. » Neo Hülcker
    18.12. » Forensic Architecture
    15.01. » Susanne Kriemann
    29.01. » Steven Walter



    Konzeption: Prof. Dr. Jennifer Walshe, Prof. Martin Schüttler,
    Gabriel Hensche, Antonia Marten, Julia Wirsching

    Eintritt frei · www.campusgegenwart.de