Veranstaltungen

    VERANSTALTUNGEN
    oder
    Do 22.06
    19:00 Uhr
    Konzertsaal
    Daniel Schnyder, Saxophon und Leitung
    € 6/3
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    Neue Welt - Alte Welt
    CrossOver Academy Stuttgart

    Kammermusik für Streicher, Holzbläser und Blech von Daniel Schnyder

    In diesem Programm werden neue Werke von Daniel Schnyder mit dem Komponisten, in enger Zusammenarbeit mit Professoren und Studierenden der HMDK Stuttgart, präsentiert und gespielt.
    Dabei geht es um virtuose, neue Kammermusik, die, nebst herkömmlichen Elementen, ästhetische Eigenarten der Jazz, Latin und Rockmusik reflektiert. Neue Artikulationstechniken, Spielarten und Ausdrucksmöglichkeiten sowie eine in der Klassik unübliche Rhythmussprache stehen im Zentrum des Konzertgeschehens. Der konventionelle klassische Rahmen, die bekannten klanglichen Parameter der Instrumente, werden ausgeweitet und teils gesprengt. Das Unerwartete und Unerhörte verbindet sich immer wieder aus Neue mit der Tradition. Alte und Neue Welt findet sich im Spiegel unserer Zeit.
     
    Den schweiz-amerikanischen Komponisten und Saxophonisten Daniel Schnyder und die HMDK Stuttgart verbindet eine lange und fruchtbare Zusammenarbeit. Neben regelmäßigen Konzerten in der Hochschule konzertierten mit ihm Stuttgarter Studierende und Dozierende auf verschiedensten Festivals von Irland über das Schleswig-Holstein Musik Festival bis nach Rottweil und Hambach, auf denen Werke von Schnyder ihre Uraufführung erlebten.

    Der 1961 in Zürich geborene Daniel Schnyder gehört zu den aktivsten und meistgespieltesten Komponisten seiner Generation. Seit 1992 lebt er in Ney York City. Der weltweit agierende Künstler war als "Composer in Residence" beim Zermatt Festival 2012 mit dem Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker, beim Moritzburg Festival (2010), beim Orchestre de Chambre de Lausanne OCL (2009), beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (2008) sowie bei vielen anderen Orchestern und Festivals eingeladen. Schnyders Werk ist eine Musik der Integration und widerspiegelt die urbane Realität unserer multikulturellen Gesellschaft. Sein umfangreicher Werkkatalog enthält Kompositionen aller Werkgattungen.

    Schnyder beschäftigt sich zu gleichen Teilen mit Jazz, klassischer und improvisierter Musik. Sein Personalstil nimmt Einflüsse der Neuen Musik ebenso auf wie alte Musik, ethnische Musik, multimediale Konzepte und Crossover. Meisterwerke von der Renaissance bis zum Jazz bearbeitet er, sodass sie anders und neu erlebt werden können. In diesem Sinne kreiert er im Auftrag namhafter Festivals neuartige Programmkonzepte, die exotische Instrumente und Musikstile einschließen – zum Beispiel das Projekt "Traveling East" für das Schleswig-Holstein Festival 2012, "Arabian Nights" für das Absolute Ensemble unter Kristjan Järvi und ein Bach-Programm mit Uri Caine und Gregor Hübner für die Bachakademie Stuttgart. Schnyder gestaltet als Komponist und Solist ganze Konzertabende und stellt sie gezielt in aussermusikalische Kontexte. Ein Beispiel dafür sind seine Faust-Projekte mit Orchester, Solisten, Schauspielern und Film. Er schrieb die "Oriental Suite" (2006) und das afrikanische Oratorium "Sundiata Keita", das 2010 in der Berliner Philharmonie mit Musikern aus Mali, Chor und Orchester uraufgeführt wurde. Schnyders "klassisches Werk" umfasst vier Symphonien, fünf Streichquartette, drei Opern, mehr als ein Dutzend Konzerte sowie Kammermusikwerke, die regelmäßig erklingen und auf CDs aufgenommen wurden. Derzeit entstehen eine neue Oper für die Philadelphia Opera Company, ein Werk für das Artemis Quartett und ein Fagottkonzert für Phillip Zeller.

    Als Jazzmusiker spielte Schnyder mit Paquito D'Rivera, Lee Konitz, Ray Anderson, Abdullah Ibrahim, Lew Soloff, Victor Lewis und Hubert Laws, was auf mehr als zwei Dutzend CDs dokumentiert ist. Seine Werke für Blechblasinstrumente, gespielt von Wolfgang Bauer, Joe Alessi, David Taylor, Stefan Schulz, Henning Wiegraebe, Graham Ashton, Jim Pugh, Adam Unsworth und Reinhold Friedrich, entpuppten sich als wegweisend. Schnyder erhielt viele Auszeichnungen, wurde für den Grammy (2000) sowie für den Deutschen Musikautorenpreis (2010) nominiert.