Concerts and events

    VERANSTALTUNGEN
    oder
    Fr 18.05
    20:00 Uhr
    Konzertsaal
    € 6/3
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    Metamorphosen
    Blasorchester der HMDK Stuttgart

    Camille Saint-Säens: Orient et Occident, Grand March op. 25 
    Arrangement: Loras John Schissel

    Percy Aldridge Grainier: Lincolnshire Posy
    Edit.: Frederick Fennel

    Paul Hindemith: Symphonie in b-Moll 

    - Pause -


    Oliver Waespi: Audivi Media Nocte
    Solisten:
    Marc Kienle, Trompete
    Bernd Ibele, Euphonium
    Akira Nitta, Posaune
    Benedikt Groß, Tuba
    Jonathan Frey, Bongos
    Juan Mauricio Bahamon, Snare Drum & Hi-Hat

    Paul Hart: Cartoon

    Die Leitfäden im stilübergreifenden Blasorchesterprogramm am Fr, 18. Mai 2018 um 20 Uhr mit Kompositionen aus über 150 Jahren sind Metamorphosen im Klang des Sinfonischen Blasorchesters. Die Umwandlung von melodischen, rhythmischen und harmonischen Motiven sowie die Verwandlung von Form insbesondere durch die Verschmelzung bzw. Miteinbeziehung musikalischer Elemente aus verschiedenen Jahrhunderten, Kulturen und Genres charakterisiert das Blasorchesterkonzert unter der Leitung von Eva Fodor. In der ersten Konzerthälfte trifft in mehrfacher Hinsicht Orient auf Okzident; im Mittelteil seiner Komposition „Orient et Occident“, einer der wichtigsten Originalwerke für Blasorchester aus dem 19. Jahrhundert, verwendet Camille Saint-Saëns melodische Figuren, die von der ost-asiatischen Musik inspiriert sind. 70 Jahre später verwendete und verwandelte, der in Australien geborene US-Amerikanische Komponist, Percy Aldridge Grainger Volksmelodien aus England in seinem Meisterwerk „Lincolnshire Posy“. Kurze Zeit danach komponierte Paul Hindemith sein Spätwerk „Symphony in B flat“, in der er auf vergangene Musikformen zurückgreift und diese mit seiner kompositorischen Sprache verbindet.  In den Werken des zweiten Konzertteils kommen weitere Klangwelten des 20. Jahrhunderts zum Ausdruck: „Audivi Media Nocte“ vom Komponisten Oliver Waespi (*1971) handelt von breitgefächerter motivischer Transformation; so schreibt Waespi über sein Werk: „Teilweise wurde ich durch eine Motette von Thomas Tallis aus dem 16. Jahrhundert inspiriert, von der sich der Titel des Stückes ableitet… So entstanden zahlreiche rhythmische Motive, von denen sich einige indirekt wiederum aus der rhythmischen Struktur der Motette ableiteten. Zudem entwarf ich eine Akkordserie, welche einen Kontrapunkt zur modalen Harmonik der Motette bildet…“. Nicht zuletzt präsentiert „Cartoon“ von Paul Hart eine klangliche Um-Bildung eines imaginären Zeichentrickfilms – womit auch Einflüsse aus dem Jazz, Filmmusik und Weltmusik zu hören sind.

    Eva Fodor wurde 1979 in Satu-Mare, Rumänien geboren und immigrierte 1988 mit ihrer Familie nach Israel. Sie studierte an der „Rubin Akademie für Musik und Tanz“ in Jerusalem Dirigieren, Oboe und Komposition. Es folgten ein Oboenstudium bei Prof. Thomas Indermühle und ein Dirigierstudium bei Prof. Péter Eötvös an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Als Oboistin wirkte sie bei verschiedenen Orchestern in Israel mit und war Mitglied des Ensembles „Israel Contemporary Players“. Zusätzliche Impulse erfuhr sie durch internationale Meisterkurse mit Pierre Boulez, Péter Eötvös und Zsolt Nagy (Dirigieren) sowie Frank De-Bruine, Maurice Burg, Paul Dombrecht und Alfredo Bernardini (Oboe). Sie erhielt Stipendien von der „Amerikanisch-Israelischen Kulturstiftung“, dem Freundeskreis der Hochschule für Musik Karlsruhe, dem „Stibet-Programm der DAAD“ und der L-Bank. Ausgezeichnet wurde sie mit dem „Kulturpreis der Stadt Karlsruhe“ und als „Beste Interpretin des Jahres“ der Rubin Akademie in Jerusalem. Eva Fodor ist Gastdirigentin bei verschiedenen Orchestern und Ensembles, darunter: Stuttgarter Kammerorchester, Ensemble MUSIKFABRIK, Ensemble Ascolta Stuttgart, Ensemble Schola Heidelberg und Ensemble E-MEX Düsseldorf. Sie leitete Projekte an der Philharmonie Essen, am Zollverein Essen, am Theater Basel, am Theater Bern, am ZKM Karlsruhe und an der Hochschule für Musik in Hannover. Sie war Assistentin der Dirigenten Johannes Kalitzke, Peter Rundel, Zsolt Nagy und Walter Grimmer. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Leitung von Blasorchestern. Seit 2005 arbeitet sie mit Sinfonischen Blasorchestern in Baden-Württemberg zusammen. Zurzeit ist sie Lehrbeauftragte für Blasorchesterleitung an der HMDK Stuttgart; für Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik Karlsruhe und für Ensembleleitung Neuer Musik an der Folkwang Universität der Künste in Essen.