Ideenwettbewerb „Ideen im Turm“

Die Preisträger*innen der vergangenen Jahre

Die Preisträger*innen des Ideenwettbewerbs 2023

Der erste Preis in Höhe von 4.000 € wurde an den Oboisten Dennis Brenner mit seiner Idee „3D-animationsgestütztes Videolernangebot für das Herstellen eines Oboenmundstücks“ vergeben.

„Für das Herstellen von Oboenmundstücken gibt es zahlreiche Lehrwerke und Video-Tutorials. Doch bleiben bei den Lernenden nach Anschauen solcher Videos immer wieder unzählige Fragen offen, die scheinbar nur in einer Präsenzsituation geklärt werden können. Aufgrund von unterschiedlichen Spielerfahrungen, physiologischen Gegebenheiten, aber auch Geschmack, kann die eine oder andere Art, Oboenmundstücke zu bauen, besser oder schlechter für die jeweilige Person sein. Das Aufzeigen von diversen Baumöglichkeiten soll den Rezipierenden den Weg eröffnen, das passende Mundstück für sich zu finden.
Wie schafft man nun ein digitales Rohrbau-Lernangebot, welches die Probleme und Bedürfnisse der Lernenden umfänglich wahrnimmt – auch unter Berücksichtigung, dass immer mehr Lernende nicht nur den Bildschirm eines PCs, sondern auch das Smartphone oder iPad zum Lernen oder zur Informationssuche nutzen. Welcher Sprachduktus und welche Darstellungsformen eignen sich, um Verarbeitungsschritte im 1/100 Millimeterbereich verständlich und nachvollziehbar aufzuzeigen?“ (Dennis Brenner)

Der 2. Preis in Höhe von 2.000 € ging an die beiden Schauspielstudierenden Annalisa Weyel und Nico Voigtmann mit der Idee: „Vielfalt in der Kunst – Auf dem Weg zur inklusiven HMDK“.

„Der Bedarf an Inklusion im Kulturbetrieb ist immens. So auch an den 19 deutschsprachigen staatlichen Schauspielschulen, welche kaum Menschen mit Behinderung in den Aufnahmeprüfungen empfangen, geschweige denn zum Studium zulassen. Dabei ist eine inklusive Schauspielausbildung ein entscheidender Hebel für eine vielseitigere, inclusive Theaterlandschaft und Gesellschaft.

Auch an der HMDK gibt es im Fachbereich Schauspiel keine Studierende mit Behinderung. Inklusion ist zwar Thema, aber es fehlt noch an konkreten praktischen Umsetzungen. Genau hier möchten wir ansetzen. Wir fokussieren uns aufgrund bereits vorhandener Expertise vorerst auf Taube / hörbehinderte Menschen, um im ersten Schritt die barrierearme Teilhabe an der Schauspielausbildung zu fördern. Indem wir in direkten Austausch gehen, nicht nur ÜBER, sondern auch MIT Menschen mit Behinderung sprechen und gemeinsam Konzepte und Methoden für Barrierearmut / Netzwerkbildung etc. erarbeiten, werden Problemfelder konkreter greifbar, eher lösbar und strukturell leichter umsetzbar“. (Nico Voigtmann)

Der 3. Preis in Höhe von 1.000 € ging an die Studentin der Performance Sophie Arbeiter mit der Idee: „Eurydike belonging“.

„Ich bin nicht mehr da, ich bin“ — In Elfriede Jelineks Theatertext „Schatten - Eurydike sagt“ stößt die Titelheldin die vermeintlich rettende Hand ihres Mannes zurück und ist damit frei. Und allein, in der Unterwelt. Ich frage mich: Was passiert nun? Nach ihrem Tod, ihrer Ablösung? Ihrem Weg in die Freiheit? Gelingt ihr die Wiedergeburt und wenn ja, wie? Und wie sieht diese aus für eine Frau, die ihr gesamtes Leben über die Beziehung zu einem Mann identifiziert wurde? Wie sieht Eurydikes Heldinnenreise aus?

Als sechsjähriges Kind habe ich begonnen, Geige zu spielen, wurde mit zehn Jahren Jungstudentin an der Hochschule, habe nationale und internationale Wettbewerbe gespielt und gewonnen. Mein Leben war vom Druck der klassischen Musikwelt fremdbestimmt. Nachdem ich das Instrument vom einen auf den anderen Tag weggelegt hatte, begann meine Reise: Über Umwege an die Schauspielschule, ins Festengagement am Schauspielhaus. Nach äußeren Erfolgen auch in diesem Metier war ich noch immer auf der Suche nach innerer Zugehörigkeit, stellte mir die Frage: Was ist die Verbindung dieser beiden Welten in mir? Wie kann ich außerhalb von Konventionen ausdrücken, Geige, Schauspiel, Körper zusammenbringen?

