Gegründet 1874, ist der Deutsche Tonkünstlerverband e.V. (DTKV) der älteste und größte Berufsverband für Musikschaffende. Seine gesellschaftliche Bedeutung hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen – und ist heute essentieller denn je. Schließlich haben Pandemie und Krieg die deutsche Musikszene vor beispiellose Herausforderungen gestellt. Der zweitgrößte Landesverband innerhalb des DTKV ist der Deutsche Tonkünstlerverband Baden-Württemberg. Er besteht seit 1949 und hat heute 2.300 Mitglieder, die sämtliche Stilrichtungen und Berufsfelder vertreten, von der universitären Lehre bis zum Musikunterricht, von der Komposition bis zur Orchester-, Ensemble- oder Solokarriere. Entsprechend gab es reichlich Grund zu feiern, als sich der DTKV Baden-Württemberg am Samstag, 8. Juni 2024 zum Jubiläumsfestakt mit anschließendem Empfang im atmosphärischen Kursaal von Bad Cannstatt traf – selbstverständlich mit einem signifikanten musikalischen Live-Anteil. Den Feierlichkeiten vorgeschaltet war die Konferenz der Regionalvorsitzenden und die Mitgliederversammlung. Die Wahl des neuen Vorstands markierte eine Zäsur – die Verabschiedung von Opernsänger Cornelius Hauptmann, der sich nach zwölf Jahren als Vorsitzender von der Verbandsarbeit zurückzog. Die erste Amtshandlung seines Nachfolgers Prof. Hans-Peter Stenzl war deshalb eine sehr persönlich gehaltene Laudatio und ein herzliches Dankeschön an Cornelius Hauptmann für sein großes Engagement. Stenzl, zusammen mit seinem Bruder Volker, Teil des renommierten Klavierduos Stenzl, ist zugleich 1. Vizepräsident im Deutschen Tonkünstlerverband. Eine Doppelfunktion, von der die Verbände von Land und Bund zweifellos beide profitieren werden: die Motivation, sich für die Musik stark zu machen – im deutschen Südwesten und darüber hinaus.