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    AKTUELLES

    Marco Bidin: Magnificat (Uraufführung) 

    Ostersonntag 12.04.2020 · 18 Uhr
    Domkirche St. Eberhard

    Suite in fünf Teilen für Chor (SATB), Schlagzeug (1 Spieler), zwei Orgeln und Elektronik, mit Schola und Lesungen ad libitum

    1 - Introitus
    2 - Intermezzo primo
    3 - Intermezzo secondo
    4 - Intermezzo terzo
    5 - Magnificat

    Besetzung:
    Domchor St. Eberhard
    Schola Gregoriana St. Eberhard
    Orgel: Domkantorin Lydia Schimmer und Domorganist Johannes Mayr
    Schlagzeug: Lucas Gerin (HMDK Stuttgart)
    Elektronik: Marco Bidin (HMDK Stuttgart)
    Leitung: Domkapellmeister Christian Weiherer


    Magnificat (2018–2019)
    Komponiert in Stuttgart für das Beyond-Projekt, eine Zusammenarbeit zwischen HMDK Stuttgart und der Domkirche St. Eberhard. Diese Zusammensetzung ist in fünf Teile unterteilt, nämlich zwei für das Ensemble und drei Solo-Zwischenspiele (größe Orgel, kleine Orgel, Schlagzeug). Es wird angenommen, dass die Musikstücke in einen künstlerisch-liturgischen Kontext eingefügt werden, mit der Möglichkeit, Lesungen und Aufführungen von Gregorianischen Gesängen zwischen zwei Stücken einzufügen.

    Magnificat – Suite in fünf Teilen ist ein Werk kontemplativ-meditativer Musik. Es basiert auf den Klängen der ältesten existierenden Instrumente: der Stimme, einem Instrumentengeschenk Gottes, und dem Schlagzeug, das ursprünglich von der Natur gegeben wurde. Auf diese Gaben reagiert der Mensch mit Fleiß und Einfallsreichtum: Hier wird die Pfeifenorgel geboren, die Summe aus Musiktechnologie und Konstruktionsfähigkeit der Instrumente, und dann die Elektronik, die mit der Eigene Klänge verbinden Kunst und Wissenschaft und verbinden in der Akustik der Kathedrale Stimmen und Instrumente.

    Dieses Werk wurde unter Berücksichtigung der Akustik und der Räume des Stuttgarter Doms zu St. Eberhard, die Disposition der beiden Orgeln und des Aufstellungsortes der Lautsprecher (für die Elektronik) komponiert.


    Marco Bidin ist ein Komponist, Organist und Cembalist. Derzeit ist er Lehrbeauftragter für Komposition an dem Studio für Elektronische Musik der HMDK Stuttgart.
    Nach seinem Orgelstudium am Konservatorium von Udine, Italien, studierte er Alte Musik (L. Ghielmi, E. Bellotti, A. Rinaldi u.a.) und Orgel (C. Bossert) in Trossingen. An der HMDK Stuttgart (Klasse Prof. M. Stroppa) absolvierte er das Konzertexamen Studium in Komposition mit der Dissertation „Alte Musik als Inspiration für zeitgenössische Komposition“ und das Certificate of Advanced Studies in Computer Music mit einer Dissertation über die Verwendung von ab Elektronik als Erweiterung der Kammermusik. Er studierte außerdem Computermusik bei Prof. P. J. Meyer und Neue Musik (Orgel) bei Prof. J.-H. Hahn.
    Er hielt Vorträge, gab Kurse und trat als Solist in Europa und Asien auf. Seine Kompositionen wurden in Deutschland, Frankreich, Portugal, Italien, Kanada, Japan, Südkorea und China aufgeführt.

    BEYOND
    Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart komponieren für St. Eberhard

    Was geht in den Köpfen junger KomponistInnen in Sachen Glauben und Kirche um? Welche zeitgemäße künstlerische Sprache finden sie für den besonderen Ort von Verkündigung und Gebet? Wie können experimentelle Kompositionen in den Kontext heutiger Liturgie Eingang finden?

    Mit dem 2017 initiierten Programm BEYOND sollen Brücken gebaut und Ideen von Studierenden realisiert werden:

    Auf Initiative der Dommusik St. Eberhard und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und ermöglicht durch die Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, der Martin-Schmälzle-Stiftung sowie der Domgemeinde St. Eberhard Stuttgart, können in den kommenden Jahren jährlich mehrere Kompositionsstipedien an Studierende der HMDK vergeben werden. Die StipendiatInnen sollen damit die Möglichkeit erhalten, neue Kompositionen für die Liturgie in der Domkirche St. Eberhard zu schreiben und vor Ort aufzuführen.
    Das stilistische Spektrum wird dabei bewusst offen gehalten und umfasst alle zeitgenössischen Kompositionstechniken und -ästhetiken. Auch der Einsatz von Video, Elektronik und anderen experimentellen Medien und Formaten ist möglich. Vielfältige Besetzungen, realisierbare und wiederholbare Aufführungen und Performances sowie inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen der Liturgie und deren Weltbezug stehen auf der Wunschliste einer Vergabekommission aus VertreterInnen von Hochschule und Dommusik.

    Aufgeführt werden die neuen Werke in mehreren Gottesdiensten der Domkirche unter Beteiligung der dortigen Chöre und Ensembles sowie von zusätzlichen MusikerInnen nach Bedarf.


    Höhe der Stipendien (je nach Umfang der Komposition): zwischen 1.000 und 5.000 €

    Vergabekommission: Prof. Bernd Asmus, Dekan Prof. Jürgen Essl, Prof. Martin Schüttler, Prof. Marco Stroppa, Prof. Rainer Tempel, Domkapellmeister Christian Weiherer
    Projektleitung: Jürgen Essl, Julia Wirsching / Gabriel Hensche, Christian Weiherer
    Grafik: Katrin Klappert