In meinem performativen Projekt „Eurydike belonging“ möchte ich auf ungewöhnliche und außergewöhnliche Art und Weise all diese Ebenen miteinander vernetzen, verweben, ausreizen —  und damit Eurydikes Geschichte, die ich innerlich so sehr mit meiner eigenen verbinde, erzählen und erforschen. (Sophie Arbeiter)

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!


Alle Texte wurden von den Preisträger*innen selbst verfasst.

Die Preisträger*innen des Ideenwettbewerbs 2022
Der erste 1. Preis (2.500 €) geht an:
Darja Springer (Studentin im Studiengang Klavier)

mit der Idee
PIANO-APP

„Mein Name ist Daria Springer, ich bin Pianistin. Ich trete gerne auf, aber ebenso bin ich sehr daran interessiert, anderen Menschen zu helfen, d. h. der pädagogische Aspekt meines Berufs.
Meine Idee ist es, eine Klavier-App zu entwickeln. Ein Format, das mit der Zeit geht und den Lebensumständen modernen Menschen so nahe wie möglich kommt. Die App ist erschwinglich, man muss seinen Zeitplan nicht darauf abstimmen, man muss keine gemeinsame Sprache mit ihr finden, sie drängt oder hetzt einen nicht. Ich möchte ein Produkt schaffen, das sich durch Ernsthaftigkeit des Ansatzes von den derzeitigen Produkten unterscheidet. Meine App wird Menschen konsequent das Klavierspielen beibringen. Dabei verwende ich eine speziell entwickelte Methodik, die ergebnisorientiert ist und schneller zum Ziel führt als herkömmliche Methoden. Die Innovation der Methode ist der aktive Einsatz von Übungen zur "sportlichen" Komponente des Klavierspiels bereits in den ersten Lernphasen. Dazu gehören die Koordination, die Verschiedenheit der Handbewegungen, die gleichzeitige rhythmische Organisation und die muskuläre Anstrengung. Ich vermute, dass richtiges und rechtzeitiges Muskeltraining es den Menschen ermöglicht, schneller und leichter zu spielen, wovon sie vielleicht ihr ganzes Leben lang geträumt haben. Dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Motivationsverlustes in der Anfangsphase des Lernens nicht so groß. Inzwischen ist die Bedeutung der Motivation kaum zu überschätzen, sie ist die wesentliche Komponente, die man braucht, um weiter zu üben und sich weiter zu entwickeln!“
 
Der zweite 1. Preis (2.500 €) geht an:
Jakob Spiegler (Student im Studiengang Schauspiel)

mit der Idee
PILL POP

„Warum sind hormonelle Verhütungsmittel nur für Frauen* auf dem Markt verfügbar? Wie würde ein Äquivalent für den Mann* aussehen? Was passiert bei einer trans*-feministischen Aneignung der Antibabypille durch einen männlich* markierten Körper? „PILL POP“ ist eine performative Recherche zu hormonellen Verhütungsmitteln und stellt Fragen nach Verhütungs(un)gerechtigkeit, Wissenschaftsobjektivität und Geschlechternormen. Ausgehend von einer Materialsammlung zu hormoneller Verhütung und der Antibabypille soll eine Website entstehen, die als Plattform für ein „digitales Tagebuch“ dient. Mehrmals wöchentlich sollen dort kleine Einträge, Fotos oder Vieo-Clips die Recherche dokumentieren und im Austausch mit den Teilnehmer*innen nach neuen Verbindungen zwischen Körpern und Hormon-Pillen suchen. Das digitale Format soll dann zum Ende der Recherche in eine Prototyp-Performance transformieren, Texte und Gesten entstehen und eine analoge Begegnung im Raum neue Erkenntnisse ermöglichen. „PILL POP“ frisst sich quer durch Populärwissenschaft und Normen, queer und poppig wird bisher Unbekanntes verbunden und neu zusammengesetzte Körper populär gemacht.“
 
Der erste 3. Preis (1.000€) geht an:
Anna-Maria Wilke und Robert Rülke (Studierende im Fach Musikwissenschaft und Violine)

mit der Idee
KULTURSCHEUER WEILHEIM/TECK

„Der ungewöhnliche Veranstaltungsort inmitten von Streuobstwiesen ist prädestiniert für eine künstlerische Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Themen. Ursprünglich als landwirtschaftliche Feldscheune für die Lagerung von Heu 1965 erbaut, soll sie nun eine Wiederbelebung und Umnutzung erfahren als Ort des Austauschs und als Raum für innovative künstlerische Projekte. Den ersten Aufschlag wird das Benefizkonzert Dem Sterben überlassen am 17. September 2023 geben. Dieses Konzertprojekt beschäftigt sich mit dem unaufhaltsam voranschreitenden Sterben von Korallenriffen. Das Ziel des Projekts ist es, diesem Diskurs eine künstlerische und emotionale Dimension hinzuzufügen. Ermöglicht wird dies durch die überraschende Parallele der inneren Handlung der Winterreise von Franz Schubert. Auf seinem Weg taucht er in den 24 Liedern des Zyklus immer wieder in surreale Welten ein, die auf eine entfernte und umso faszinierendere Weise den lebenden und toten Korallenwäldern ähneln. Mit Bildern wie zum Beispiel denen der Great Barrier Reef Image Collection soll das langsame Sterben verschiedener Korallen gezeigt werden. Die Kulturscheuer Weilheim/Teck soll längerfristig ein fester Bestandteil der Weilheimer Kulturszene und des Albumlandes werden. Das Benefizkonzert möchte für eine solche Nutzung der Scheuer werben und aufmerksam machen auf dringende gesellschaftliche Fragen, wie den Umgang mit dem Klimawandel.“
 
Ein weiterer 3. Preis (1.000 €) geht an:
Milena Šolcová (Studentin im Studiengang Gitarre)  
                     
mit der Idee
DIE ESELREISE MIT GITARRE DURCH DAS DÖRFCHEN

„Eine einwöchige Gitarrenkonzerttournee, zu Fuß durch das Dörfchen in der Gesellschaft des Esels ... Das ist meine Vorstellung, wie ein*e Musiker*in ihre oder seine Karriere in der Zeit des Konsums und Klimawandels entwickeln und gleichzeitig die Umwelt und das Leben respektieren kann.
Davor sind mir viele Fragen eingefallen: Was ist Erfolg? Was ist Realität? Wofür spiele ich die Musik und viele andere Fragen, die ich noch für mich selbst antworten muss. In diesem Projekt habe ich mich aber auf drei Sphären konzentriert. In der Sphäre der Umwelt appelliere ich auf das Leben ohne Kraftfahrzeuge, deswegen ist hier auch unserer Esel, der hilft uns mit dem Transport und entspricht die Rolle der Harmonie zwischen Menschen und der Natur.
In der zweiten Sphäre, die die Kultur präsentiert, fokussiere ich mich auf zwei Kompetenzen: Zum einen klassische Musik ins Dörfchen „mitzubringen“. Zum anderen aber auch auf die Vermittlung und ständige Anpassung der Konzerte während meiner Reise. Dabei sollen auch stets spannende Erzählungen über meine vorherigen Reisen mit Eseln in die Konzerte eingebunden werden.
Die dritte Sphäre beleuchtet den sozialen Aspekt: die Entdeckung der Natur in unsere Nähe, nicht tausende Kilometer weit weg. Sich mit anderen Menschen zu verbinden und als letzte Botschaft für euch ...: nicht miteinander kämpfen, sondern jedem eine Chance geben. Denn dieses Projekt soll für jeden Menschen sein. Wir müssen nicht immer noch kämpfen für die besten Preise und die größten Erfolge. Wenn wir uns entschleunigen und uns die Zeit nehmen, nur dann können wir uns auf die wichtigsten Sachen im Leben konzentrieren und Glück erleben.“

Alle Texte wurden von den Preisträger*innen selbst verfasst.
 
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Der eine 1. Preis (4.000 €) geht an:
Marie-Helene Leohnhardi und Aida Maldonado-Diaz (Studierende im Studiengang Violine & Klavier: Trio Lepor)
mit der Idee
SNEAK-PEEK KONZERTE

„Wir sind Marie und Aida und studieren seit zwei Semestern im Klaviertrio Lepor Konzertexamen Kammermusik zusammen. Wir haben schon viele Konzerte gespielt und uns gefragt, wie wir es schaffen können mehr junge Leute für klassische Musik zu begeistern. Mit unserer Idee der Sneak Peek Konzerte lassen wir den Konzertbesucher/die Konzertbesucherin in einer Umfrage auf unserer Website vorher entscheiden welches Stück wir an diesem Abend spielen werden. Das Stück mit den meisten Stimmen wird gespielt. Somit bleibt es bis zu Beginn des Konzerts eine Überraschung welches Programm wir spielen und der Zuhörer/die Zuhörerin kann interaktiv an unserem Konzert mitwirken. Das Spannende und Überraschende dabei ist, dass wir die Stücke, die zur Auswahl stehen, nur beschreiben und noch keine Komponisten nennen. In der Umfrage schreiben wir kurz etwas über den Charakter der Stücke, die Herkunft oder unsere eigenen Gedankengänge über das Trio auf. Wichtig ist für uns auch, dass die Konzerte in entspannter und lockerer Atmosphäre stattfinden und deswegen werden wir das Konzert in einer Bar stattfinden lassen. Das mögliche Vorurteil, dass klassische Konzerte steif und altmodisch seien, möchten wir gern brechen und wir denken, dass wir mit der Idee des aktiven Mitgestaltens unserer Konzerte ein neues Konzertformat schaffen können.“


Der zweite 2. Preis (2.000 €) geht an:
Stefanie Lukassek und Tim Strohmeier (Studierende im Studiengang Jazz)

mit der Idee
CONGENIALE

„Die Congeniale ist ein monatliches Mikrofestival, bei dem ein interdisziplinäres Team von Künstler:innen einen co-kreativen Raum für partizipative künstlerische und soziale Aktivität öffnet. Wir wollen den Rahmen eines Konzerts als einen gemeinschaftlichen, sozialen Raum denken, der von allen Anwesenden auf Augenhöhe gestaltet werden kann. Beiträge aus allen Kunstmedien und dem interdisziplinären Bereich, sowie im weiteren Sinne auch die Teilnahme der „Besucher:innen“ haben hier Platz. Die Hierarchie des Frontalkonzerts oder einer Galerieausstellung darf der Unbefangenheit einer Open Stage weichen. Außerdem soll bei der Veranstaltung ein rücksichtsvoller und achtsamer Umgang mit den Mitmenschen sowie der entstehenden Kunst praktiziert werden. Der Aufführungsort wird zum Urban Space für gemeinschaftliche kreative Praxis und soziale Begegnung.“


Der 3. Preis (1.000€) geht an:
Lotta Dewenter, Ulrike Schulze, Nora Holinski und Benedikt Breidenbach (Studierende und Alumni der Sprechkunst und Mediensprechen)

mit der Idee
DÖRFER, DIE MIT R ANFANGEN – EINE AUDIOVISUELLE HÖRSPIEL-INSTALLATION

„Dörfer, die mit R anfangen“ ist kein gewöhnliches Hörspiel. In Kooperation einer Autorin (Pauline van Gemmern) und einem Sounddesigner (Philip Schillhahn) entwickeln vier Sprechkünstler*innen (Lotta Dewenter, Nora Holinski, Benedikt Reidenbach und Ulrike Schulze) ein Audiostück, welches über die rein klangliche Ebene hinausgeht. Das Arrangement von Text, Klang und Musik bietet den Hörer*innen eine große Projektionsfläche für eigene Interpretationen zwischen Sinn und Verfremdung. So wird ein atmosphärisch dichter Raum geschaffen, in dem die Besucher*innen die Möglichkeit haben, ihr klangliches Erlebnis durch ihre Position im Raum zu beeinflussen. Manche Elemente sind aus der Nähe erfahrbar, andere ergeben sich erst aus der Entfernung. Das Projekt macht das altbekannte Genre Hörspiel auf neue Weise erlebbar; Besucher*innen können in die Geschichte eintauchen und Teil des Geschehens zu werden.
 
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Der 1. Preis von 2.000 € wurde gleich zwei Mal verliehen geht an:
Brandon Lincoln Snyder
mit der Idee
Browser: Ein Auftragsprojekt für das digitale Zeitalter

Browser ist ein Auftragsprojekt, das jährlich insgesamt zwölf Komponisten-Webentwickler- Kooperationen für die Entwicklung von webbasierter Musik fördert. Unsere langfristige Vision ist es, ein neues Repertoire zu kreieren, das die zeitgenössische Musik-szene mit dem digitalen Raum noch stärker verbindet. Das Interesse an webbasierter Klangkunst ist groß, wird jedoch aufgrund der Eintrittsbarriere der Programmierkenntnisse, die viele Künstler nicht haben, zurückgehalten. Ähnlich zur Zusammenarbeit zwischen Musikern und Komponisten bei der Schaffung neuer instrumentaler Stücke, arbeiten hier Komponisten mit Webentwicklern zusammen, um eigenständige Website-Stücke sowie web-basierte Module für größere Multimedia-Werke zu erschaffen.
(Text: Brandon Lincoln Snyder)


Der zweite 1. Preis geht an:
Valentin Koch und Isabella Braunreuther

mit der Idee
Mainstreet Concerts

Hallo, wir sind Valentin und Isabella - mit „Mainstreet Concerts“ wollen wir die junge Kultur der Stadt vernetzen und auch Stuttgart selbst eine Bühne geben.
Die Idee entsprang einem Konzert, das wir für Freunde in unserem Vorgarten organisiert hatten, um trotz der Corona-Situation die Nachbarschaft und Freunde mal wieder Livemusik erleben zu lassen.
Unsere Idee wuchs weiter und nun werden wir Konzerte mit lokalen Musiker*innen, visuellen Künstler*innen und anderen Partnern aus der nahen Umgebung zu Veranstaltungen machen, die nicht nur Konzerte sind, sondern eine Art intersektionelles Event, das mit einer Mischung aus Livemusik, Kunst und Design zu einem akustischen und visuellen Erlebnis wird. Vor allem aber wollen wir den wunderschönen Orten Stuttgarts eine Bühne geben und die ganze Stadt neu entdecken. Von Hinterhöfen über Stäffeles bis zu Parkhausdächern – all das möchten wir zum Leben erwecken. Seit wir durch unser Studium in Stuttgart wohnen, begeistert uns persönlich die Vielfalt und teils versteckte Schönheit Stuttgarts immer wieder. Jeder weiß, wie schön das Gefühl ist den eigenen Wohnort neu zu entdecken.
(Text: Valentin Koch und Isabella Braunreuther)


Der 2. Preis mit 2000 € geht an:
Pascal Blenke

mit der Idee
Pascal Blenke Workshop-Tour

Zusammen mit seiner Band geht Pascal auf Tour und kombiniert dabei jedes Konzert mit Workshops in umliegenden (Musik-) Schulen. Dort bekommen die Teilnehmer einen Einblick in das Leben von einem hauptberuflichen Musiker und lernen etwas über Songwriting, improvisieren, Texte schreiben, arrangieren für eine Band, Circlesongs etc. All das, wofür im normalen Musikunterricht keine Zeit bleibt. Die Workshops sind praxisorientiert, auf das musikalische Niveau der Schüler angepasst und holt sie bei der Musik ab die sie gerne hören und spielen. Im Anschluss gehen die Teilnehmer ins Konzert und erleben Pascal live mit seiner Band und seiner eigenen Musik.
(Text: Pascal Blenke)


Der 3. Preis mit 1. 000 € geht an:
Steffen Reichelt

mit der Idee
SchauMusik

Am Schlossplatz. Ein Schaufenster. Dahinter das Konzert: Instrumentalmusik trifft auf live programmierte Musik. Klavier und Laptop. Die Komposition wird in Echtzeit auf einer Leinwand visualisiert. Lautsprecher übertragen den Sound in die Stadt und ein Livestream ins Internet. Aus dem Schaufenster trifft die Musik auf Menschen, die Menschen auf Musik. Die Komposition wird SchauMusik.
(Text: Steffen Reichelt)    


HERZLICHEN DANK AN ALLE STUDIERENDE, DIE AM WETTBEWERB TEILGENOMMEN HABEN UND GRATULATION AN ALLE FINALIST*INNEN!


Die Preisträger*innen des Ideenwettbewerbs 2023


Von insgesamt 13 eingereichten Bewerbungen wurden 6 Ideen von den Studierenden im Finale präsentiert.  Die Studierenden kamen wieder aus den unterschiedlichsten Sparten der Hochschule. Zwei Schauspielstudierende, ein Oboist, ein ganzes Holzbläser-Quintett, eine Studentin im Bereich Performance, eine Studentin der Kirchenmusik im Team mit einer Studentin der Elementaren Musikpädagogik und eine Pianistin.

Der erste Preis in Höhe von 4.000 € wurde an den Oboisten Dennis Brenner mit seiner Idee „3D-animationsgestütztes Videolernangebot für das Herstellen eines Oboenmundstücks“ vergeben.

Der 2. Preis in Höhe von 2.000 € ging an die beiden Schauspielstudierenden Annalisa Weyel und Nico Voigtmann mit der Idee: „Vielfalt in der Kunst – Auf dem Weg zur inklusiven HMDK“.

Der 3. Preis in Höhe von 1.000 € ging an die Studentin der Performance Sophie Arbeiter mit der Idee: „Eurydike belonging“.